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30.07.2017

Falkensee & Dallgow-Döberitz: Das Osterfeuer brennt

Falkensee & Dallgow-Döberitz: Das Osterfeuer brennt

Der Wettergott meinte es zu Ostern nicht besonders gut mit allen Outdoor-Aktivitäten. Heiko Richter hatte am Veranstaltungsort Falkensee ein bisschen Glück: Die letzte Regenhusche ging am Ostersamstag kurz vor 16 Uhr über den ersten Besuchern seines Osterfeuers nieder, danach klarte das Wetter deutlich auf.

Und so durften sich die Kinder darüber freuen, dass Heiko und seine Frau Dani einmal mehr prall gefüllte Tüten mit Oster-Leckereien im nahen Wäldchen der Freifläche am alten Fischerweg versteckten: Nach dem Startschuss um 16:30 Uhr rannten die Kinder auch schon dicht an dicht durch das Unterholz, um die mit Sponsorenhilfe gefüllten Tüten zu finden. Für die Kinder gab es rund um das Osterfeuer-Event auch noch viele weitere Attraktionen, so etwa eine Riesenrutsche, ein kleines Karussel, ein Kinderschminken, einen Bungee-Trampolin und Kinder-Quads.

Die Erwachsenen fanden sich derweil an den Bierständen ein – und am Grill, der traditionell von der Falkenseer Feuerwehr und vom Förderverein besetzt wurde. Neben Würstchen vom Grill gab es hier natürlich auch wieder deftige Erbsensuppe aus der Feldküche. Auf dem Gelände konnte man es sich aber auch am Crepe-Stand, an einem Süßigkeitenwagen oder am Coffee Bike gut gehen lassen. Auf der mobilen Bühne sorgte Karl­son Akustics für Live-Musik. Zwischen den Gigs kümmerten sich DJ Andy and Friends um die Musik zum Osterfeuer.

Die frühe Uhrzeit erlaubte es den zahlreichen Besuchern, sich im Hellen schon von weitem zu erkennen. So fanden sich schnell Freunde und Bekannte zusammen, die sich mitunter über den Winter nicht gesehen hatten – zum Schwätzchen beim Bier und bei einer heißen Wurst im Brötchen.

Die Feuerwehr unternahm derweil allerlei Anstrengungen, um das nasse Holz in Brand zu setzen. Das Osterfeuer bestand in Falkensee aus aufgeschichteten Paletten, über die jede Menge Tannengrün gestapelt wurde. Unter großer Rauchentwicklung brannte das Feuer schließlich – und das bis weit nach Mitternacht. Ein großes Thema unter den Besuchern: Das drohende Ende des Schrääg rübers. Jeder hatte eine eigene Theorie zum Schocker des Jahres – und DJ Andy sammelte weiter Unterschriften für eine Falkenseer Petition zum Weiterbestehen des Schräägs.

Das zweite große Osterfeuer der Region wurde in Dallgow-Döberitz angezündet – am Ostersonntag auf dem Reitsportpark Dallgow. Rainer J. Bruns hatte bereits zum dritten Mal in Folge ein gewaltiges Ei errichten lassen, das in einem Nest aus Reisig und Tannengrün thronte: „Die Idee, ein großes Oster-Ei aus Holz zu erstellen und es bei einem Osterfeuer abzubrennen, kam mir beim Betrachten der gesteckten Holz-Skulpturen des Brandenburger Landart-Künstlers Christian Klix.“ Das aktuelle Holzei wurde allerdings von Richard Melchior errichtet – einem Pianisten, Musiker und Künstler aus Luckenwalde. Zusammen mit Mitarbeitern des Restaurants Carotte hat er das Holzei an zwei Wochenenden aufgebaut. Es wurde komplett aus Fichtenholz-Schwarten und Rubinien-Schalbrettern zusammengesteckt.

Während Dallgow in den letzten Jahren immer sehr viel Glück mit dem Wetter hatte, wurde es dieses Mal sehr feucht. Ab 19 Uhr hatten die Bierwagen geöffnet und brutzelten die Steaks auf dem Grill. Um 20:15 Uhr sollte das Osterfeuer nach dem Einsetzen der Dunkelheit angezündet werden. Kurz nach 20 Uhr ging aber noch einmal eine ordentliche Schütte mit Eisgraupel über den Wartenden nieder. Anschließend fiel es den Verantwortlichen nicht leicht, das Feuer zu entfachen. Erst nach 21.30 Uhr griffen die Feuerzungen vom „Nest“ auf das „Ei“ über.

Das kalte, nasse Wetter bildete keinen schönen Abschied für das Dallgower Osterfeuer, denn es wird wohl das letzte vom Veranstalter und am Standort gewesen sein. Rainer J. Bruns: „Das Osterfeuer kommt sehr gut bei den Besuchern an. Man sieht es ja auch an den starken Besucherzahlen. Natürlich kann man es nie allen Besuchern Recht machen: Die einen wollen, dass wir bereits nachmittags oder im Hellen anfangen und das Ei entzünden, damit ihre Kinder etwas davon haben und trotzdem früh ins Bett kommen. Andere wollen laute Disco-Musik dazu hören und ein Volksfest drumherum haben. Der vermeintliche Erfolg weckt bei vielen Begehrlichkeiten: Wir bekommen immer höhere Auflagen und Kosten seitens der Behörden und Feuerwehr aufgebrummt, jeder will verdienen und mehr Geld haben. Die Platzmiete ist extrem hoch in diesem Jahr, das Holz wird Jahr für Jahr teurer. Anfangs bekam man die Holzschwarten, die eigentlich Abfall sind, geschenkt. Musik können wir schon gleich gar nicht anbieten, da die GEMA dafür über zweitausend Euro verlangt. Bislang haben wir trotz der vielen Besucher jede Veranstaltung mit einem Verlust abgeschlossen. Darum wird es dieses Jahr wohl das letzte Mal gewesen sein, dass wir in Dallgow so ein Osterfeuer veranstalten.“ (Fotos / Text: CS)

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