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12.07.2014

Ein neuer Rosenkrieg in der Caféteria des LMGs: Poetry Slam Reloaded

poetrySeit vielen Jahren hat er Tradition, der Poetry Slam am Lise-Meitner-Gymnasium. Organisiert wird er von Claudia Reckermann von der Schulsozialstation: „Eigentlich war der neue Poetry Slam am 13. Februar der siebte in unserer Reihe. Da wir aber über ein Jahr lang keinen neuen Rosenkrieg mehr auf die Beine gestellt bekamen, haben wir der Neuauflage dieses Mal den Namen ‚Rosenkrieg Reloaded‘ gegeben.“

Die Neuauflage hat funktioniert. Am Donnerstagabend war die Caféteria des Falkenseer Gymnasiums gut gefüllt. Schüler, Geschwister, Lehrer und Eltern ließen sich die Chance nicht entgehen, bei einem besonders kreativen Abend mit dabei zu sein.

Phil als bestens aufgelegter Moderator verkündete kurz nach 19 Uhr, dass sich zehn LMG-Schüler und auch ein paar „Ehemalige“ als Poetry Slammer auf die Liste der Redner gesetzt haben – eine stolze Zahl.

Die Regeln beim Poetry Slam sind schnell erklärt. Die zehn Wortkombatanten treten in drei Runden an, um die Zuschauer in maximal fünf Minuten mit selbst geschriebenen Texen davon zu überzeugen, eine zuvor verteilte Rose der Bewunderung auf die Bühne zu werfen. In jeder Runde wird über den Applaus ein Gewinner ermittelt. Alle Gewinner der drei Einzelrunden treten im Finale gegeneinander an.

Als „Opferlamm“ eröffnete der Berlin-Brandenburger Meister im Poetry Slam – Nick Pötter (Foto oben rechts) – die Runde, um das Publikum warm zu machen. Seine Texte: schreiend, wimmernd und im Wortstakkato ausgestoßene Geschichten über seine fiese Mutter und einen nach Liebe suchenden Gottesvater, die das Publikum ob seiner Komik und Wortakrobatik schnell zum Gröhlen brachten: Der Mann versteht sein Handwerk.

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Anschließend wagten sich die lokalen Poetry Slammer nach vorn: Pia Reckermann, Fabio Meesters, Sandra Krüger, Tyll und Finn Heinrich, Luisa Kähne, Justin Kohn, Luisa Roth, Friederike Buttgereit und Annika Cory. Die Zuhörer bekamen Geschichten über den Valentinstag, nachdenkliche Analysen über das Leben nach dem Abitur, einen grimmerfüllten Montag-Morgen-Dialog und eine ergreifende Liebeserklärung an den eigenen Vater zu hören. Es gab brüllend komische Texte wie etwa das perfekt von Fabio vorgetragene Szenestück „Tagesordnungspunk(t)“, das bereits TV-Qualität hatte, düstere Poesie à la „Wir sind Mensch“ von Luisa Roth oder die deprimierend-komische Erzählung eines misslungenen Dates von Finn Heinrich.

Am Ende setzte sich Annika Cory (Foto unten Mitte) verdient durch und gewann den Poetry Slam Reloaded mit einer wunderbar entrüstet und schockiert vorgetragenen Abrechnung: „Mathe ist ein Arschloch!“ Zu diesem Zeitpunkt war Schulleiter R. Durdel schon gegangen, Mathelehrer vom LMG waren nicht anwesend.

Fazit: Ein toller, kurzweiliger Abend mit überzeugenden Texten und Rednern. Liebe Frau Reckermann: Bis zum nächsten Poetry Slam darf nicht wieder ein Jahr vergehen.

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