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27.08.2018

Kino-Filmkritik: Jurassic World 2

Kino-Filmkritik: Jurassic World 2

DAS war Hollywood. Als Stephen Spielberg 1993 zum ersten Mal die Dinosaurier in „Jurassic Park“ auf die Leinwand holte, blieb manchem Zuschauer das Herz stehen. Mit „Jurassic World“ gelang es im Jahr 2015 nach laaaanger Pause, eben diese Faszination und Panik noch einmal wachzurütteln:

Zu lebensecht wirkte der moderne Dino-Park im Film. Nicht umsonst wurde „Jurassic World“ der dritt­erfolgreichste Film aller Zeiten.

Nach drei Jahren Pause kommt nun der Nachfolger ins Kino. Der Titel? „Das gefallene Königreich“. Die Spieldauer? Satte 129 Minuten. Der Regisseur? Das ist der Spanier J. A. Bayona, der mit „Sieben Minuten nach Mitternacht“ ein äußerst gefühlvolles Monster-Drama ins Kino gebracht hat.

Und darum geht es: Auf der Dino-Insel Isla Nublar bricht der Vulkan aus. Als ob die Natur selbst einen Fehler korrigieren möchte, stehen die Dinosaurier erneut vor ihrer Auslöschung. Da heuert Benjamin Lookwood (James Cromwell), Partner des verstorbenen Jurassic-Park Gründers John Hammond, die inzwischen zur grünen Dino-Aktivistin mutierte (und ehemals so taffe Parkmanagerin) Claire Dearing (Bryce Dallas Howard) an, um wenigstens ein paar Dinos zu retten. Klar, dass da auch ihr On-Off-Gespusi Owen Grady (Chris Pratt) mit an Bord ist. Doch – Überraschung, Überraschung! – die Dinos sollen gar nicht gerettet werden. Böse Söldner planen, sie als lebendige Killerwaffen an den Höchstbietenden zu versteigern. Klar, dass Owen und Claire das verhindern müssen.

Eins vorweg, bevor die Kritikkeule geschwungen kommt: Regisseur J. A. Bayona erschafft äußerst beeindruckende Bilder und das im Großen wie im Kleinen. Äußerst beängstigend ist so etwa gleich der Start des Films, wenn Forscher im Mini-U-Boot auf der Unterwassersuche nach Dinosaurierknochen sind – und der Zuschauer im XXL-Szenario bereits das große Ungetüm im Dunkeln erahnt. Noch tiefer ins Gedärm schneidet eine kleine Szene, wenn sich ein kleines Mädchen unter ihrer Bettdecke versteckt – und sich ganz langsam der Schatten einer Raptor-Kralle ins Bild schiebt. Das ist ganz großes Hollywood-Kino.

Wenn nur die Story nicht so erbärmlich lahm wäre. Söldner – echt jetzt? Die Dinos sollen als Waffen verkauft werden – schon wieder? Chris Pratt mutiert leider umgehend zum John McLane, der jede noch so tödliche Szene überlebt. Da hätten ein paar mehr Dollar für das Drehbuch sicherlich noch einige echte Überraschungen hervorgekitzelt. So hat man das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben. Das schmeckt dann doch zu sehr wie kalte Pizza von gestern. (CS / Plakat: UPI Media)

Tipp: 3 von 5 Sternen
FSK: ab 12 Jahren
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=qt51AZQGg1E&frags=pl%2Cwn

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