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02.08.2014

Gast aus Nauen

140715LisaBagdadjanAm 12. August geht der Flieger. Lisamarie Bagdadjan wird für ein Jahr in den USA zur Schule gehen und bei einer Gastfamilie leben. Ihre Gasteltern hat sie per Internet schon kennen gelernt. Es sind Farmer, die inmitten von Feldern auf einem Hof in North Dakota leben. Fünf Kilometer entfernt liegt die Schule, Devils Lake heißt der Ort nahe der kanadischen Grenze.

Die Elftklässlerin hat sich alles genau angesehen, bei Google Earth. Aus den Mails weiß sie auch, dass die Gastgeber selbst drei Kinder haben, die älteste Tochter heißt Parish und ist fast gleichaltrig.

Lisamarie freut sich schon auf ihre Gastgeber und den ersten Tag an der neuen Schule. „Die Amerikaner sind Fremden gegenüber sehr aufgeschlossen. Man lernt schnell Leute kennen. Ich hoffe, dass ich gute Freunde finde, mit denen ich auch später im Kontakt bleiben möchte“, sagt sie.

Schon in der achten Klasse hatte die Nauenerin den Wunsch, ein Schuljahr in den USA zu absolvieren. Eine Freundin hatte das so gemacht und konnte über viele positive Erfahrungen berichten. Lisamarie Bagdadjan bereitete ihre große Reise komplett selbst vor. Sie hat sich über Austauschorganisationen und verschiedene Förderprogramme informiert, sich schriftlich beworben und sogar ein Vorstellungsvideo produziert. Inzwischen hat sie das begehrte Visum bekommen. Da alle Formulare in englisch ausgefüllt werden mussten, hat die Schülerin dabei noch eine Menge neuer Vokabeln gelernt. Nun muss nur noch der Koffer gepackt werden. Nichts darf vergessen werden und trotzdem soll er nicht schwerer als 21 Kilo sein. Das neue Tablet muss noch mit, damit will sie den Kontakt zur Familie halten.

Erfolg hatte die Schülerin der Falkenseer Emanuel-Kant-Gesamtschule bei ihrer Recherche nach einer Förderung. Die Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) gewährt über ihre Stiftungen Teilstipendien für den Auslandsaufenthalt von Schülern. Gefördert werden Jugendliche, die sehr gute Leistungen aufweisen.

Teamfähigkeit, gutes Sozialverhalten und Fremdsprachenkenntnisse sind weitere Voraussetzungen. „Bildung ist das wertvollste Gut, das wir unseren Kindern und Jugendlichen für ihr Leben mitgeben können“, erläutert Andreas Schulz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. „Im Ausland können die jungen Stipendiaten nicht nur ihre Sprachkenntnisse erweitern und vervollkommnen, sondern sie erhalten auch einen tiefen Einblick in andere Kulturen. Dies weitet ihren Blick und bildet die beste Grundlage für Toleranz und Weltoffenheit.“

„Genau am 24. Dezember war die Zusage von der Sparkasse bei uns im Briefkasten. Das war schon cool“, erzählt Lisamarie. Doch da war dann auch noch ein Moment des Zögerns und die Mutter, die immer gesagt hatte „ich unterstütze dich“, fragte nun: „Willst du es wirklich tun?“. Sie will und Mutter Marika Bagdadjan sagt: „Lisamarie hat Ziele für die Zukunft, sie geht ihren Weg und macht, was sie sich vorgenommen hat.“ (Text/Foto: Bolko Bouché)

Info: Die Stiftung finanziert Schülern die Programmkosten für ein Auslandsjahr mit 50 Prozent, maximal 3.000 Euro. Für das Schuljahr 2015/2016 können noch bis zum 15. September die Bewerbungen eingereicht werden. Informationen und Bewerbungsformular: www.mbs.de/Überuns/Förderengagement

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