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06.03.2010

Mauerfall aus weiblicher Sicht – Eröffnung der Frauenwoche Falkensee

mauerMit einer Lesung im Haus am Anger eröffneten Bürgermeister Heiko Müller und die Gleichstellungsbeauftragte Manuela Dörnenburg Donnerstagabend die diesjährige Frauenwoche in Falkensee. Die beiden Mitglieder des Vereins Frauenbrücke Ost-West, Barbara Hackenschmidt und  Marlies Wutta, lasen aus dem Buch „Denk ich an Deutschland … 20 Jahre Mauerfall, 20 Jahre Wiedervereinigung aus weiblicher Sicht“.

Der Verein hatte das Buch im Jubiläumsjahr des Mauerfalls herausgegeben.

Heiko Müller begrüßte, dass es in diesem Jahr wieder eine Frauenwoche mit einem umfangreichen Programm gibt. „9  Veranstaltungen sind vom 4.
bis zum 13. März geplant. Darunter finden sich historische Themen genauso wie aktuelle.“ Das Thema Gewalt gegen Frauen oder die Frage nach der Umsetzung von Gleichstellungspolitik in Falkensee zeige, wie wichtig  die Gestaltung der Frauenwoche sei.

Manuela Dörnenburg erinnerte zunächst an Veranstaltungen, die ihre Vorgängerin, Edeltraut Funke, vor einigen Jahren zur Frauenwoche organisiert hatte. „Edeltraut Funke hat bei ihren Veranstaltungen wichtige auch heute noch aktuelle Themen aufgegriffen. Darunter die Frage, wie kommt die Großmutter mit der Enkelin ins Gespräch, um an Erfahrungen zu lernen. Auch das für Frauen schwierige Thema Schönheit und die Frage nach der Abhängigkeit von medialen Bildern, hat Edeltraut Funke aufgegriffen“, so Dörnenburg.

Seit November neu im Amt habe sie recht kurzfristig die Frauenwoche vorbereiten müssen. Von Marlies Wutta, Mitarbeiterin im Rathaus und Mitglied im Verein Frauenbrücke Ost-West, kam  die Idee zu der Lesung.
Die Landtagsabgeordnete und 2. Vorsitzende der Frauenbrücke Barbara Hackenschmidt gewann sie für den Abend.

Die Frauenbrücke Ost-West ist ein Zusammenschluss von Frauen, um die Sprachlosigkeit zwischen Ost und West zu überwinden. Seit 1992 existiert der Verein, der jährlich zu unterschiedlichen Themen in unterschiedlichen Regionen der Bundesrepublik zusammen kommt.  Für das letzte Jahr kamen die Frauen auf die Idee ein kleinen Buch herauszugeben. 20 Geschichten wurden zusammen getragen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sehr persönliche Ereignisse werden in dem Buch von der Zeit rund um den Mauerfall berichtet.

So erzählt eine Frau aus Flensburg, wie sie im Sommer 1989 zwei junge, aus der DDR geflohene Menschen bei sich aufnahm und wie sich daraus eine Freundschaft, die bis heute andauert, entwickelt hat. Marlies Wutta selbst war am 9. November 1989 hoch schwanger und nicht der Fall der Mauer, sondern die Geburt ihres dritten Kindes stand bei ihr im Mittelpunkt des damaligen Lebens. Barbara Hackenschmidt erzählte wiederum, wie ihr die Zeit auftrieb gab und sie sich zu Demonstrationen traute. Es ist ein sehr persönliches Buch geworden, das aber vor allem zeigt, wie viel die Menschen aus dem Osten wie aus dem Westen gewonnen haben.

Foto: Dörnenburg

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