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28.12.2009

Familiensorgen Dezember 2009

deb2Sehr geehrte Frau van den Boogaard, jedes Jahr wieder haben wir in der Familie die elende Diskussion zum Thema Geschenke. Was dürfen wir Großeltern unseren Enkeln schenken und was nicht? Mein Mann und ich möchten den kleinen Lieblingen doch nichts sehnlicher erfüllen als ihre Träume. Früher konnten wir es uns nicht leisten, heute ist etwas mehr möglich.

Natürlich können wir nicht alle Wünsche erfüllen, aber das eine oder andere Außergewöhnliche darf gerade an Weihnachten auch mal sein.
Nur führt genau dies immer wieder zu Streit mit unserer Tochter und unserem Schwiegersohn. Ich weiß sehr wohl, dass sie es ihren Kindern nicht neiden, aber wir können nichts schenken, ohne dass sie sich bei uns in irgendeiner Form beschweren. Das verdirbt nicht nur uns die Freude, sondern sicherlich auch den kleinen Kindern.
Können Sie uns einen Ratschlag geben, wie wir in Zukunft mit diesem Thema umgehen sollen?
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie eine schöne Weihnachtszeit. Es grüßt Sie herzlich – Helene G.

Liebe Helene,
danke für Ihren Brief. Sie beschreiben Differenzen, die nicht selten in Familien vorzufinden sind. Ich empfehle Ihnen ein offenes Gespräch mit Ihrer Tochter und Ihrem Schwiegersohn. Versuchen Sie herauszufinden, warum Vorbehalte und daraus resultierend Streitigkeiten bezüglich der Geschenke bestehen bzw. entstehen. Verschiedene Gründe können dazu führen, dass Eltern mit der Auswahl von Geschenken nicht glücklich sind: eventuell ist es die Höhe des Preises oder das Themengebiet, das als inadäquat empfunden wird. Es gibt sehr viele Gründe, die zu der von Ihnen beschriebenen Situation führen können. Sicherlich haben Sie die Möglichkeit, noch vor dem Kauf der Geschenke gemeinsam mit Ihrer Tochter und Ihrem Schwiegersohn verschiedene Ideen anzusprechen und ehrlich zu diskutieren, was ein passendes Geschenk sein könnte. Erklären Sie auch gern Ihre Sichtweise und Möglichkeiten. Gleiches empfehle ich Ihrer Tochter und ihrem Mann. Mit dem Wissen über die Beweggründe lässt sich gewiss eine Regelung für die Zukunft finden.
Bei Differenzen empfehle ich, sich in die Position des Anderen hineinzuversetzen: Wie würden Sie sich anstelle Ihrer Tochter fühlen? Eltern fühlen sich heute oft in all ihrem Tun in einem so genannten Lichtkegel. Verstärkte Sensibilität und Aufklärung resultieren nicht selten aus dieser Wahrnehmung. Mit dem Ergebnis, dass häufig eine unsichere und zum Teil kritische Haltung anderen Ideen gegenüber bewirkt wird.

Es wäre sehr bedauerlich, wenn das Weihnachtsfest durch Irritationen einen schalen Beigeschmack erhalten würde. Ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen für gute Gespräche zu diesem und weiteren Themen im Kreise der Familie; denn Kinder, Eltern und Großeltern gemeinsam am Weihnachtsbaum sitzen zu haben, ist an sich schon das größte Geschenk.

Ich wünsche Ihnen eine zauberhafte Weihnachtszeit und alles Gute für das kommende Jahr. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, würde ich mich über Ihren Anruf freuen: 03322 2131881.
Herzliche Grüße und alles Gute – Deborah van den Boogaard

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