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25.05.2018

Großer Fahrrad-Check in Falkensee

Großer Fahrrad-Check in Falkensee

Die Interessengemeinschaft Falkensee (IGF, www.ig-falkensee.de) besteht aus vielen Gewerbetreibenden der Stadt. Bislang hat die IGF das Stadtfest organisiert und den Weihnachtsbaum auf dem Vorplatz der alten Stadthalle aufgestellt. Im laufenden Jahr möchte man gern ein wenig mehr Präsenz zeigen. Und so lud die IGF am 14. April zum allerersten Mal zu einem kostenlosen „Fahrrad-Check“ ein. Aus dieser Aktion soll nun ein jährlich wiederkehrendes Event werden.

Auf dem Gelände der KÜS vom Sachverständigen Zentrum Berlin-Brandenburg in der Falkenhagener Straße 8 in Falkensee wurde die Zentrale aufgebaut. Kinder, Erwachsene, Senioren – sie alle waren eingeladen, mit ihren Fahrrädern vorbeizuschauen, um das Rad „fit für die Saison zu machen – für sichere Straßen.“

Wer einen Eigentumsnachweis und seinen Ausweis mitgebracht hatte, konnte zunächst das Büro der KÜS aufsuchen. Dort hatte die Falkenseer Polizeioberkommisarin Sandra Pokorny den Computer der Firma mit Beschlag belegt. Auf der Homepage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC, www.adfc.de) konnte die Polizistin einen indivduellen Code für jeden Radbesitzer generieren lassen. Dieser Code besteht aus einer Ziffernfolge und verschlüsselt für Außenstehende nicht nachvollziehbar den Namen des Besitzers, seine Straße, seinen Wohnort und das Jahr. Sandra Pokorny: „Meinem Sohn wurde auch schon das Fahrrad geklaut. Ich helfe hier sehr gern.“

Gleich um die Ecke standen vier Polizeikollegen bereit, um den jeweiligen Code auf den Metallrahmen der Fahrräder zu übertragen. Dabei kam eine kleine Maschine zum Einsatz, die sich auf den Rahmen setzen ließ und die dann die Ziffern bis zu zwei Millimeter tief in das Metall treibt. Am Ende kam um die Ziffern auch noch ein leuchtender Aufkleber, auf dem steht: „Finger weg. Mein Rad ist kodiert.“

Juliane Gansen aus Schönwalde ließ sich ihr Fahrrad gern kodieren: „Bei meinem e-Bike handelt es sich um eine größere finanzielle Anschaffung. Jetzt fühle ich mich damit etwas sicherer. Wenn die Polizei so etwas Tolles schon anbietet, dann muss man das doch nutzen.“

Kriminalhauptmeisterin Christina Geyer: „Der Code kann einen Diebstahl leider nicht verhindern. Das Fahrrad wird aber für den Dieb weniger attraktiv. Es ist schließlich nicht sehr leicht, die Nummernfolge wieder aus dem Rahmen herauszufräsen. Und ein Dieb, den wir mit dem Rad erwischen, kann sich angesichts des Codes nicht mehr herausreden. Auf diese Weise werden wir präventiv tätig. Zurzeit werden aber auch nicht mehr ganz so viele Fahrräder gestohlen. Die Diebe konzentrieren sich zurzeit auf Diebstähle aus dem Auto. Oder sie stehlen gleich das gesamte KFZ.“

Die KÜS selbst steuerte einen kostenlosen Fahrradcheck zum Angebot bei. Vanessa Günther: „Wir überprüfen die Reflektoren, den Dynamo, die Bremsen, die Lichter und die Klingel. Die meisten Räder waren ohne Beanstandung. Oft fehlte nur Luft auf den Reifen. Auch die Kette hing oft durch.“

Alle Freiwilligen, die den Fahrradcheck ohne Beanstandungen absolvieren konnten, erhielten einen Fahrradpass und einen kreisrunden Aufkleber mit einer Jahreszahl – wie eine Art TÜV-Plakette für‘s Fahrrad.

Wurden kleine Mängel an den Rädern festgestellt, so übernahm das Team vom Fahrradland Raoul Marschke sofort die anstehenden Reparaturen. Marschke: „Wenn etwas kaputt ist, dann helfen wir gern. Vor allem mit den Bremsen ist nicht zu spaßen, da ist es wichtig, dass sie richtig funktionieren. Man kann es sich leider nicht ausdenken, mit was für Rädern die Kinder auf unseren Straßen unterwegs sind.“

Gerade für den Nachwuchs gab es vor Ort auch einen Fahrrad-Parcours, auf dem sie ihre Künste zeigen konnten. Am Ende erhielten sie eine dekorative Urkunde.

Mike Ziesemer von der KÜS stand am Grill und servierte heiße Würstchen: „Wir sind hier ein Kompetenzzentrum für Verkehrssicherheit und das schließt auch die Fahrräder mit ein. Wir haben früher traditionell etwas zum Saisonauftakt für die Schulen getan. Das wollen wir wieder aufleben lassen.“

Heiko Richter von der IGF freute sich über viele neugierige Besucher: „Die Fahrradzeit beginnt jetzt wieder und die Fahrräder gerade der Kinder müssen sicher sein. Wir freuen uns, dass die Polizei bei unserer geplanten Aktion sofort zugesagt hat und mit im Boot war. Alle Erlöse dieses Tages werden übrigens gespendet. Wir denken, dass das Geld entweder dem Saftladen oder dem Johannes-R.-Becher-Haus zugute kommen wird.“ (Fotos / Text: CS)

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