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27.08.2018

Kino-Filmkritik: Ocean‘s 8

Kino-Filmkritik: Ocean‘s 8

Zwischen 2001 und 2007 entstanden – unter den visionären Augen von Regisseur Steven Soderbergh – drei Ocean‘s-Filme. Hollywoods schönste Buben von George Clooney bis Brad Pitt durften zusammen herrlich schräge Gentlemen-Ganoven-Diebstähle aushecken und auch durchführen.

Ein Jahrzehnt später sind die Damen an der Reihe. Gary Ross („Die Tribute von Panem“) bittet zu „Ocean‘s 8“ und schickt Danny Oceans kriminelle Schwester Debbie (Sandra Bullock) ins Rennen. Die wurde frisch aus dem Knast entlassen – und brennt nun darauf, einen Meisterdiebstahl zu inszenieren. Sie möchte der Schauspielerin Daphne Kluger (Anne Hathaway) bei der Met Gala ein Collier mit Edelsteinen im Wert von 150 Millionen Dollar direkt vom Hals stehlen.

Zu diesem Zweck stellt sie ein rein weibliches Team zusammen. Zu ihrer alten Freundin Lou Miller (Cate Blanchett) gesellen sich nach und nach die Juwelenexpertin Amita (Mindy Kaling), die Trickbetrügerin Constance (Awkwafina), die Hehlerin Tammy (Sarah Paulson), die Hackerin Nine Ball (Rihanna) und die Modedesignerin Rose (Helena Bonham Carter).

Zunächst einmal: Die Frauenriege ist keine Enttäuschung. Insbesondere Helena Bonham Carter als leicht verhuschte und zugleich kriminelle Modedesignerin Rose ist eine Offenbarung – es macht einfach Spaß, ihr zuzuschauen. Rihanna hat als schräge Hackerin endlich mal eine Kinorolle ergattert, die man ihr auch abnimmt. Und Sandra Bullock als Mastermind, das im Film immer wieder einmal Deutsch spricht (das geht in der Synchronisation sicherlich verloren), ist auch ein echter Gewinn. Am meisten Spielfreude zeigt aber Anne Hathaway, die ihre Rolle sehr selbstironisch anlegt und der man in jeder Sekunde den Spaß ansieht, den sie beim Drehen hatte.

Leider legt der Film den Fokus ein wenig zu sehr auf die Coolness der Damen. Dabei bleibt die Handlung im 110 Minuten langen Film etwas auf der Strecke. Wobei: Der ganze Diebstahl ist gut ausgeheckt, ausnahmsweise auch einmal logisch durchdacht (was bei den männlich dominierten Vorgängerfilmen nicht immer der Fall war) und filmerisch sehr spannend inszeniert. Es fehlen aber die unerwarteten Wendungen, die Überraschungen und die scheinbar unüberwindbaren Probleme. „Ocean‘s 8“ kommt einfach ein wenig bodenständiger und weniger irre und durchgeknallt beim Zuschauer an. So fehlt dem Film der überbordende Wahnsinn der Vorgänger. Es bleibt aber trotzdem ein spannender und unterhaltsamer Film, der den Ladies eine perfekte Bühne bietet. (CS / Bild: © 2018 Warner)

Tipp: 3 von 5 Sternen
FSK: ohne Beschränkung
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=TuUruxqQoLY&frags=pl%2Cwn

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