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02.07.2018

Nauen auf Rollen und x up – etwas für die Augen und Ohren

Nauen auf Rollen und x up – etwas für die Augen und Ohren

Gleich zwei Veranstaltungen gab es am Samstag auf dem Nauener Skate- und BMX-Park SUB in der Robert-Bosch-Straße. Für Jugendliche ausgerichtet, fand das temporeiche Doppelevent vor allem am Abend mit dem Festival x up/ Music art wheels großen Zuspruch auch bei Besuchern mittleren Alters.

Während man beim BMX-Action- und Graffiti-Kunst-Spektakel „Nauen auf Rollen“ beinahe schon von einem Klassiker der Nauener Sommerveranstaltungen sprechen kann, feierte x up Premiere und wurde vom Verein meilenreich organisiert. X up ist ein Ergebnis des Workshops „Macht’s auch selbst“, bei dem Jugendliche erstmals den Wunsch nach einer solchen Veranstaltung geäußert hatten. Der 15-jährige Ludwig Seyfarth aus Börnicke sagte am Abend über den Event: „Die Atmosphäre hier ist sehr entspannt, man trifft viele nette Leute “, sagte er. Am meisten beeindruckten ihn die vielen ehrenamtlich Tätigen, die diesen Tag stemmten. Bis zur Verlosung wolle er in jedem Fall hier bleiben, so der engagierte Teenager, der kurz zuvor im Jugendblasorchester der Musik- und Kunstschule Havelland mitspielte. Es gab einen bunten Mix aus Chansons, Jazz und populärer Musik.

Im Rahmen des Festivals hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich für die ersten Maßnahmen zu entscheiden, mit denen der Skate- und BMX-Park aufgewertet werden soll. „Die vier Favoriten sind der Bau einer Slackline-Anlage, die Errichtung einer Feuerstelle und der Bau von Bänken sowie Stufen zum Container, der bereits auf dem Gelände steht. Mindestens einer der Vorschläge soll schon 2018 – eventuell in den Sommerferien – realisiert werden“, sagte Nauens Jugendkoordinatorin Anne Gillwald-Leppin. Sie unterstrich zugleich, dass für die Umsetzung der Projekte weiterhin Sponsoren gesucht werden. „Der Lions Club Nauen hatte bereits den Container organisiert und finanziert“, sagte sie. Der Container stehe bereits auf dem SUB-Gelände. Er werde nach dem Umbau unter anderem als Wetterschutz dienen, so Gillwald-Leppin.

Bürgermeister Manuel Meger (LWN) besuchte beide Veranstaltungen mit seinem Sohn Pepe und ist überzeugt, dass man „mit den guten Geistern die bösen Geister vertreiben kann.“ Er spielte damit auf das Image des Skateparks an, das zwischenzeitlich gelitten hatte. „Das Engagement der Jugendlichen und der beteiligten Akteure hat mittlerweile eine große Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung überzeugen können“, sagte er. Den Festivalteil x up habe der Veranstalter meilenreich schließlich mit ehrenamtlicher Selbstbeteiligung in umgerechnet fünfstelliger Höhe maßgeblich unterstützt, lobte das Stadtoberhaupt.

Der abendliche Mix kam bei den Besuchern gut an. Die 15-jährige Lea-Josephin Fischer aus Nauen kommentierte: „Die Mischung macht’s“. Das Festival sei cool und die Musik auch fast wie die, die sie mit ihren Freundinnen zuhause höre. Und für Sabine Sandow (58), die beim Jugendhof in Berge arbeitet, sei wichtig, dass nicht nur größere Städte wie Falkensee seinen Bewohnern solche Festivals bieten können. „Und durch die verschiedenen Nationalitäten der Musiker wird den Jugendlichen verdeutlicht, dass es normal ist, mit verschiedenen Menschen zu leben“, sagte sie.

Die Johanniter haben gemeinsam mit ihren Partnern und der Stadt Nauen die Veranstaltung auf die Beine gestellt. Mit dabei war auch in diesem Jahr die Kreissportjugend Havelland, die die Kreisolympiade in BMX und Scooter unterstützt. Never enough – ein Skateshop aus Brandenburg an der Havel – richtete den Skate-Contest aus und übernahm die Moderation. Zudem kümmern sie sich gemeinsam mit dem Nauener Rapper Beluxe um die musikalische Untermalung der sportlichen Wettkämpfe.

Jugendclubleiterin Lisa Gentz von den Johannitern, hätte sich mehr Besucher erhofft. „Im Nachgang wollen wir an einem Runden Tisch eine Auswertung vornehmen, die dazu beitragen soll, die Organisationsarbeiten für nächstes Jahr zu verbessern“, sagte sie. Gleichwohl freue sie sich für die enorme Unterstützung seitens der Jugendlichen. (Foto/Text: Stadtverwaltung Nauen – Norbert Faltin)

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