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22.11.2009

Wehret den Anfängen – Ausstellung „Gratwanderung“

grat1Seit heute zeigt das Haus am Anger eine Ausstellung zu den Themen Sucht und Drogen. Diese wurde im Rahmen der Präventionsarbeit vom Jugendamt des Landkreises Havelland in Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Creativen Zentrum „Haus am Anger“ erarbeitet und widmet sich den vielen Kinder und Jugendlichen, die während des Heranwachsens mit verschiedenen Rauschmitteln experimentieren. Die Ausstellung soll junge Menschen dazu bringen, sensibler und bewusster mit alltäglichen Gefährdungen umzugehen.

Inhaltlich erfolgt eine Auseinandersetzung über die Ursachen zum Griff nach Drogen wie z.B. dem Gruppendruck. Ingo Wellmann, Leiter des Creativen Zentrums im Haus am Anger, begrüßte die Gäste zur Ausstellungseröffnung. Mit dem Haus am Anger als Ausstellungsort ist ein Podium gefunden worden, dass Kinder und Jugendliche anspricht; ein Haus, das jeden Tag von ihnen genutzt wird, ein Haus, das Kinder und Jugendliche einlädt es zu betreten. Aber auch ein Haus, welches in viele Richtungen Vorbildwirkung zeigt, so im Rauch- und Alkoholverbot im Haus.

„Man kann den Kindern noch soviel beibringen, am Ende machen Sie uns doch nach.“ zitierte Wellmann. Bin ich dabei oder bin ich der Loser?

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Gruppendynamik spielt heutzutage eine große Rolle, die nicht zu unterschätzen ist, so Bürgermeister Heiko Müller. Irgendwie will man dabei sein und doch, so sein Appell, sollte man es nicht um jeden Preis wollen. Nicht nur deswegen ist Aufklärung wichtig. Müller wünscht sich, „dass Kinder und Jugendliche über diese Ausstellung wirklich ernsthaft zum Nachdenken angeregt werden, ihr Selbsbewusstsein stärken, um in wichtigen Momenten die richtige Entscheidung für sich zu treffen.“

Einen bewussteren Umgang mit den Themen Drogen und Sucht erhofft sich auch Vize-Landrat Roger Lewandowski. „Prävention ist ein wichtiger Baustein“ stellt Lewandowski klar. Junge Menschen sollen und müssen für dieses Thema interessiert und sensibilisiert werden. Steven Bahl, Polizeirat und Leiter der Falkenseer Wache, bringt es auf den Punkt. „Wir müssen davon ausgehen, dass sich jeder alles besorgen kann“. Deswegen gilt es, jeden Einzelnen aufzuklären, Grenzen aufzuzeigen und stark zu machen für mögliche Verführungen. Verbotenes weckt die Neugier. Wir müssen Akzeptanz für die ausgehenden Gefahren erreichen. Und wenn das alles gelingt, haben wir Erfolg!“, so Bahl.

„Gratwanderung“ ist eine Wanderausstellung, die als interaktives Diskussionsforum von Landeskriminalamt und der Brandenburgischen Jugend- und Sozialarbeit entwickelt worden ist. Die Ausstellung läuft bereits zum 3. Mal in Falkensee, immer in aktualisierter Form. Die Ausstellung selbst besteht aus zehn Tafeln mit Bildern, kurzen Texten und Beispielen. Es werden Süchte und Verführungen dargestellt, dazu Fragen aufgeworfen und zur Diskussion aufgefordert. Es ist eine Form, die der Moderation bedarf. Diese wird in Falkensee im Wechsel durch Jugendamt, Polizei und Crea-Zentrum angeboten. Die Ausstellung läuft bis zum 26. November, montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 15 Uhr geöffnet. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche ab der 5. Klassenstufe. Eine Führung dauert rund 1,5 Stunden. Interessenten bitte unbedingt anmelden unter 03322 3735 im Haus am Anger. Die Vormittage sind schon komplett ausgebucht. Das Interesse also hoch, ein erster Erfolg.

Fotos: Yvonne Zychla

Stadt Falkensee
Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
Falkenhagener Straße 43/49
14612 Falkensee

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