Anzeigenzeitung für Falkensee, Schönwalde, Brieselang & Dallgow-Döberitz - 03322-5008-0 - info@falkenseeaktuell.de

27.08.2018

Radtour der Falkenseer Stadtverordneten 2018

Radtour der Falkenseer Stadtverordneten 2018

Falkensee ist eine Stadt im Wachsen und im Wandel. Überall sind neue Projekte in der Planung oder bereits im Werden. Wer sich als Bürger einen Überblick über den aktuellen Status Quo verschaffen möchte, kann einmal im Jahr zusammen mit den Stadtverordneten auf eine geführte Radtour gehen.

Während dieser Radtour werden wichtige neuralgische Punkte in der Stadt angesteuert, sodass aktuelle Informationen direkt vor Ort ausgetauscht werden können.

Am 16. Juni 2018 startete die Radtour bereits zum 28. Mal. Bei schönstem Sommerwetter schwangen sich 35 Teilnehmer auf ihr Rad, um zusammen mit Bürgermeister Heiko Müller auf eine etwa 13 Kilometer lange Tour zu gehen. Den Ablauf hatte Thomas Zylla als 1. Beigeordneter und Baudezernent vorbereitet. Barbara Richstein begrüßte die Teilnehmer der Radfahrt als Vorsitzende der Falkenseer Stadtverordnetenversammlung um halb zehn Uhr morgens auf dem Rathaus-Vorplatz.

Ein erster Stopp wurde vor der alten Stadthalle gemacht. Hier ging es um Planungen, die noch in der Zukunft liegen. Ein fünf Meter breiter Fuß- und Radweg soll eine Verbindung von der Scharenbergstraße (Neue Stadthalle) zum Gutspark schaffen. Das geht aber nur, wenn dafür ein Teil des Schulhofes der Europa-Grundschule weicht. Zurzeit wird geprüft, ob ggf. Bäume gefällt werden müssen, um das Projekt umzusetzen. Wichtig sei: Der Hof der Schule würde nicht schrumpfen, sondern auf der anderen Seite des Geländes neue Fläche hinzugewinnen, sodass der Schulhof unter dem Strich sogar wachsen würde. Kathrin Pollow als Abteilungsleiterin des Stadtplanungsamtes hatte Skizzen der Pläne mit dabei, sodass die Teilnehmer der Radtour einen Blick auf die angedachten Baumaßnahmen werfen konnten.

Vor der Stadtbibliothek warteten Chefin Christiane Radon sowie die Mitglieder des Fördervereins – Katja Zaluga und Stefanie Witt – auf die Radfahrer. Sie mahnten eine Erweiterung der Stadtbibliothek an. Christiane Radon: „Falkensee ist gewachsen, die Stadtbibliothek nicht. Und leider können noch immer nicht alle Menschen die Stadtbibliothek nutzen – Barrierefreiheit ist hier ein wesentliches Thema. Zurzeit werden mit einem Architekten Konzepte entwickelt, um die bereits vorhandenen räumlichen Gegebenheiten in Zukunft effektiver nutzbar zu machen.“

Weiter ging es an der neuen Stadthalle vorbei, den Radweg der Sympathie am Schlaggraben entlang bis zum Rosentunnel, dann weiter zur Finkenkruger Straße und damit zur neuen Polizeiwache und zur Baustelle der Neuapostolischen Kirche.

In der Schwarzburger Straße wurde der neue Spielplatz für die Kinder besichtigt, der zum Großteil von der Neuapostolischen Kirche finanziert wurde. Es folgte eine Diskussion in der Gruppe über eine mögliche Erweiterung des Spielplatzes – etwa mit schattenspendenden Bäumen oder einem Wasserspielplatz. Thomas Zylla: „Ein Wasserspielplatz wird gemäß Beschluss der SVV eigentlich am Gutspark bevorzugt. Der Standort dort ist aber nicht so gut geeignet, da die Bäume vor Ort viel Schatten werfen und eine Nutzung so nur an ganz heißen Tagen möglich wäre.“

Viele Anwohner in der Nachbarschaft werden das noch gar nicht so richtig mitbekommen haben: So wurde auf der Fahrradtour der Stadtverordneten noch einmal klar betont, dass die komplette Grünfläche zwischen der Wohnsiedlung Falkenhorst und der Parkstadt-Siedlung bebaut wird. Die Degewo möchte das Gelände für den Wohnungsbau nutzen. Die Rede ist von einer neuen Wohnsiedlung mit 4-geschossigen Häusern, die Wohnungen zur Miete anbieten. Dabei sollen 15 bis 20 Prozent der Wohnungen für den sozialen Wohnungsbau bereitgestellt werden. Auch ein Betreutes Wohnen könnte vor Ort zum Thema werden, der Bedarf dafür sei sehr groß.

Weiter ging die Fahrt durch die Parkstadt zur Oberschule Falkensee im Poetenweg. Hier wurde darüber diskutiert, dass die Schule eine Zweifeld-Sporthalle auf der Seite Elsterstraße Ecke Amselstraße erhalten soll. Die Frage sei – wie viel Platz vom aktuellen Sportplatz müsse man für den Bau der Halle opfern? Eine Sportnutzung der Freifläche zusammen mit der 100-Meter-Bahn müsse gewährleistet bleiben.
In der Holbeinstraße machte der Tross einmal mehr Station. Hier entsteht ein moderner Kita-Neubau für 115 Kinder auf einem 2200-Quadratmeter-Grundstück. Der Innenausbau der Kita ist bereits im vollen Gange. Der Start sei zum 1. Oktober 2018 vorgesehen.

Die Stadtverordneten und die interessierten Bürger folgten der von Thomas Zylla ausgearbeiteten Strecke weiter über den Dyrotzer Weg, am Wachtelfeld vorbei und die Rudolf-Breitscheid-Straße hoch in Richtung Bahnhof „Finkenkrug“. Hier kam es zur Besichtigung der neuen „Tanzschuhle“ im Capitol. Anschließend wurde über den geplanten Neubau des PENNY-Marktes auf der Fläche gegenüber vom Capitol gesprochen, die zurzeit noch als Pendler-Parkplatz genutzt wird. Hier erzählten die Planer, dass neue Parkplätze geschaffen werden – in Richtung Schlaggraben, kurz vor der Tunnel­unterführung. Auch auf der anderen Seite des Bahnhofes soll der P+R-Parkplatz erweitert werden. Das dreieckige Waldstück am Anfang der Karl-Marx-Straße ist hierfür im Gespräch.

Die Radfahrer fuhren weiter in Richtung Wendtpromenade, um dann in die Rathenaustraße zum Vicco-von-Bülow-Gymnasium einzubiegen. Hier wurde die Baustelle mit dem Rohbau der Zweifeld-Sporthalle besichtigt. Eine Fertigstellung der Sporthalle ist für Ende des Jahres avisiert. Thomas Zylla: „Leider gab es auch hier Probleme bei der Beauftragung der ausführenden Firmen. Viele haben einfach keine freien Kapazitäten, eine zu gute Auftragslage oder zu wenige Mitarbeiter.“

Über die Nauener Straße ging es zurück in die Stadtmitte, um der Popcorn Bakery einen Besuch abzustatten. Da, wo früher das Schrääg rüber zu finden war, hat nun Nina Quade eine Popcorn-Manufaktur eingerichtet. Viele Radfahrer nutzten den Stop nicht nur zur Erfrischung mit Gurkenwasser, sondern auch für den privaten Einkauf von süßem Naschwerk.

Hinter dem Rathaus endete die Tour mit der Besichtigung des neuen Verbinders. Das ist ein Teilstück zwischen dem Rathaus und dem Verwaltungsgebäude daneben. Hoch- und Tiefbauamt werden hier einziehen. Thomas Zylla: „Der Verbinder ist in seiner modernen Bauweise aus Glas und Metall Ergebnis der Abstimmungen mit der Denkmalbehörde, um die Eigenarten der beiden alten Verwaltungsgebäude hervorzuheben.“

Bei einem kleinen Imbiss mit kalten Getränken endete die Radtour gegen 13:30 Uhr. Mathias Grothe: „Die Idee dieser Radtour ist super, der Termin sollte nur besser kommuniziert werden, damit die Radtour im größeren Rahmen stattfindet. Die Informationen werden den Bürgern sehr unbürokratisch und menschlich vermittelt.“

Marlene Waldburger: „Wir waren schon zwei Mal mit dabei. Man kann hier ins Gespräch kommen, wenn man kritische Punkte sieht. Auf Facebook tummeln sich immer viele Leute, die etwas zu meckern haben. Die habe ich hier aber heute nicht gesehen. Das wäre doch die ideale Gelegenheit gewesen, um mit allen Parteien in Kontakt zu treten.“

Ann-Kristin Ebeling: „Ich bin das erste, aber bestimmt nicht das letzte Mal mit dabei gewesen. Die Akteure haben das sehr gut vorbereitet und zu jedem Programmpunkt informative Skizzen gezeigt.“ (Fotos: Ann-Kristin Ebeling + Zychla / Text: CS+AE)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 148 (7/2018) veröffentlicht.

Seitenaufrufe: 59

Unsere Schwestern­zeitung

ZEHLENDORF.aktuell

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige