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11.08.2010

Spandau: Reederei Triebler legt ab

trieb1Was man immer wieder vergisst: Berlin ist von so vielen Kanälen und Flüssen durchzogen, dass es kein Problem ist, mit dem Boot auch noch in die entlegensten Ecken vorzudringen. Und wie sieht es dann wohl erst in Brandenburg aus – mit seinen zahlreichen Gewässern!

Wer Spaß daran hat, von einem ruhig vor sich hintuckernden Schiff aus Berlin neu zu erkunden, der kann auf einem der Boote der Reederei Triebler „anheuern“. Seit 1961 besteht der Familienbetrieb im Bereich der Personenschifffahrt in Berlin bereits. Seit 1990 sind diese Linienfahrten und Charterfahrten auch auf den Brandenburger Gewässern aktiv.

Vier Mal gibt es die weitverzweigte Familie Triebler in Berlin. Die Berolina, die von den Brüdern Werner und Hartmut Triebler 1975 selbst aufgebaut wurde, wird von Hartmut Triebler geführt. Firmengründer Werner Triebler (78) ist der Chef vom Fahrgastschiff „Bär von Berlin“, das von Sohn Frank Triebler und der Schwiegertochter Beatrice Schmidt geleitet wird. Frau Martina Triebler (45) ist die Chefin vom Schiff „Havelland“ ist, das sie mit Hilfe von vier Mitarbeitern führt. Ihr Kapitän Horst-Werner Noack (60) erklärt: „ Das Schiff mit einer Länge von 37 Metern und einer Breite von 5,7 Metern fährt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von neun Kilometern in der Stunde und kann bis zu 200 Personen auf unsere Schifffahrten mitnehmen.“

Natur pur kann der Passagier bei der großen 7-Seen-Rundfahrt erleben. Dabei startet das Personenschiff in Wannsee und passiert unter anderem Schwanenwerder, die Pfaueninsel, die Heilandskirche, Schloss Glienicke, Schloss Babelsberg, das Jagdschloss und die Truman-Villa. Die Fahrt führt über den Teltowkanal, den Griebnitzkanal, den Stölpchensee und wieder zurück bis zum Wannsee. Die spannende Tour dauert eineinhalb Stunden, kostet 9 Euro und wird täglich gefahren.

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Bootsmann Alfons Krotoff (51) erklärt uns: „Die hungrigen Passagier können sich in unserer Gastronomie auch mit Kaffe und Kuchen, Eis, Wiener Würstchen, einem Salatteller, Seelachsfilet oder einem Schnitzel stärken.“

„Die schönste Tour ist jedoch die historische Stadtrundfahrt, die dreieinhalb Stunden dauert“, sagt die Chefin Frau Martina Triebler. Zirka fünfzig interessierte Passagiere nahmen bei unserer Testfahrt daran teil.

Abfahrt ist immer am Spandauer Lindenufer, gleich hinter dem Rathaus. Wir fahren erst auf der Havel entlang, kommen jedoch dann in das Gewässer der Spree, schippern vorbei am Schloss Charlottenburg, am Spreekreuz, am historischen Hansaviertel, das im Krieg zerstört und 1953 wieder aufgebaut wurde.

Der Kapitän Herr Noack erklärt uns: „Insgesamt 30 Brücken sind auf der Tour zu durchfahren, die alle sehr niedrig sind. Daher werden das Steuerhaus des Schiffsführers und das obere Sonnendach über den Passagieren hy­draulisch auf anderthalb Meter abgesenkt. Auch die Passagiere werden darauf hingewiesen, damit sie sich nicht die Köpfe anstoßen“. Und Frau Triebler erzählt: „Am niedrigen Gericke-Steg sieht man die Schinkellüster. Die Laternen spenden nachts ein besonderes Licht. Auch das Schloss Bellevue, die Repräsentanz unseres jetzigen Bundespräsidenten Christian Wulff kann der Passagier vom Schiff aus gut sehen und natürlich auch fotografieren.“

Weiter geht es die Spree entlang zum Innenministerium, am Haus der Kulturen und der „Schwangeren Auster“ weiter vorbei bis zum Tiergarten, dem beliebtesten Ausflugsziel der Berliner. Die Tour führt an der „größten Waschmaschine Berlins“, dem Bundeskanzleramt, vorbei und führt die Schiffspassagiere weiter zum Reichstag und durch das Regierungsviertel. Diese wichtigen Gebäude Berlins sind bei strahlender Sonne nicht nur eine super Fotokulisse, sondern auch beeindruckende Wahrzeichen der Stadt. Auch am Bodemuseum, am Pergamonmuseum, am Berliner Dom, unter der Liebknechtbrücke hindurch geht es vorbei. Nach der Passage der Moltkebrücke kann man den Hauptbahnhof vom Schiff aus sehen, links davon liegt der Capital Beach, die bekannte Cocktailbar in der Nähe der Gustav-Heinemann-Bücke. Weiter im Hintergrund kann man das Gebäude der Charité erblicken. Am Wirtschaftsministerium vorbei führt die Tour zur Schleuse Charlottenburg und dann über Spandau zum Wannsee zurück“. An der Tour kann man Donnerstag bis Sonntag teilnehmen, sie kostet zwölf Euro ab Spandau.

Die große 12-Seen-Rundfahrt führt durch die Mark Brandenburg, kostet dreizehn Euro ab Wannsee, wird Montag bis Mittwoch angefahren und dauert viereinhalb Stunden. Auch Familienfeiern, Konferenzen oder Betriebsfeiern mit bis zu 150 Gästen können auf einem der Triebler-Schiffe veranstaltet werden. (H.R.)

Kontakt: Reederei Werner Triebler, Johannastraße 24, 13581 Berlin, Tel. 0172-384 7687, www.reederei-triebler.de

Fotos: heike Rattunde

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