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30.09.2014

Baumschule Nauen

botanik1Wenn es darum geht, den Garten aufzurüsten und neue Pflanzen und Bäume einzukaufen, dann lohnt es sich, die Baumschulen Nauen gleich in der Nachbarschaft aufzusuchen. Vor der Wende wirtschaftete hier die 1. Gärtnerische Produktionsgenossenschaft (GPG Nauen) mit 440 Mitarbeitern, um die ganze Obstbauregion Werder mit neuen Pflanzen zu versorgen.

(WERBUNG) Nach der Wende hat Immo Hohbohm (74) als Senior die Anlage übernommen; sein Sohn Sören (33) ist auch mit an Bord. Heute kümmern sich nur noch sieben junge ausgebildete Fachkräfte um eine Fläche von 18 Hektar, von der zurzeit 8 Hektar bewirtschaftet werden. Das alte Knowhow ist dabei nicht verloren gegangen: Die Baumschulen Nauen GmbH ist spezialisiert auf Obstbäume und andere Gehölze, die oft für große externe Baumschulen angezogen werden. Um die 5.000 Obstbäume werden jährlich produziert.

Aber auch die Privatnutzer und Gartenbesitzer sind vor Ort herzlich willkommen. Auf einem halben Hektar Verkaufsfläche findet sich alles, was das Herz begehrt: Neben Obstbäumen aller Art kann der Besucher auch Wildsträucher, Ziersträucher, Heckenpflanzen, Koniferen, Solitärpflanzen, Nadelgehölze, Kletterpflanzen und Rosen einkaufen.

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Die Pflanzen vor Ort sind kräftig, groß, gepflegt und stehen in vollem Saft. Wer sich hier umsieht, entdeckt Schmetterlingsflieder in verschiedenen Farben, die von Faltern aller Art umschwärmt werden, bunte Hortensien oder Maulbeerbüsche, deren Früchte man wie Brombeeren von den Zweigen naschen kann.

Sören Hohbohm: „Unsere Böden sind Brandenburger Durchschnitt. Wir haben hier den typischen märkischen Sandboden. Das bedeutet, dass Pflanzen, die von unseren Flächen kommen, auch beim Kunden sehr gut anwachsen, weil sie bereits im hiesigen Boden angezogen worden sind. Hinzu kommt, dass unsere Pflanzen an den Winter gewöhnt sind, weil sie bereits mehrere Jahre bei uns kultiviert wurden.“

Senior Hohbohm bringt 50 Jahre Berufserfahrung vor allem in Sachen Obst mit. So ist es kein Wunder, dass die Baumschule Nauen in diesem Bereich besonders stark aufgestellt ist. Es gibt unzählige Variationen der Aprikose, Quitte, Kirsche oder Pflaume, darunter aber auch viele alte Apfelsorten, die schon fast in Vergessenheit geraten sind.

Margarethe Beythien (34) führt uns durch das Gelände und erklärt: „Viele moderne Apfelsorten sind für die industrielle Produktion gezüchtet. Solche Apfelsorten sind für den eigenen Garten ungeeignet. Da sind die alten, robusten Sorten viel besser und auch schöner. Hier gibt es auch so viele tolle Geschmackssorten, etwa helle zitronige Äpfel oder rote, die nach Zimt schmecken.“

Eine Spezialität der Obstbaumexperten: Aus alt mach neu. Wer in seinem Garten einen Apfelbaum hat, der langsam dem Alter geschuldet abstirbt, oder der auf dem freien Feld oder bei Freunden im Garten einen Obstbaum vorfindet, der total leckere Früchte trägt, der kann sich eine neue Veredelung „machen“ lassen.

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Sören Hohbohm: „Viele Stein- und Kernobstsorten kann man nicht über Aussaaten vermehren. Wer einen Pflaumen- oder Kirschkern auspflanzt, bekommt mitunter einen völlig anderen Baum, als er eigentlich haben wollte. Wir machen das anders. Wer uns von seinem Wunschbaum im Januar oder Februar einige Wasserschösser-Triebe (Reiser) bringt, die wenigstens ein Jahr alt sind und einen Durchmesser von 6 bis 8 Millimetern aufweisen, dem veredeln wir diese Triebe auf einer ausgesuchten Baumunterlage und ziehen die resultierende Pflanze bei uns bis zu einer Höhe von 1,50 Metern heran.“

Im September können die neuen Pflanzen abgeholt und im eigenen Garten eingesetzt werden. Dank dieser Methode ist es sogar möglich, bis zu vier Apfelsorten auf einem einzelnen Baum zu veredeln. Dann lassen sich schon bald Äpfel in verschiedenen Geschmacksrichtungen und auch in unterschiedlichen Farben von einem einzelnen Baum ernten. Margarethe Beythien: „Das ist eine unserer Spezialitäten.“

Am 18. September wird das Unternehmen auf dem „Ribbecker Birnenfest“ auf Schloss Ribbeck präsent sein. Am 11. und 12. Oktober veranstaltet die Baumschule selbst das „Große Apfelfest“. Hier kann man 60 Apfel- und 40 Birnensorten naschen – und kostenfrei vom Experten seine eigenen Obstsorten bestimmen lassen. (Text/Fotos:CS)

Info: Baumschulen Nauen GmbH, Am Kuhdamm 3, 14641 Nauen, Tel.: 03321/453114, www.baumschulen-nauen.de

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