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30.10.2017

Neue chirurgische Praxis im MDZ Nauen: Beim Proktologen

Es gibt ein neues medizinisches Angebot am MDZ, Standort Nauen. Dr. med Johannes Diermann (60) stammt aus Paderborn, hat über 20 Jahre in Berlin gearbeitet und ist vom Marien-Krankenhaus nach Nauen gewechselt. Seit dem 4. September leitet er die Chirurgische Praxis im „alten Krankenhaus“ in der Ketziner Straße 20 – nur ein paar Schritte von den Havelland Kliniken entfernt. (ANZEIGE)

In seiner Praxis beschäftigt sich Dr. Diermann vor allem mit der „Eingeweide-Chirurgie“: „Ich kümmere mich um alle Organe aus dem Bauchraum, also auch um die Nieren, die Bauchspeicheldrüse und den Darm. Ich behandele aber auch Leisten- und Narbenbrüche, operiere Phimosen bei Kindern und Erwachsenen, bin Gefäßchirurg und operiere Hauterkrankungen aller Art. Mein Spezialgebiet ist die Proktologie. Hier setze ich auf moderne und minimal-invasive Behandlungsmethoden.“

Das große Problem bei allen Erkrankungen rund um den „Popo“ ist, dass viele Menschen erst dann zum Arzt gehen, wenn es gar nicht mehr anders geht. Dr. Diermann: „Oft kommen die Patienten erst dann, wenn die gesamte Kloschüssel voller Blut ist. In 90 Prozent aller Fälle, die wir behandeln, geht es um Hämorrhoiden und Analfissuren, nur in zehn Prozent um bösartige Geschwüre. Oft rühren die Hämorrhoiden daher, dass wir viel zu viel sitzen. Oder weil wir nicht sofort auf die Toilette gehen, wenn wir müssen, sondern das Geschäft herauszögern. Wichtig ist: Entdeckt man Blut oder sehr viel Schleim am Klopapier, sollte man sofort zum Arzt gehen.“

Die Anbindung der Praxis an das Medizinische Dienstleistungszentrum Havelland hat den großen Vorteil, dass der Proktologe direkt mit dem benachbarten Krankenhaus zusammenarbeitet und bei größeren Operationen sofort den Draht zu den behandelnden Ärzten hat und den Patienten auch auf diesem Weg begleiten kann: „Die Praxis selbst erlaubt es mir aber auch, sehr nah am Patienten zu sein und mehr Zeit mit ihm zu verbringen, was mir sehr wichtig ist.“

Kuriose Fälle gibt es in der Praxis zur Genüge, etwa die Behandlung der Steißbeinfistel, von den amerikanischen GIs im 2. Weltkrieg auch „Jeep Desease“ genannt. Vom Sitzen auf hartem Untergrund brechen am Hinterteil Haare ab und wachsen dann nach innen, wo es zu schwer eiternden Entzündungen kommt, die zum Teil durch die Hose suppen. Dr. Diermann: „Früher war das eine umfangreiche Operation. Heute macht man das minimalinvasiv, sodass der Patient schnell wieder in seinen Alltag durchstarten kann.“

Die neue Praxis wurde umfassend mit moderner Gerätschaft ausgestattet. Für die Ultraschall-Untersuchungen gibt es ein neues Sonogerät im Wert eines Kleinwagens. Und nebenan steht ein proktologischer Stuhl, der an die Stühle beim Frauenarzt erinnert, und eine umfassende Untersuchung des Hinterns erlaubt. (Text / Fotos: CS)

Info: Medizinisches Dienstleistungszentrum Havelland GmbH, Praxis für Chirurgie, Dr. med. Johannes Diermann, Ketziner Straße 20, 14641 Nauen, www.havelland-kliniken.de

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