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30.10.2017

Kino-Filmkritik: Thor – Tag der Entscheidung

Die Thor-Filme haben es im Marvel-Universum nicht leicht. Die meisten Zuschauer haben es nicht so mit der Mythologie und freuen sich eher über lustige Superhelden in bunten Unterhosen. Nachdem der zweite Thor-Film in der Gunst der Fans nicht eben für laute Hurra-Rufe gesorgt hat, kommt der dritte Teil nun in einer völlig anderen Tonlage daher.

„Thor – Tag der Entscheidung“ ist ein lustig-bunt-greller Funstreifen voller Klamauk, der die Götter-Mythologie durch Science-Fiction ersetzt und sehr an „Guardians of the Galaxy“ erinnert – wie kurios man das auch finden mag.

Im neuen Streifen zwingt Thor (Chris Hemsworth) seinen Halbbruder Loki (Tom Hiddleston) dazu, Odin (Anthony Hopkins) nachzuspüren, den Loki in einem irdischen Altersheim geparkt hat. Doch die Familienzusammenkunft bekommt unerwarteten Zuwachs: Hella (Cate Blanchett) taucht auf. Die Göttin des Todes – Odins Tochter, von der niemand etwas wusste. Hella strebt nach der ultimativen Macht.

Im Kampf, der auch auf der Bifröst-Brücke nach Asgard entbrennt, fallen Thor und Loki ins Nichts – und landen auf dem bunten Müll-Planeten Sakaar. Hier herrscht der skurrile Grandmaster (Jeff Goldblum), der neue Kämpfer für seine intergalaktische Arena sucht. Thor muss kämpfen – und trifft auf den grünen Hulk.

Regisseur Taika Waititi nimmt sich zwei Stunden und zehn Minuten lang Zeit, um einen irren Road-Trip durch die Galaxis zu inszenieren. Dabei bleibt immer wieder Zeit, um alte Bekannte wie etwa Dr. Strange (Benedict Cumberbach) mit in das Geschehen einzubauen, das einmal mehr wie ein großes Marvel-Klassentreffen wirkt.

Fakt ist: „Thor 3“ ist sehr, sehr lustig. Es gibt wunderbare Gags, eine irre Situa­tionskomik, völlig überraschende Wendungen und tolle Dialoge. Fast erscheint es so, als könne „Thor 3“ in Sachen Humor mit den „Guardians of the Galavy“ mithalten. Chris Hemsworth beweist ein super Timing in seinem Schauspiel und lässt keinen Gag ins Leere laufen. Der heimliche Komik-Held des Films ist aber Jeff Goldblum, der seinen Grandmaster herrlich selbstverliebt und der Wirklichkeit entrückt anlegt.

Das große Problem ist nur, dass auf der irren Hetzjagd nach Pointen die Würde von Asgard und den Göttern komplett auf der Strecke bleibt. Hier opfert man eine jahrhundertealte Mythologie für den schnellen Witz. Das sorgt dafür, dass die eigentliche Geschichte keine wirkliche Wirkung mehr zeigt und es dem Zuschauer schon bald herzlich egal ist, was mit Asgard und den Göttern passiert. (CS / Bild: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany)

Tipp: 4 von 5 Sternen
FSK: ab 12 Jahren
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=emh_BVukMgk

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