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27.08.2018

Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Falkensee

Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Falkensee

Deutschland spielt Fußball bei der Weltmeisterschaft in Russland – und Zuhause hängt die gesamte Nation gebannt vor dem Bildschirm. Da es immer viel mehr Spaß macht, wichtige Spiele gemeinsam zu schauen, bieten viele Restaurants ein Public Viewing an.

Heiko Richter denkt in eine ähnliche Richtung. Als Eventmanager der Falkenseer Stadthalle lädt er bei jedem WM-Spiel mit deutscher Beteiligung zum gemeinsamen Fußballgucken auf den Campus-Platz im Innenhof zwischen der Stadthalle und der Stadtbibliothek ein. Bereits beim Debut am 17. Juni fanden sich an die tausend Zuschauer auf dem Gelände ein. Auffallend viele Familien nutzten die kostenlose Gelegenheit zum Fußballgucken. Dabei überzeugten die meisten Zuschauer mit der passenden „Verkleidung“ zum Spiel der Deutschen gegen Mexiko – sie trugen die Trikots der Nationalmannschaft und passend dazu Hüte, Fahnen, Ketten, Perücken und Wimpel in den schwarzrotgoldenen Nationalfarben. Insbesondere für die vielen Fußball-begeisterten Kinder war das Public Viewing ein echtes Happening.

Heiko Richter: „Das gemeinsame Fußballgucken vor der Stadthalle war echtes Neuland für uns. Wir wussten gar nicht, wie viele Zuschauer vorbeischauen würden – und hatten mit weniger Andrang gerechnet. Aber bereits eine halbe Stunde vor dem Anpfiff war es richtig voll. Wir mussten noch jede Menge Bänke nach draußen schleppen, damit jeder einen Platz findet.“

Fast der ganze Campus-Platz war am Ende mit Bänken zum Sitzen ausgestattet. Hinzu kamen Grill- und Getränkestationen, sodass niemand Hunger oder Durst leiden musste. Die Leinwand war mit Abmessungen von geschätzt zwei mal drei Metern fast etwas zu klein für so viele Zuschauer. Aber das ist ja meist so beim Public Viewing: Das perfekte TV-Bild gibt es nur Zuhause – dafür ist beim Outdoor-Schauen das Gemeinschaftsgefühl besonders intensiv. Das sieht auch Andreas Kohn von Foto Kohn so: „Es ist toll, dass wir so eine große Fanmeile direkt im Ort haben. Dann muss ich nicht bis nach Berlin fahren, um diese ganz besondere Fußball-Stimmung bei den Spielen genießen zu können.“ Auch Janina Stark-Wietzoreck war mit ihrer Familie vor Ort: „Wir sind eine sehr sportliche Familie und brennen für viele Sportarten. Auch beim Fußball drücken wir der Nationalmannschaft die Daumen.“

Heiko Richter, der das erste Spiel eigentlich mit 3:1 für die Deutschen getippt hatte, weiß nun: „Das erste Fußballgucken vor der Stadthalle war ein richtiges kleines Volksfest. Jetzt muss Jogis Truppe nur noch den Finger aus dem Po nehmen und dann geht es endlich los. Wenn Deutschland bei den kommenden Spielen gewinnt, werden wir uns eine Überraschung für die Zuschauer einfallen lassen.“

Auch keine schlechte Idee: Der Sportverein Falkensee-Finkenkrug e.V. (www.svff.de) lädt seine Mitglieder an allen WM-Spieltagen mit deutscher Beteiligung ins Festzelt ein – zum gemeinsamen Fußballgucken. Dieses Festzelt steht bis Mitte Juli nicht auf dem eigenen Vereinsgelände, sondern auf dem Hof der Fleischerei Gädecke. Hier sind die Wege eben besonders kurz, wenn es darum geht, die zuschauenden Sportler mit Würstchen und Nackensteaks vom Grill zu versorgen. Oder mit kaltem Bier aus dem Zapfhahn.

Gut und gerne 200 Vereinsmitglieder sowie deren Verwandten und Freunde waren der Einladung zum allerersten „WM 2018 Vereinsviewing“ am 17. Juni gefolgt. An mehreren Großbildfernsehern, die SP:Pommranz im Zelt angehängt hatte, konnten die Zuschauer dem Spiel der Deutschen gegen Mexiko folgen – und dabei untereinander ins Gespräch kommen.

Sven Gädecke (www.partyfalkensee.de): „Das war ein familiäres Happening. Die Stimmung war super und es waren auch viele Kinder mit dabei. Wir haben extra zur WM eine eigene Bratwurst entwickelt – die Moskauer. Die gibt es in den Geschmacksrichtungen ‚deftig‘ und ‚fruchtig‘. Eigentlich wollte ich die schon beim ersten Vereinsviewing mit auf den Grill packen – aber wir waren ausverkauft. Beim nächsten Spiel der Deutschen wird die Moskauer-Wurst mit dabei sein. Vielleicht bringt uns das ja Glück.“

Sven Steller, 1. Vorsitzender vom SVFF: „Ich bin sehr froh, dass wir vom Verein zum gemeinsamen Vereinsviewing geladen haben und dass uns Sven Gädecke dabei so unterstützt. Es war eine sehr schöne Veranstaltung, auch wenn Deutschland nicht gewonnen hat.“

Diskussionen gab es im Vorfeld in den sozialen Netzen, ob es denn wohl „in Ordnung“ sei, wenn die Deutschen auf einmal so extrem Schwarz-Rot-Gold zeigen. Sven Steller: „Das gehört eben dazu, dass man sich bei einer Weltmeisterschaft zu seiner Nation bekennt und Flagge präsentiert. Ohne mein Deutschland-Trikot wäre ich heute nicht hier.“ Das galt auch für Sven Gädecke, der mit dem Traditions-Shirt vom Deutschen Fußball Bund aus dem Jahr 1954 auflief. (Text/Fotos: CS)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 148 (7/2018) veröffentlicht.

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