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27.06.2018

Falkensee – Bachstelzenstraße: 83 Prozent der Bäume können erhalten werden

Falkensee – Bachstelzenstraße: 83 Prozent der Bäume können erhalten werden

Im Zuge des Anliegerstraßenbaus in der Bachstelzenstraße mussten Bäume gefällt werden. Bereits in der Planungsphase zeichnete sich ab, dass mindestens zwei Bäume aufgrund ihrer schlechten Vitalität gefällt werden müssen. Bei den 86 im Baufeld verbliebenen Bäumen standen einige im Näherungsbereich von Zufahrten, deren Erhalt im Zusammenhang mit der Anordnung und der Gestaltung der Zufahrten noch zu prüfen war.

Aufgrund erwarteter Probleme mit Haltewurzeln im geplanten Gehwegbereich wurde zunächst der Überlegung nachgegangen, den Gehweg weitgehend an die Fahrbahn anzulagern. Das hätte aber einer Einseitneigung der Fahrbahn oder größerer Längsneigung bedurft, um die Fahrbahnentwässerung sicherzustellen. Bei der detaillierten Höhenbearbeitung im Zuge der Ausführungsplanung stellte sich jedoch heraus, dass das aufgrund bestehender Zwangshöhen an den angrenzenden Grundstücken zu erheblichen Abträgen im Bereich der Haltewurzeln der östlichen Baumreihe geführt hätte. So wurde die Entscheidung zu einem Dachprofil mit beidseitigen Mulden und abgesetztem Gehweg getroffen. Dies erforderte jedoch die Fällung von zwei weiteren Bäumen.

Um auf absehbare Probleme im Wurzelbereich reagieren zu können, wurden im Leistungsverzeichnis verschiedene technische Alternativen, wie beispielsweise der Ersatz von Kantensteinen durch Winkelborde, um den Gehweg näher am Grundstück führen zu können, oder die Minimierung des Deckenaufbaus durch den Einsatz des Wurzelschutzsystems TTE, einem wassergebundenen Wegeaufbau berücksichtigt.

Entsprechend des Baufortschritts fanden und finden erdbaubegleitende Begehungen mit dem Fachbereich Grünflächen und der Bauleitung statt, bei denen Konfliktbereiche gemeinsam begutachtet und Lösungen festgelegt werden. Nach etwa zwei Dritteln der Baustrecke sind dabei bislang etwa 45 Bäume nach folgenden Minimierungsansätzen gesondert untersucht worden:

Dabei werden geprüft:

· Genügen einfache Wurzelschutzmaßnahmen, um eine Überbauung zu ermöglichen?
Das ist in zwei Fällen erfolgt.
· Ist eine Gradientenanhebung möglich, um eine Überbauung zu realisieren?
Das wurde für drei Fälle festgelegt.
· Helfen Gehwegverschwenkungen?
An sechs Bäumen wurde der Gehweg verschwenkt.
· Helfen Veränderungen in der Zufahrtsgeometrie?
Für zwei Zufahrten wurden Veränderungen festgelegt.
· Sind punktuelle Einengungen möglich?
Diese sind an sieben Stellen vorgesehen, davon fünfmal im Fahrbahnbereich.
· Alternativer Aufbau in TTE Bauweise?
Dies wurde bislang an 12 Bäumen vorgesehen.
· Reduzierung auf eine wassergebundene Decke?
Dies ist in zwei Teilabschnitten erfolgt.

An manchen Bäumen ist auch eine Kombination mehrerer Maßnahmen erfolgt. In einem Fall konnte ein Anlieger überzeugt werden, auf eine zweite Zufahrt zu verzichten, um Bäume zu erhalten. Ein Fall ist noch vakant. Nach Auffassung des Planungsbüros erscheint eine Verschiebung der Zufahrt mit vergleichsweise geringem Aufwand möglich. Hier besteht noch Klärungsbedarf.

Die Stadt Falkensee möchte an dieser Stelle betonen, dass das Stellen eines Fällantrages immer die letzte Option ist. Im Ergebnis der beschriebenen Vorgehensweise hat sich jedoch die Zahl der notwendigen Fällungen auf insgesamt 14 erhöht. Vier der Fällungen sind zu 100 Prozent zufahrtsbedingt. Von den übrigen Fällungen sind sechs Bäume betroffen, die bereits erhebliche Vitalitätsdefizite aufwiesen. Rund 83 Prozent des Baumbestandes in der Bachstelzenstraße konnten bislang gehalten werden. (Text: Stadt Falkensee)

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