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27.08.2018

MIT-Kreisverband Havelland lud ein: Über China sprechen

MIT-Kreisverband Havelland lud ein: Über China sprechen

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Brandenburg (MIT) setzt sich für den Mittelstand in der Region ein, lädt zu Stammtischen und mischt sich aktiv in die Politik mit ein – zuletzt mit einem klaren Statement gegen die DSGVO, die die Unternehmen unnötig ausbremst.

Gern lädt die MIT auch interessante Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zu spannenden Vorträgen ein.

Am 18. Juni bat Geschäftsführer Hans-Peter Pohl in die Aula vom Falkenseer Lise-Meitner-Gymnasium. Beim „Mittelstandsgespräch mit Spaatzer Spargel“ ging es dieses Mal vor einem interessierten Publikum aus etwa 40 Besuchern um das Thema „Die neue Seidenstraße. Was bedeutet sie für Deutschland und Europa?“

Zum Hintergrund: China ist zum wichtigsten Handelspartner Deutschlands und Europas geworden. Zielgerichtet arbeitet das Land an der Umsetzung von Xi Jinpings Vision von der Wiederbelebung der alten Seidenstraße, die er im Herbst 2013 als „One Belt One Road“-Initiative der Weltöffentlichkeit vorgestellt hatte. Dabei geht es um den Aufbau komplett neuer Handelswege von China bis nach Deutschland hinein, die dabei helfen sollen, Chinas Güter in die ganze Welt zu exportieren. Der Weg funktioniert aber auch anders herum. So exportiert laut Vortrag eine deutsche Firma bereits 800 Container Schweinefleisch pro Woche nach China – über eine komplett neu geschaffene Bahnverbindung, die von Duisburg direkt bis nach China führt.

Über Chancen und Probleme im Umgang mit China referierten die Wirtschaftsexperten Stefan Rosenbohm und Rainer Ganser, die jeweils knapp 20 Jahre in China verbracht und dort wirtschaftlich engagiert waren. Beide waren im Vorstand der Deutschen Außenhandelskammer in Shenzhen tätig. Unterstützt wurden sie von der Ostasienexpertin der IHK Potsdam – Sabine Yang-Schmidt.

Im Gespräch ging es um das langfristig strategische Denken der Wirtschaftsmacht China, um die „unvorstellbare Innovationskraft“ und um die Bereitschaft der Chinesen, sich ständig weiter fortzubilden. Stefan Rosenbohm: „In fünf Jahren werden die Chinesen in vielen technischen Bereichen die Führung auf den Weltmärkten übernommen haben.“ Klar wurde auch: Deutschland fehlt eine Strategie, um damit umzugehen.

Spannend: Vinzenz Schaak, junger Student aus Falkensee, konnte dank der Verbindungen von Stefan Rosenbohm und Rainer Ganser ein Praktikum in Shenzhen machen. Er berichtete von seinen Erfahrungen: „In China gibt es eigentlich kein Bargeld mehr – alles wird mit dem Handy bezahlt. Selbst Bettler stellen Schilder mit einem Code auf, den man mit dem Handy scannt, um eine Spende zu überweisen. Als ich aus Shenzhen nach Berlin zurückkehrte, kam es mir vor wie ein Dorf. In China war das kleinste Gebäude in meiner Nachbarschaft so groß wie bei uns der Funkturm.“

Nach den Vorträgen gab es Spaatzer Spargel, den Gaby Feiler (Ehefrau vom Bundestagsabgeordneten Uwe Feiler) von ihrem Spargelhof spendiert hatte, und der von der LMG-Schülerfirma mit Sauce Hollandaise zubereitet wurde. (Text/Fotos: CS)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 148 (7/2018) veröffentlicht.

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