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22.12.2016

Der Malspielort in Brieselang

Der Malspielort in Brieselang

Ein zwanzig Quadratmeter großer Raum ohne Fenster. Die Wände sind von oben bis unten bemalt. In der Mitte des Raums steht eine schmale Bank, auf der 18 Farbtöpfe platziert sind. Die Pinsel liegen direkt daneben. Man bekommt sofort Lust darauf, zum Pinsel zu greifen und Farbe an die Wand zu klatschen.

Conny Röth (55) stammt aus München. Seit sieben Jahren lebt sie in Falkensee; sie ist ihrem Mann gefolgt, der aus beruflichen Gründen in den Berliner Raum ziehen musste. Sie liebt es, sich kreativ zu betätigen und hier auch ehrenamtlich Impulse zu geben. Ganz in diesem Sinn liebt sie das Künstler-Netzwerk „Made in Falkensee“ – und engagiert sich nun auch selbst mit ihrem „Malspielort“, der in den Räumlichkeiten des Brieselanger Vereins Agora e.V. ein neues Hause gefunden hat.

Conny Röth: „Es ist mir ein Herzenswunsch, den Menschen wieder ihre Kreativität zurückzugeben. Ich möchte einen Raum schaffen, in dem meine Gäste malen können, ohne dass ich ihnen eine Aufgabe stelle, ohne dass es darum geht, Leistung zu zeigen, und ohne Bewertung am Ende. Das fällt sehr vielen von uns sehr schwer, weil wir verlernt haben, etwas ohne Ziel und ohne Belohnung zu tun. Es ist aber unglaublich befreiend, einfach einmal zu schauen, wohin der ureigene kreative Fluß einen führt. Das derart befreite Malen hat regelrecht meditative Wirkung. Kinder entwickeln oft im Alltag mehr Selbstvertrauen, wenn wenigstens beim Malen einmal niemand an ihnen herumkritisiert.“

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Und so funktioniert der Malspielort. Wer zu den fest vorgegebenen Zeiten vorbeischaut, bekommt ein weißes Blatt, das an die Wand geheftet wird – am besten direkt in Augenhöhe. Anschließend wird gemalt, wobei Conny Röth nur eine „dienende Rolle“ hat: „Im Stehen malt es sich besser als im Sitzen. Und in der Gruppe funktioniert der kreative Fluß noch besser, weil auch ein Malspiel Spielkameraden erfordert. Zu mir kommen Kinder ab drei Jahren, die kaum einen Stift halten können, und Erwachsene, die so alt sind, dass sie kaum noch laufen können. Gemeinsam haben sie viel Spaß am Malen. Die Bilder, die so entstehen, bleiben übrigens immer im Malspielort, denn zum Malspiel gehört es auch, am Ende loszulassen und die eigenen Bilder vor fremder Beurteilung zu schützen.“

Zum Malspiel lädt Conny Roth am Freitag von 16 bis 17:30 Uhr ein – und alle 14 Tage auch am Samstag. 15 Euro kostet die Malstunde, Agora-Mitglieder kommen günstiger an die Pinsel. Am 29. Oktober gibt es vor Ort im Brieselanger Forstweg 1 ab 15 Uhr eine Infoveranstaltung. Die ersten zwölf Besucher dürfen anschließend kostenfrei am Malspiel (www.facebook.com/malspielort/) teilnehmen. (Fotos / Text: CS)

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