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28.10.2017

Bienenfarm: Stearman & Friends

QUAX nennt sich der Verein zur Förderung von historischem Fluggerät e.V. Auf dem Flugplatz Bienenfarm bei Nauen unterhält der Verein einen eigenen Hangar. Hier haben die Piloten aus Berlin und Umgebung ihre wertvollen Oldtimer-Flugzeuge untergestellt. Um Ostern herum laden die Piloten gern die Bevölkerung zum Zuschauen beim Ausmotten ihrer Maschinen ein.

Viele Freunde der historischen Flugmaschinen finden dann gern den Weg auf die Bienenfarm, um den Oldtimern der Lüfte beim Starten und Landen zuzuschauen – das ist auch immer ein gelungener Anlass für sehenswerte Fotos.

Eine zweite Gelegenheit, die Oldtimer zu bestaunen, ergibt sich immer am ersten Juli-Wochenende, wenn es zum Treffen „Stearman & Friends“ kommt. Hier treffen sich Piloten aus ganz Deutschland, die eine Boeing Stearman fliegen. Dabei handelt es sich um Doppeldecker aus den 40er Jahren, die von den Amerikanern als Schulungsflugzeug eingesetzt wurden. Die Maschinen boten damals Platz für einen Fluglehrer und seinen Schüler. Mit einem 7-Zylinder-Stern-Motor und 220 PS schafften es die Maschinen bei vollem Tank und einem Maximaltempo von etwa 200 Stundenkilometern gut 400 Kilometer weit.

Alexander Stendel (Foto oben) besitzt eine gelbe Stearman von 1943, die auf dem QUAX-Standort auf der Bienenfarm untergestellt ist. Mit ihr fliegt er etwa 20 bis 50 Stunden im Jahr: „Auf jede Stunde in der Luft kommen aber zehn am Boden, die wir Piloten mit Wartung, Reparieren und Schrauben verbringen.“

Stendel: „Unser Stearman & Friends Treffen im Juli mussten wir wegen des Jahrhundertregens leider absagen. Zum Nachholtermin am 11. bis 13. August waren 25 Flugzeuge aus ganz Deutschland angemeldet. Neben weiteren Stearman-Maschinen haben wir so auch drei North-American T-6 erwartet. Am Ende kamen nur drei Piloten bei uns an, einer aus Paderborn und zwei aus der Nähe von Frankfurt.“

Das gesamte Treffen der Oldtimer-Piloten war damit ins Wasser gefallen, dabei strahlte den gesamten Sonntag über die Sonne vom Himmel. Alexander Stendel: „Das Problem war, dass überall in Deutschland die Rasen-Pisten so aufgeweicht waren, dass sich die Räder der Flugzeuge in den Matsch bohrten. Über den Mittelgebirgen hing die Wolken- und Regendecken außerdem so tief, dass die Piloten nicht auf Sicht fliegen konnten – weder über dem Thüringer Wald noch über dem Harz. Und da wir bei unseren Doppeldeckern zumindest mit den Köpfen im Freien sitzen, ist eine Anreise im strömenden Regen auch nicht besonders angenehm.“

Die Besucher, die sich auf das Event gefreut hatten, konnten dafür die anwesenden lokalen QUAX-Piloten befragen – und eine größere Anzahl amerikanischer Oldtimer-Autos bestaunen, deren Fahrer das Wochenende ebenfalls für ein Treffen auf der Bienenfarm auserkoren hatten.

Alexander Stendel: „Dass unser Stearman-Treffen so ins Wasser gefallen ist, das hatten wir noch nie. Und dass nun sogar der Nachholtermin wegen Regen geplatzt ist, ist ganz großes Pech.“ (Text/Fotos: CS)

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