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04.07.2010

Das ALA macht zu

alaDer Schreck sitzt tief. Das Kino ALA in Falkensee schließt seine Pforten, die Betreibergesellschaft Pro Cine Kino GmbH musste Insolvenz anmelden. Noch ist kein Insolvenzverwalter bestimmt, der festlegen kann, wie es mit den drei Kinos in Falkensee, Hennigsdorf und Auerbach weitergeht.

Fakt ist, dass der Betrieb vor Ort schon nicht mehr stattfindet. Auf der Homepage wird kein Programm mehr veröffentlicht und Herr Ewald Bath bestätigte uns, dass es in naher Zukunft keine Vorstellungen im ALA geben wird.

Ausschlaggebend für die Insolvenz der Kinos war die Pleite vor allem in Hennigsdorf. Hier haben die Mehrsaal-Kinos in der Berliner Nachbarschaft doch für einen extremen Rückgang der Zuschauerzahlen gesorgt. Das ALA in Falkensee hat schwarze Zahlen geschrieben, wenn auch nur kleine. Insofern besteht die Hoffnung, dass der Insolvenzverwalter einen neuen Betreiber findet, der dem Falkenseer Kino noch eine Chance einräumt.

Ewald Bath: „Wichtig ist, dass ein neuer Betreiber den Umbau des Kinos auf die neue 3D-Technik vornimmt. Ohne diesen Umbau fahren die Familien nach Spandau, um sich dort die neuesten Filme in 3D anzuschauen.“

Fakt ist, dass mit dem ALA ein zentrales Ausflugsziel im Ort wegfällt und das so genannte „Zentrum“ von Falkensee noch weiter geschwächt wird. Für die Erwachsenen ist das kein Problem. Das Kino in der Spandauer Altstadt ist schnell erreicht.

Viele Kinder und Teenager haben aber bislang gern die Gelegenheit genutzt, sich einmal unabhängig von ihren Eltern zu machen, um mit dem Fahrrad zum nahe gelegenen ALA zu fahren. Hier trafen sie sich, um mit den Freunden die neuesten Kultstreifen zu sehen. Denn das ALA hatte zwar nur einen Kinosaal. Die angesagten Topfilme liefen aber auch hier – zu überaus fairen Preisen.

Die Pleite vom ALA ist aber nur die Spitze des Eisberges. Lange schon gingen in Falkensee und Umgebung nicht mehr so schnell so viele Unternehmen Konkurs wie in diesen Sommermonaten. Zugleich gibt es nur wenige Neugründungen: Kommt jetzt die Wirtschaftskrise doch verzögert im Ort an?

„Schuld“ am schlechten Umsatz in Falkensee können durchaus auch die Zugezogenen sein, die genug Geld in der Tasche haben, aber auch einen gewissen Anspruch pflegen. Sie möchten ihren Luxus nicht aufgeben und besuchen – als Beispiel – lieber ein Nobelrestaurant in Berlin als den kleinen Gastronomen in Falkensee.

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