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29.11.2009

Flagge zeigen für Kinderrechte – Anger im Fahnenrausch

fahnen1Ein gewaltiges Bild bieten derzeit 7.583 weiße Fähnchen am Falkenhagener Angerteich. Noch bis zur Angerweihnacht am kommenden Samstag stehen sie symbolisch für die Wünsche, Hoffnungen und Ziele der Kinder und Jugendlichen unserer Stadt. Frieden, ihr Recht auf Bildung, auf freie Meinungsäußerung, Essen genug für alle, Familie und Freunde stehen hoch im Kurs. Ein weißes Fahnenmeer an prominenter Stelle.

Wer immer diesen Ort quert, sieht Besucher im Fahnenmeer. Sie lesen nachdenklich, was auf den Fähnchen geschrieben steht. Andere sind ganz in Familie auf der Suche nach ihrem Fähnchen. Unwissende schauen neugierig auf das Bild, welches sich ihnen im Vorbeifahren öffnet.

Vergangenen Freitag trafen sich Kinder und Jugendliche, Politiker, Organisatoren und interessierte Gäste vor Ort und begingen feierlich den 20. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention. Ulf Hoffmeyer-Zlotnik, Leiter des ASB Falkensee und Moderator der Veranstaltung, zeigte sich über die vielen positiven Reaktionen erfreut. „Die Aktion ist gelungen“, freute sich auch Schirmherr Bürgermeister Heiko Müller. „Sie hat große Aufmerksamkeit erregt und viele Dialoge initiiert.“ Dialoge u.a. zwischen Kindern und ihren Eltern, die in vielen Fällen gemeinsam das Fähnchen gestaltet haben. Aufgerufen zu der wunderbaren Aktion hatten die Mitstreiter des ASB-Projektes „Fair & Cool statt Rassismus und Gewalt Falkensee“ unter der Leitung von Evi Tietze. Ziel dieser Aktion war das Spannen eines gemeinsamen Bogens, um künftig noch besser und zielsicherer die Kinderrechte verbindlich umzusetzen. An rund 7.600 Kinder und Jugendliche Falkensees richtete sich die Aktion, 7.583 von ihnen machten mit.

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Beeindruckt von dem Bild zeigte sich Brandenburgs Innenminister Rainer Speer. „Wir sollten uns immer fragen: Geht es unseren Kindern in Falkensee, in Deutschland gut?“ so der Innenminister. 100 – 150 bekannt gewordene Fälle wegen Gewalt an Kindern in diesem Jahr zeigen, dass dem nicht so sei. Wenn die Polizei eingreifen muss, ist es schon viel zu spät. Er warb um Sensibilität in der Nachbarschaft, für ein offenes Ohr der Sorgen und Nöte unserer Kinder, für den Aufbau von Netzwerken, die ehrenamtlich Hilfestellung geben. „Das Beste für unsere Kinder ist ein wohlbehütetes Aufwachsen in einer Familie“, betonte Speer. „Kinder wollen spielen und genau das hat sich die neue Regierung auf die Tagesordnung gesetzt. Kinderlärm ist immer noch der schönste Lärm!“ Von der Aktion erhofft sich Speer viele Anstöße, die zum Nachdenken anregen, um unsere Gesellschaft zu verbessern. Ursula Nonnemacher, Landtagsabgeordnete der Grünen, erinnerte an die Verpflichtung, den Kindern die Welt in einem ordentlichen Zustand zu übergeben, „damit ihr eine wirkliche Chance habt!“. „Danke für diese Aktion“ sagte Silke Liebert, Leiterin der Kita „Am See“ stellvertretend für alle Erzieherinnen der Stadt. „Es liegt an uns Erwachsenen, wie Kinder ihre Rechte umsetzen können.“

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Für einen bunten Veranstaltungsrahmen sorgten Schülerinnen und Schüler der Kantgesamtschule und der Kästnergrundschule u.a. mit dem Lied der vergessenen Kinder.

Fotos: Yvonne Zychla

Stadt Falkensee
Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
Falkenhagener Straße 43/49
14612 Falkensee

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