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26.12.2016

Wildpferd aus Döberitzer Heide in großer Mission – Przewalski-Hengst soll in China für Nachwuchs sorgen

Wildpferd aus Döberitzer Heide in großer Mission – Przewalski-Hengst soll in China für Nachwuchs sorgen

Am 21. Dezember 2016 hat der anderthalbjährige Przewalski-Hengst „Heirat“ aus Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide bei Berlin seine Reise nach China angetreten. Er ergänzt ab dem kommenden Jahr die Junghengstgruppe im Wild Horse Breeding Centre (WHBC) im nordchinesischen Jimsar. Der 2015 im Schaugehege der Heinz Sielmann Stiftung geborene Hengst ist vom Europäischen Zuchterhaltungsprogramm (EEP) ausgewählt worden, zur Blutauffrischung in der Pferdeherde am Rande des Kalameili-Naturreservats beizutragen.

„Heirat ist ein prächtiges Exemplar seiner Art und bringt die genetisch dringend notwendige Auffrischung in die Herde des WHBC in Jimsar“, erklärt Peter Nitschke, Projektleiter von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide. Die Mutter des ausgewählten Hengstes ist die in der Döberitzer Heide geborene Przewalski-Stute Heidi, Vater ist der Hengst Xarim, der seit 2014 im Schaugehege für Nachwuchs sorgte.

Dr. Lydia Kolter, Direktorin des Kölner Zoos und Betreuerin des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms, hatte den Hengst aufgrund seiner genetischen Voraussetzungen für das Wiederansiedlungsprojekt empfohlen. Der Hengst hat zu den Tieren im Norden Chinas eine vergleichsweise große genetische Distanz, obwohl alle Przewalski-Pferde von demselben Grundstock von gerade einmal zwölf Tieren abstammen.

Reise über Prag
Zunächst reist „Heirat“ in eine Außenstelle des Prager Zoos, wo er in einem Sammelgehege mit weiteren Przewalski-Pferden auf den Transport nach China vorbereitet wird. Mit dem anderthalbjährigen Hengst „Heirat” wurde nun zum fünften Mal ein Przewalski-Pferd aus Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide ausgewählt.

„Wir freuen uns sehr darüber, denn es zeigt, wie sehr unser Beitrag zum Schutz der letzten Wildpferdeart inzwischen Früchte trägt“, so Projektleiter Peter Nitschke. Ab Frühsommer 2017 soll der robus­te Hengst mit gesunden Nachkommen zum Überleben der letzten Przewalski-Pferde beitragen. (Text: Heinz Sielmann Stiftung)

Das Foto zeigt den Junghengst „Heirat“ in der Döberitzer Heide.
Copyright Foto: Heinz Sielmann Stiftung, Fotografin: Tanja M. Marotzke

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