Anzeigenzeitung für Falkensee, Schönwalde, Brieselang & Dallgow-Döberitz - 03322-5008-0 - info@falkenseeaktuell.de

01.06.2014

Nauener Toleranzwochen: Fest der Toleranz

toleranz4Das war einfach nur gelungen. Der Mikado-Verein und der Humanistische Freidenkerbund veranstalteten in Nauen die ersten Toleranzwochen. Vom 9. April bis zum 9. Mai fanden in Nauen sage und schreibe 41 Veranstaltungen statt, die von vielen lokalen Institutionen, Vereinen, Organisationen und Gruppierungen organisiert und durchgeführt wurden.

Das Thema immer wieder: Toleranz. Andersdenkende nicht ausgrenzen, andere Hautfarben nicht diskriminieren und andere Glaubensrichtungen oder sexuelle Orientierungen akzeptieren.

Das setzte auf jeden Fall ein deutliches Zeichen. Oft glauben vor allem die aufgeklärten Großstädter im kleinen Dorf auf dem Land nur tumbe Bauern und rechte Jugendliche vorzufinden. Nauen hat gezeigt, wie modern, aufgeklärt und vor allen Dingen auch einfallsreich der kleine Ort mitten in Brandenburg und fern vom Berliner Speckgürtel doch ist.

Wer das nicht glauben mochte, musste nur das Nauener Toleranzfest am 9. Mai besuchen. In der Gartenstraße zwischen Marktecke und Arbeitsagentur hatten die Verantwortlichen eine große Bühne aufgestellt. Hier gab es den ganzen Nachmittag hindurch ein starkes Programm. Herausstechend: Julian Wendt präsentierte Rap-Songs, die an die Stelle von aggressiven Drohungen und Starke-Jungs-Gehabe lieber tolerante Töne setzten. Das überzeugte, zumal der junge Sänger wirklich etwas auf dem Kasten hatte.

Drum herum gab es unzählige Stände, etwa von den Parteien, vom Mikado und vom Humanistischen Freidenkerbund, von der Koordinierungsstelle „Tolerantes Brandenburg“, von der Bewegung „Stolpersteine“, vom Falkenseer Bündnis gegen Rechts, vom Lokalen Bündnis für Familie oder von der Landeskoordinierungsstelle für lesbischwule Belange Land Brandenburg, um nur einige wenige zu nennen.

toleranz1

toleranz2

toleranz3

toleranz5

toleranz6

toleranz7

toleranz8

Einen starken Auftritt hielt das Goethe-Gymnasium bereit. Im Rahmen einer Projektwoche nahmen die Schüler etwa 400 Handabdrücke von Senioren, Behinderten und Grundschülern. Jeder Teilnehmer schrieb anschließend seine persönlichen Wünsche für mehr Toleranz neben den eigenen Handabdruck. Viele dieser Seiten wurden auf dem Fest ausgestellt. Sie zu lesen zeigte, wie wichtig es den Menschen ist, dass Toleranz nicht nur gedacht, sondern auch gelebt wird.

Claudia Wobst (17, Foto oben): „Keine Vorurteile haben, Akzeptanz zeigen, Respekt bezeugen, in Frieden leben – das war den von uns befragten Menschen wichtig.“

Sehr gut: Auch für Spaß war das Toleranzfest erneut zu haben. So wurde an den Ständen wieder der Wettbewerb um die beste Suppe ausgelobt. An vielen Ständen konnten die Besucher selbstgemachte Suppe verkosten, um dann ein Urteil abzugeben. Ingo Faber von der Kantina Elena: „Letztes Jahr konnten wir den Wettbewerb gewinnen. Dieses Jahr haben wir gleich zwei Suppen ins Rennen geschickt.“

toleranz9

toleranz10

toleranz11

Anke Bienwald vom Mikado zieht ein Fazit: „Ich freue mich, dass trotz Nieselwetter so viele völlig verschiedene Menschen zu unserem Toleranzfest gekommen sind. Die ganzen letzten Wochen waren für mich sehr beeindruckend. Wir haben nie damit gerechnet, dass unsere Ideen so viele Flügel bekommen und sich so viele Menschen beteiligen würden.“ (Text/Fotos: Carsten Scheibe)

Seitenaufrufe: 7

Unsere Schwestern­zeitung

ZEHLENDORF.aktuell

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige