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27.08.2018

20 Jahre Havellandklinik in Nauen

20 Jahre Havellandklinik in Nauen

Die Havelland Kliniken GmbH lässt die Sektkorken knallen. Das 20-jährige Jubiläum wurde am 23. Juni groß gefeiert. Da lohnt es sich schon einmal, nostalgisch gestimmt zurückzublicken. Die Geschichte der medizinischen Versorgung der Menschen in Nauen und Umgebung beginnt bereits 1907 mit dem Bau des Cecilie-Kreiskrankenhauses, das damals mitten auf dem nackten Acker stand und die Kranken versorgte.

Anfang der 90er Jahre gehörte auch das Kreiskrankenhaus in Staaken zum Kreis Nauen mit dazu. Der Einigungsvertrag hob die geografische und verwaltungstechnische Zuordnung von West-Staaken zum Kreis Nauen allerdings auf und gliederte es wieder in Berlin ein. Diese „extraterritoriale“ Lage sorgte für Probleme, zumal Spandau das Gelände gern anderweitig nutzen wollte. Man einigte sich auf eine Galgenfrist bis Ende 97. Jörg Grigoleit, Geschäftsführer der Havelland-Kliniken Unternehmensgruppe: „Auf uns baute das sehr viel Druck auf. Und so entschlossen wir uns für einen kompletten Krankenhaus-Neubau in Nauen – direkt neben dem alten Cecilie-Krankenhaus, das für die Versorgung der Menschen in unserer Region allein nicht mehr ausreichte. Ich habe das Projekt damals noch als Gesundheitsdezernent mit angeschoben.“

Geschwindigkeit war damals noch keine Hexerei. 1994 kam bereits ein Bewilligungsbescheid über 147 Millionen Mark, von denen zehn Prozent der Landkreis finanzierte. Im August des gleichen Jahres wurde der erste Spatenstich gesetzt – und Anfang 1996 war bereits Richtfest. Am 1. Mai 1998 wurde die neue Havellandklinik eingeweiht. Damals mit dabei: Ministerin Dr. Regine Hildebrandt. Jörg Grigoleit: „Und wir haben noch nicht einmal das gesamte Budget ausgereizt. 349 stationäre Betten gab es zum Start – für die Innere Medizin, die Chirurgie, die Gynäkologie und Geburtshilfe, die Urologie, die Pädiatrie und die Intensivmedizin. Auch die psychiatrische Klinik kam vor Ort schnell hinzu. Inzwischen ist 2014 auch die Geriatrie noch mit an Bord gekommen.“

In den letzten Jahren ist die Unternehmensgruppe stark gewachsen – um ein Krankenhaus in Rathenow, um den Rettungsdienst, um Medizinische Dienstleistungszentren und um weitere Gesellschaften. Jörg Grigoleit: „Einen Stillstand kann es aber nicht geben. Wir sind nie fertig mit den Modernisierungen. Die medizinische Entwicklung ist so schnell, dass wir ständig umbauen müssen, um Schritt zu halten.“

Was zunächst nicht umgebaut wurde, ist das ehemalige Cecilie-Krankenhaus direkt vor der Tür des neuen Krankenhauses. Grigoleit: „Ein Investor hat das Gebäude gekauft und einfach liegen lassen – und wir hatten eine Ruine im eigenen Vorgarten zu stehen. Inzwischen sind hier seniorengerechte Wohnungen entstanden. Das ist sehr gut so.“

Dem Dr. Georg Benjamin Krankenhaus in Staaken weint Jörg Grigoleit immer noch eine Träne hinterher: „Wir haben damals das besser ausgestattete Krankenhaus verloren. Das Krankenhaus in Nauen war in einem deutlich schlechteren Zustand – und das hat uns ja auch zum Neubau gedrängt, den wir in Rekordzeit durchgezogen haben. Erst hatten wir überlegt, das Cecilien-Krankenhaus auszubauen, aber das wäre zu teuer geworden. Das Areal vom Krankenhaus in Staaken liegt übrigens noch immer brach. Es sieht so aus, als hätte man es über Nacht einfach aufgegeben.“

Sieht man sich die Havellandklinik in Nauen übrigens aus der Luft an, so erinnert der Grundriss an ein H – H wie Havelland. Das hat ja auch schon wieder etwas Symbolisches.

20 Jahre müssen ausgiebig gefeiert werden. Trotzdem schauen in der Unternehmensgruppe schon wieder alle weiter nach vorn. Jörg Grigoleit: „Unsere Medizintechnik wird fortlaufend erweitert. Einen Herzkatheterplatz haben wir erneuert, ein weiterer kommt nun noch dazu. Wir haben medizinische Zentren in vielen Bereichen eingerichtet und sind so z.B. Adipositas-Zentrum und Zentrum für minimal­invasive Chirurgie. Nun entwickeln wir ein onkologisches Zentrum. Als nächstes wird bei uns die Notfallversorgung modernisiert, das wird zu großen Umbaumaßnahmen führen.“ (Text/Fotos: CS)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 148 (7/2018) veröffentlicht.

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