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27.08.2018

Kino-Filmkritik: Solo: A Star Wars Story

Kino-Filmkritik: Solo: A Star Wars Story

Nachdem George Lucas sein Star-Wars-Imperium an Disney verkauft hat, steht die Tür für weitere Filme aus dem beliebten SciFi-Kosmos endlich wieder weit offen. Die Skywalker-Geschichte wurde ja bereits in zwei Filmen weitererzählt. Und mit „Rogue One“ gab es eine erstklassige neue Geschichte.

„Solo: A Star Wars Story“ begleitet die Zuschauer nun 135 Minuten lang in die Vergangenheit. Sie erleben hautnah mit, wie Han Solo seinen Wookie kennengelernt, den Millennium Falcon beim Kartenspiel gewonnen und seinen berühmten Blaster bekommen hat.

Im Film versucht der junge Schmugg­ler Han (Alden Ehrenreich) zusammen mit seiner Geliebten Qi‘ra (Emilia Clarke) die Flucht vom Planeten Corellia. Doch nur Han entkommt der Sklaverei. Er schwört, eines Tages zurückzukehren und Qi‘ra nachzuholen. Bei der Imperialen Armee will er sich zum Piloten ausbilden lassen, robbt aber nur als Infanterist durch den Matsch ferner Planeten, um sie für das Imperium zu erobern. Zum Glück kann er sich der Söldnertruppe um Beckett (Woody Harrelson) und Val (Thandie Newton) anschließen. Gemeinsam wollen sie einen Zug überfallen, der den wertvollen Raumschifftreibstoff Coaxium geladen hat. Als das misslingt, sind sie dem fiesen Gauner Dryden Vos (Paul Bettany) verpflichtet.

Was soll man sagen? Die Vorfreude auf „Solo“ war sehr groß. Für Nervosität sorgte allerdings schon im Vorfeld der Fakt, dass die beiden Regisseure Phil Lord und Chris Miller („21 Jump Street“) von Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy gefeuert und durch Ron Howard ersetzt wurden, der einen großen Teil des Films nachdrehen musste.

Auch trotz Howards Bemühungen – „Solo“ ist misslungen. Der ganze Film ist völlig unscharf gedreht und erscheint in einem staubigen Sepia. Das wirkt so, als hätte man ihn bereits in den 70ern gefilmt und dann 20 Jahre im Giftschrank liegen lassen. Mensch – wir wollen strahlende und bis ins Detail strukturierte Science-Fiction-Welten sehen! Alden Ehrenreich ist als junger Han Solo eine echte Fehlbesetzung. Die gelassene Coolness von Han Solo, seine Sprüche, sein Auflehnen gegen Autoritäten – all das fehlt hier komplett. Der Film erzählt außerdem nichts von wirklicher Bedeutung – ganz linear arbeitet er eine Biografie ab, die das Star-Wars-Universum weder erschüttert noch beeinflusst.

Nur ein paar gelungene Actionszenen (vor allem die mit dem Zugüberfall) und der begnadete Auftritt von Donald Glover als Lando Calrissian machen „Solo“ noch halbwegs sehenswert. (CS / Plakat: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany)

Tipp: 2 von 5 Sternen
FSK: ab 12 Jahren
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=u6ZePqbSy9Q&frags=pl%2Cwn

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