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26.08.2018

1. FALKENSEE.aktuell Pétanque-Turnier: Kugelstoßen mal anders

1. FALKENSEE.aktuell  Pétanque-Turnier: Kugelstoßen mal anders

Öfter mal was Neues. In diesem Jahr lud FALKENSEE.aktuell zum allerersten Mal zu einem Pétanque-Turnier ein. Gespielt wurde das aus Frankreich importierte Match mit den schweren Metallkugeln in Schönwalde-Glien im Dorf – auf dem Gelände vom Kreativ e.V. in der Dorfstraße 7.

Reinhold Ehl: „Rund um die Theaterscheune gibt es bei uns vier turniertaugliche Pétanque-Bahnen, auf denen unser Verein an jedem Sonntag mit großer Begeisterung spielt.“

Über 20 Spieler aus Falkensee, Dallgow-Döberitz, Berlin-Spandau und Umgebung hatten sich für das Event angemeldet, um ohne Vorkenntnisse bei einem ebenso spannenden wie fröhlichen Amateurturnier mitzumischen. Die acht Teams wurden am 5. Mai um 12 Uhr in zwei Gruppen eingeteilt.

In jeder Gruppe spielte jedes Team gegen die übrigen Teams, sodass drei Spiele schon einmal garantiert waren. Dabei gewann stets die Mannschaft ihr Spiel, die zuerst 13 Punkte ergattern konnte. Bei jedem einzelnen Match, hier „Aufnahme“ genannt, konnten die Teams maximal sechs Punkte auf einmal einheimsen. Daraus folgt, dass wenigstens drei Aufnahmen nötig waren, um ein Spiel zu gewinnen und die geforderten 13 Punkte zu erreichen.

Pétanque wird wie folgt gespielt. Eine kleine Holzkugel, das „Schweinchen“, wird von einem der Spieler wenigstens sechs Meter weit auf die Sand- oder Schotterbahn geworfen. Die gleiche Mannschaft, die das Schweinchen geworfen hat, lässt nun auch die erste Metallkugel durch die Luft sausen. Anschließend ist die gegnerische Mannschaft an der Reihe. Sie muss eine eigene Kugel unbedingt näher an das Schweinchen heranbringen. Gelingt das, ist wieder die andere Mannschaft an der Reihe. Gelingt das aber nicht, muss die Mannschaft so lange weiter Kugeln werfen, bis die Aufgabe bewältigt wurde.

Punkte gibt es am Ende der Aufnahme immer nur für das Team, dessen Kugel näher am Schweinchen liegt. Je mehr Kugeln am Schweinchen liegen, ohne dass eine gegnerische Kugel näher platziert ist, umso mehr Punkte gibt es. Da jedes Team sechs Kugeln werfen kann, lassen sich demnach maximal sechs Punkte pro Aufnahme erzielen. Im Schnitt werden aber pro Aufnahme nur ein bis drei Punkte erreicht.

Es kam bei dem Amateurturnier zu überaus aufregenden Begegnungen auf den einzelnen Bahnen. Manche Teams wurden mit geschickt geworfenen Kugeln gedemütigt, rappelten sich wieder auf, warfen sich freundliche Beschimpfungen an den Kopf und hatten sehr viel Spaß auf der Jagd nach dem Siegerpokal. So manches eigentlich schon gewonnene Spiel drehte sich mit der letzten Kugel noch einmal! Und – sehr oft musste der Schiedsrichter das Messband hervorholen, um auf den Millimeter genau auszumessen, welche Kugel denn nun am nächsten am Schweinchen lag.

Nach der Gruppenphase sah das Punkte­-Ranking wie folgt aus:

Gruppe 1:
Platz 1 mit 36 Punkten: die Bären (Stephan Schulz und Annette Fischer)
Platz 2 mit 33 Punkten: die Füchse (Jörg Reinhardt, Susanne Ripke und Dietmar Fechner)
Platz 3 mit 31 Punkten: die Adler (Carsten und Tina Scheibe)
Platz 4 mit 22 Punkten: die Haie (Thomas Jacubeit und Sabine Kern)

Gruppe 2:
Platz 1 mit 39 Punkten: die Wölfe (Günther Mikolajewski, Katja Klostermann und Christian Thamm)
Platz 2 mit 36 Punkten: die Zebras (Jörg Springer, Philipp Schupp, Dierk Reiter)
Platz 3 mit 30 Punkten: die Tiger (Wolfgang und Bea Sellenthin, Angelika Bork)
Platz 4 mit 21 Punkten: die Löwen (Erik, Ann-Kristin & Vincent Ebeling)

Aus jeder Gruppe kamen die beiden punktbesten Spieler weiter. Nun spielte stets die erstplatzierte Mannschaft gegen das zweitplatzierte Team der anderen Gruppe. In dieser Phase des Turniers schenkten sich die Teams keinen einzigen Punkt: Jeder wollte unbedingt gewinnen. Die Spiele endeten wie folgt:

Viertelfinale Pétanque-Turnier:
Füchse : Haie – 13:6
Adler : Bären – 11:13
Wölfe : Tiger – 13:7
Zebras : Löwen – 13:4

In der Halbfinalrunde traten die Sieger der vier Begegnungen gegeneinander an.

Halbfinale Pétanque-Turnier:
Bären : Zebras – 13:11
Wölfe : Füchse – 7:13

Im Finale standen sich die Bären (Stephan Schulz und Annette Fischer) und die Füchse (Jörg Reinhardt, Susanne Ripke und Dietmar Fechner) gegenüber. Beide Teams gaben noch einmal alles, wurden von ihren Fans lautstark angefeuert und lieferten den Zuschauern ein würdiges Finale, bei dem es mehrfach hin und her ging, was die Führung anbelangte.

Am Ende setzten sich die Bären mit nur einem Punkt Vorsprung 13:12 durch und gewannen das Turnier.

Pétanque-Turnier finaler Stand:
Platz 1 – Bären
Platz 2 – Füchse
Platz 3 – Zebras
Platz 4 – Wölfe

Die Bären ließen sich nach dem Ende des Turniers noch von den „Profis“ aus dem Kreativ e.V., die jeden Sonntag auf den Hausbahnen spielen, zu einem finalen Spiel herausfordern.

Reinhold Ehl und Wolfgang Pintér zeigten hier allerdings gnadenlos ihre Klasse und schafften es, die „Amateure“ mit deutlichem Punktvorsprung zu schlagen.

Reinhold Ehl: „Das liegt natürlich auch daran, dass wir nicht nur viel treffsicherer mit den Kugeln hantieren können, sondern auch strategisch versierter sind. Außerdem gibt es bei uns im Team immer einen erfahrenen ‚Werfer‘, der seine Kugeln so geschickt wirft, dass er eine gegnerische Kugel direkt aus der Luft angreifen und beiseitestoßen kann.“

Die Pétanque-Spieler aus dem Verein hatten das Spaßturnier für die Zeitung bestens vorbereitet. Unter anderem mit Reinhold Ehl, Oliver Beuchel und Wolfgang Pintér standen erfahrene Turnierspieler an jeder Bahn bereit, um während der einzelnen Partien als Schiedsrichter, Spielleiter und Tippgeber zu fungieren. Sie holten auch das Messband hervor, sobald sich die Spieler nicht einigen konnten, welche Kugel wohl näher am Schweinchen liegt.

Karla Ehl und Heike Wieseke kümmerten sich derweil um das Catering und versorgten die Spieler erst mit Schmalzstullen und eingelegten Gurken und später mit kalten Getränken sowie heißen Würstchen und Nackensteaks vom Grill.

Reinhold Ehl: „Das Turnier hat uns vom Verein sehr viel Spaß gemacht. Alles war ganz anders, als wir das kennen. Wo wir bei einem Turnier mucksmäuschenstill sind und uns ganz auf die nächste zu werfende Kugel konzentrieren, war hier sehr viel Gelächter an den Bahnen zu vernehmen – und es wurden viele lustige Sprüche gemacht. Es war eine wunderbar entspannte Atmosphäre bei dem Turnier zu spüren. Ich denke, dass so manches Talent, das sich hier gezeigt hat, auch wunderbar in unseren Boule-Club passen würde.“

Carsten Scheibe von FALKENSEE.aktuell: „Wie so oft bei unseren Turnieren konnten sich die Spieler im Vorfeld nicht so richtig vorstellen, was Pétanque eigentlich ist und ob so ein Turnier wohl Spaß macht. Und einmal mehr waren die Kontrahenten von der ersten Minute an sofort bei der Sache. Der Ehrgeiz hatte sie gepackt und sie wollten alle unbedingt den Pokal gewinnen. Bei dem schönen Wetter, der hochwertigen Profi-Anlage und der tollen Betreuung durch Reinhold Ehl und sein Team war das Turnier aber auch ein echter Selbstläufer. Das werden wir im kommenden Jahr unbedingt wiederholen.“ (Text: CS / Fotos: CS, Anni Ebeling, Kreativ e.V.)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 147 (6/2018) veröffentlicht.

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