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27.08.2018

Falkensee: Udo Bolinski gibt Zeichenkurse im J.R.-Becher-Haus

Falkensee: Udo Bolinski gibt Zeichenkurse im J.R.-Becher-Haus

Jeder kann zeichnen. Bei manchen Menschen ist das Vermögen, mit dem Bleistift, dem Pinsel oder dem Kreidestift zu jonglieren, aber deutlich größer ausgeprägt als beim Durchschnitt. Es braucht nur etwas Anweisung und Übung, um das eigene Talent hervorzukitzeln und zu schulen.

Udo Bolinski (58) kennt sich aus. Der Charlottenburger, der seit 23 Jahren in Falkensee lebt, ist Grafik-Designer und betreibt in der Gartenstadt eine eigene Werbeagentur (www.bolinski.de): „45 Praktikanten haben bei mir ihre ersten Schritte unternommen. 35 habe ich in den Beruf gebracht.“

Bereits vor 15 Jahren hat Udo Bolinski eine Zeichengruppe in Falkensee gegründet, die sich seit sechs Jahren im Johannes-R.-Becher-Haus trifft. Maximal acht Schüler verfeinern in dieser Zeichengruppe ihre Fertigkeiten. Mitmachen darf jeder, der Lust darauf hat, sich auf dem Papier oder auf der Leinwand zu verewigen. Udo Bolinski: „Mitmachen können auch schon Kinder ab zehn Jahren. Das hängt immer davon ab, wie qualifiziert ein Kind in diesem Alter bereits ist. Unsere bislang älteste Teilnehmerin war 76 Jahre alt.“ Ein Kurs besteht immer aus zehn Doppelstunden, die am Freitag von 16 bis 18 Uhr gegeben werden. Die Aufwandsentschädigung ist fair berechnet – und lässt sich in ihrer Höhe bei Udo Bolinski erfragen. Eine Probestunde muss bezahlt werden. Der Preis kann aber auf den späteren Kurs umgerechnet werden.

Wichtig ist, dass die Schüler in den Zeichenstunden nicht zwangsläufig an den gleichen Aufgaben und Projekten arbeiten. Udo Bolinski: „Ich fördere die Schüler sehr individuell. Ich schaue mir den Stand an und helfe mit Anregungen. Da geht es bei Einsteigern schon einmal darum, einfache Körper wie eine Pyramide oder eine Klorol­le zu zeichnen, während andere vielleicht schon an der realistischen Interpretation eines Vorhängeschlosses arbeiten. Die Schüler äußern auch selbst konkrete Wünsche. Ein Mädchen kam so etwa zu mir und wollte Anleitung haben, wie sie einen Hund zeichnet. Wichtig ist, dass immer die Freude im Vordergrund steht. Es ist nicht wichtig, wer von uns der Beste ist.“

Am 10. Juni konnten die Schüler bei einer Ausstellung im Becher-Haus ihre Werke den Besuchern des Sommerfestes zeigen. Alina Ruegenberg (19) ist bereits seit über sechs Jahren mit dabei. Sie zeichnet am liebsten monochrom mit Bleistift oder Kohle: „Ich studiere inzwischen Medizin und habe viel Spaß an Anatomiezeichnungen. Ansonsten habe ich ein echtes Faible für postapokalyptische Szenen.“

Auch der Dallgower Eike Mohr (39) gehört seit 2012 zu den Schülern: „Ich arbeite gern realistisch – mit dem Bleistift, aber auch mit Tusche oder mit Aquarellkreiden. Ich versuche mich gern an Porträts, das fällt mir aber noch schwer. Krähen, Mohn- und Kornblumen zeichne ich sehr gern.“ (Text/Fotos: CS)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 148 (7/2018) veröffentlicht.

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