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04.06.2010

Ergotherapiepraxis Julia Menzel: Zum Handeln geführt

menzelJulia Menzel (31) ist ausgebildete Ergotherapeutin. Seit vier Jahren arbeitet sie in der eigenen Praxis in der Bahnhofstraße (neben Fahrradhandel Steen) – zusammen mit fünf ausgebildeten Therapeuten und einer Bürokraft. Die in Falkensee aufgewachsene Ergotherapeutin war unsere Ansprechpartnerin der ersten Wahl, um einmal herauszufinden, worum es bei der Ergotherapie überhaupt geht.

Der Begriff kommt aus dem Griechischen und besagt so viel wie „Gesund durch Handeln und Arbeiten.“ Es werden zielgerichtete Methoden angeboten, die dabei helfen, den eigenen Alltag im Beruf, in der Schule, im Kindergarten oder in der Familie besser zu bewältigen.

In der Ergotherapie wird viel mit Kindern gearbeitet, sie hilft aber auch Senioren, die nach einem Schlaganfall, bei Multipler Sklerose, mit Parkinson oder bei einem Alzheimer-Leiden versuchen, eine eingeschränkte Beweglichkeit wiederzuerlangen, zu verbessern oder zu kompensieren. Das gilt auch im orthopädischen Bereich – etwa nach einer Operation, einem Unfall, bei Rheuma oder bei Arthrose. Die Praxis von Julia Menzel bietet hier ganz konkret Seniorengymnastik an.

Die Ergotherapie ist eine Kassenleistung. Das bedeutet, dass der eigene Arzt eine Ergotherapie verschreiben kann, die dann von den Kassen bezahlt wird. Dabei können etwa 20 Stunden Therapie verschrieben werden, von denen dann wöchentlich eine wahrgenommen wird.

Frau Menzel: „Der Unterschied zur Physiotherapie ist, dass wir die Menschen vom Behandeln wieder zum eigenen Handeln hinführen.“

Nach einem Schlaganfall stellt die Ergotherapeutin etwa die Sensibilität der Hände wieder her, indem sie sie in einem Bohnenbad baden lässt. Auch stehen Gummieier, Knetmassen und andere Werkzeuge bereit, die gezielt die Sensibilität der Hände trainieren.

Darüber hinaus erhalten die Patienten Aufgaben, die dazu beitragen, die Hirnleistung zu steigern. Das wirkt sich gerade im Alter sehr positiv auf die Merkfähigkeit des Kurz- und Langzeitgedächtnisses aus.

Da nicht jeder Patient in die Praxis kommen kann, unternehmen Frau Menzel und ihre Kollegen viele Hausbesuche.

Dabei bieten sie gern auch eine Hilfsmittelberatung durch. Gerade Senioren, die mit einer eingeschränkten Motorität zurechtkommen müssen, sind froh, wenn ihnen jemand zeigt, wie zusätzliche Griffe im Bad das Aussteigen aus der Badewanne erleichtern oder welche Hilfen bereitstehen, um sich weiterhin selbst anziehen zu können. Auch stehen Hilfsmittel für Patienten zur Verfügung, die nur noch eine Hand nutzen können. Hier gibt es etwa Teller, die sich am Tisch festsaugen, sodass sie beim Essen nicht länger wegrutschen können.

Kontakt: Ergotherapiepraxis Julia Menzel, Bahnhofstraße 28, 14612 Falkensee, Tel: 03322-286951, www.ergotherapie-falkensee.de

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