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12.07.2014

Katja Liebich, Rechtsanwältin und Mediatorin in Falkensee: Zur Einigung kommen

juschineuKatja Liebich (46), ist 1999 aus Berlin-Zehlendorf nach Falkensee gezogen. Seit 2004 arbeitet die zweifache Mutter als Anwältin, vor allem im Familien- und Erbrecht. Hier ist sie hauptsächlich für Falkenseer Klienten tätig und beschäftigt sich unter anderem mit Scheidungen und Kindschaftssachen.

Sie sagt: „Sobald Kinder mit ins Spiel kommen, kann es vor Gericht oftmals nur Verlierer geben. Denn ein Streit wird hier nicht geschlichtet, sondern durch einen Beschluss einfach beendet. Oft ist damit niemandem so richtig geholfen, schon gar nicht den Kindern. Aus diesem Grund habe ich anderthalb Jahre lang eine Weiterbildung zur Mediatorin an der Universität Potsdam absolviert. Seit Januar 2014 kann ich nun offiziell zwischen Paaren vermitteln, um so den unangenehmen Gang vor Gericht vielleicht noch zu verhindern.“

Das Gericht kann eine Mediation sogar selbst empfehlen. Aber natürlich können die Paare auch aus eigenem Antrieb zur Mediatorin kommen, noch bevor Anwälte eingeschaltet werden. Eine erfolgreich absolvierte Mediation ist natürlich deutlich preiswerter als die Auseinandersetzung vor Gericht. Wichtig ist vor allem: Hier werden konstruktive Lösungen gefunden, denn die Anwesenheit und feinfühlige Gesprächsführung der Vermittlerin sorgt dafür, dass sich die zerstrittenen Parteien nicht länger hinter verletzten Gefühlen, geknicktem Stolz und überhöhter Aggressivität vergessen, sondern wirklich nach fairen Kompromissen suchen. Katja Liebich: „Ich darf keine konkreten Lösungen vorgeben, sondern bin nur dafür da, um die passende Gesprächsatmosphäre aufzubauen und dafür zu sorgen, dass ein konstruktiver und strukturierter Gedankenaustausch stattfinden kann. Eine Einigung finden die Medianten dann oft wie von selbst.“

Eine solche Mediation, die natürlich nicht auf Trennungsfälle beschränkt ist, nimmt in der Regel drei bis fünf Sitzungen mit 90 bis 120 Minuten Länge in Anspruch. Am Schluss sollte eine schriftliche Vereinbarung stehen, die von beiden Seiten unterschrieben wird. Sie sollte nachhaltig und verlässlich sein und eine gewisse Kraft haben, sodass sie am nächsten Tag nicht gleich wieder über Bord geworfen wird. Das Gesetz und die Paragraphen spielen hier übrigens nur eine untergeordnete Rolle: Beide Seiten vereinbaren, was ihnen fair und gerecht erscheint.

Katja Liebich: „Die Mediation erlaubt mir das, was mir als Anwältin nicht möglich ist – beide Seiten sehen, Kompromisse ermöglichen, echte Lösungen finden. Gelingt eine Mediation nicht, muss übrigens ein Anwaltskollege den Fall übernehmen. Ich darf das dann nicht mehr tun.“ (Foto: Liebich)

Kontakt: Katja Liebich, Rechtsanwältin + Mediatorin, Fehrbelliner Straße 16, 14612 Falkensee, Tel.: 03322 / 400 377, www.katja-liebich.de

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