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26.08.2018

Brieselang: Colin Handro im Kart unterwegs

Brieselang: Colin Handro im Kart unterwegs

Andere Kinder spielen Fußball, schwingen den Hockey-Schläger oder schlüpfen für den Karate-Kampfsport in den weißen Gi. Für Colin Handro (13) aus Brieselang ist das nichts. Der Schüler liebt den Geruch von verbranntem Reifengummi und steigt in seiner Freizeit am liebsten ins Kart.

Mutter Jeanne Handro (39): „Colin hat eine enorme Willenskraft und Leistungsbereitschaft, nicht zuletzt durch seinen erfolgreichen Kampf gegen eine schwere Erkrankung, den er bereits in frühster Kindheit führen musste. Während dieser Zeit hätten wir nie damit gerechnet, dass dieses Kind irgendwann die Kraft haben wird, um Motorsport zu betreiben. Gerade deshalb ist es uns ein großes Anliegen, ihn auf seinem sportlichen Weg zu begleiten und zu unterstützen.“

Colin, in Hannover geboren, 2008 mit seiner Familie nach Falkensee gekommen und 2011 nach Brieselang umgezogen, interessiert sich schon lange für den Motorsport. Für die DTM, die Formel 1, aber auch für der Allgemeinheit so unbekannte Rennserien wie die DRX – die Deutsche Rallyecross Meisterschaft.

Colin Handro: „Mit meiner Oma war ich öfters auf der Outdoor-Kartbahn in Waldow, das ist direkt im Spreewald. Da bin ich ein paar Mal mitgefahren – und wurde gleich angesprochen, ob ich das denn öfters mache und ob ich im Verein fahren würde. Ich bin dann Ende März letzten Jahres im ROK-Kart-Racing e.V. gelandet und habe aktiv in Spandau in der Kart-World am Juliusturm trainiert. Da habe ich auch Freunde gefunden, die ebenfalls an nichts anderes denken können als an den Motorsport. Im Sommer war ich in einem Trainingslager in Templin. Da habe ich drei Tage lang von morgens bis abends im Kart gesessen.“

In der Wintersaison hat Colin Handro bereits bei der ersten vereinsübergreifenden Rennserie im Verein mitmischen können – auf dem Material der Veranstalter. Das waren insgesamt elf Rennen in Waldow, bei Jüterborg und in Spandau. Colin: „Hier habe ich mich im guten Mittelfeld einsortieren können.“ Über die Rennserie ist Trainer Stefan Jeske auf den Nachwuchsfahrer aufmerksam geworden. Der fährt – bedingt durch die Schließung der Kart-World in Spandau – inzwischen für die PRS, die Private Renngemeinschaft Spandau. Und soll eigentlich im laufenden Jahr bereits beim ADAC Rundstrecken Einsteiger Cup (REC) mitfahren.

Jeanne Handro: „Der REC ist bereits eine ganz andere Hausnummer. Hier braucht Colin ein eigenes Kart, das haben wir bereits – es wurde gegen sein Klavier eingetauscht. Auch die nötige Sicherheitsausrüstung besitzt Colin. Was wir so nicht wussten: So eine Rennserie verschlingt viel Geld. Da geht es um Einschreibegebühren, Wartungspauschalen und Nenngelder. Ohne Sponsoren geht das leider nicht. Wir reden hier von gut 2.000 Euro pro Saison. Aus diesem Grund haben wir Colin für die Saison 2018 noch nicht gemeldet.“

Colin Handro: „Nächstes Jahr soll die Rennserie aus Niedersachsen zurückkehren nach Berlin-Brandenburg. So könnten auch meine Freunde besser bei den sechs Rennen zuschauen, wenn ich denn einen Sponsor finden sollte.“

Haben die Eltern gar keine Sorge, dass sich der Schüler des Marie-Curie-Gymnasiums in Dallgow-Döberitz verletzen könnte? Jeanne Handro: „Die Kinder haben schon eine extrem gute Schutzausrüstung. Im Kart, so betonen die Trainer, ist die Verletzungsgefahr sehr niedrig. Colin ist auch ein Kopfmensch, der Anweisungen sofort klar umsetzen kann. Ich würde mir deutlich mehr Sorgen auf einem Motorrad machen.“

Vater Oliver Handro (40): „Im Gewerbegebiet Schönefeld kam Colin nun über seinen Trainer mit dem Kart-Slalom in Berührung. Hier geht es darum, auf einer langen Strecke vorgegebene Figuren um die aufgestellten Pilonen herum zu fahren. Hier hat Colin bereits beim 1. Meisterschaftslauf in Berlin-Brandenburg mitgemacht.“

Colin Handro: „Meine Klassenkameraden konnte ich noch nicht ins Kart locken, die spielen lieber Fußball. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich später auch beruflich gern etwas mit Motoren oder dem Motorsport zu tun haben.“ (Text/Fotos: CS)

Info: Sponsorenanfragen gibt FALKENSEE.aktuell gern an die Familie weiter. Bitte an info@falkenseeaktuell.de senden.

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 147 (6/2018) veröffentlicht.

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