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27.08.2018

Sielmanns Natur-Ranger in der Döberitzer Heide

Sielmanns Natur-Ranger in der Döberitzer Heide

Daniela Erler (32) nutzte den Heidelauf am 16. Juni aus, um zusätzlich zu den Kindern, die sie eh schon betreut, auch noch den unbeschäftigten Nachwuchs der Läufer mit einzusammeln. Mit über einem Dutzend Kindern ging es dann auch schon auf in die Döberitzer Heide.

Passend zum GEO-Tag der Artenzählung war es das Ziel, Tiere und Pflanzen zu bestimmen.

Daniela Erler, die eigentlich Politikwissenschaftlerin ist, wohnt in Falkensee und kümmert sich um die lokale Gruppe von Sielmanns Natur-Rangern (www.natur-ranger.de), seitdem der vorherige Betreuer aus Zeitgründen aufgeben musste: „Mein Mann Bodo und ich sind da regelrecht reingerutscht. Unsere Kinder waren bereits bei den Natur-Rangern und wir fanden es gut, dass sie regelmäßig in der Natur unterwegs sind, anstatt vor dem Fernseher zu sitzen. Als die Gruppe dann Gefahr lief, aufgelöst zu werden, haben wir spontan die Leitung übernommen. Seit Herbst 15 kümmern wir uns einmal im Monat um die Natur-Ranger – nur in den Ferien pausiert das Angebot.“

Sielmanns Natur-Ranger haben ein eigenes Lager in der Döberitzer Heide. Hier haben die Kinder in der Vergangenheit bereits ein Gemüsebeet gepflanzt, Wildkräuter ausgesäht, eine Bienenwiese angelegt, und ein Insektenhotel gebaut. Als nächstes soll eine Streuobstwiese entstehen.

Am 16. Juni ging es aber ausschließlich darum, Tiere und Pflanzen zu finden und zu bestimmen. Die Kinder hatten Kescher und Becherlupen mit dabei, einige Eltern waren unterstützend mit bunten Bestimmungsbüchern ausgestattet. Tatsächlich reichte ein einziger Schritt weg vom Weg in den Grünstreifen am Rand aus, um in eine ganz neue Welt zu gelangen.

Die Kinder fanden das Große Heupferd als größte Heuschrecke von Deutschland, staunten über den glänzenden Mistkäfer und schauten einer Springspinne direkt in die übergroß ausgebildeten acht Augen. Es gab sehr viele Wiesenschmetterlinge zu bestaunen, die sich dank der Bestimmungsbücher auch bald mit Namen ansprechen ließen. Schmetterlinge wie das Schachbrett, den Bläuling oder das Große Ochsenauge kennt eben leider nicht mehr jedes Kind.

Die Kinder zeigten sich einmal mehr sehr begeistert von den kleinen Tieren und hörten sich mit offenen Ohren spannende Geschichten an. Etwa darüber, dass die weiblichen Heupferde keinen Stachel am Hinterleib haben, sondern eine lange Legeröhre, mit deren Hilfe sie ihre Eier tief im Erdboden deponieren können.

Daniela Erler: „Letztens haben wir eine Hornissendrone gefunden. Die hat ja als Männchen keinen Stachel. Das war ein Riesending für die Kinder, das Tier auf die Hand zu nehmen. Überhaupt liebe ich als Betreuerin das Haptische sehr. Sich mit den Kindern einfach in eine Wiese zu setzen und zusammen Sauerampfer zu naschen, das hat doch was. Und es ist auch gut für den Alltag der Kinder. Man tritt einfach nicht mehr achtlos auf einen Käfer, wenn man ihn schon beim Namen kennt.“

Bei den Natur-Rangern in der Döberitzer Heide sind zurzeit 18 Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren mit an Bord, im Schnitt 15 sind bei den monatlichen Treffen auch immer mit dabei. Wer mitmachen möchte, darf gern zur Probe mit ins Lager kommen. Regulär kostet eine Mitgliedschaft 15 Euro im Jahr – das Geld deckt auch die nötigen Versicherungen mit ab. Daniela Erler: „In ganz Deutschland gibt es 13 Teams. Einmal im Jahr findet auch ein deutschlandweites Sommercamp statt. Ältere Kinder können Jugendteamleiter werden.“ (Fotos/Text: CS)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 148 (7/2018) veröffentlicht.

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