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26.09.2018

Landrat auf Tagestour in der Gemeinde Brieselang

Landrat auf Tagestour in der Gemeinde Brieselang

Er kam, sah und suchte das Gespräch: Havellands Landrat Roger Lewandowski hat sich am Dienstag in der Gemeinde Brieselang aus Anlass seiner kontinuierlich und jeweils punktuell stattfindenden Kreisreise unter anderem über die aktuellen Bauvorhaben und künftigen Pläne informiert. Nach einer internen Unterredung mit den Spitzenvertretern der Verwaltung, allen voran Bürgermeister Wilhelm Garn, wurde eine Besichtigungstour mit zahlreichen Erörterungsterminen gestartet.

Die Quintessenz vorab: „In Brieselang tut sich einiges“, so der Landrat.

Zunächst rückten der Umbau des Alten Rathauses (Bürgerhaus) und der Neubau der Kita am Forstweg/Ecke Wustermarker Allee in den Fokus. Beide Bauvorhaben laufen derzeit parallel und sollen die soziale Infrastruktur in der Gemeinde weiter aufwerten. Im Bürgerhaus wird schließlich unter anderem noch in diesem Jahr die Gemeindebibliothek ihr neues Domizil haben und darüber hinaus ein Trauzimmer sowie der Gemeindesaal eingerichtet. Die neue Kita, die bei einem Fördermittelanteil in Höhe von rund 169.000 Euro insgesamt etwa 2,9 Millionen Euro kosten wird, soll nach Fertigstellung um die Jahreswende herum die aktuell vorhandenen Engpässe vor dem Hintergrund der Kinderbetreuung abmildern.

Der Landkreis selbst befindet sich laut Angaben von Lewandowski derzeit in der „finalen Abstimmung zum Entwurf des neu aufgelegten Kitabedarfsplans“. Garn: „Dennoch bleibt die Planungshoheit bei der Gemeinde. Es ist unser Auftrag, Kitas zu bauen. Dem wollen wir gerecht werden.“ Dass der Bedarf kontinuierlich steigt, liegt vor allem am Bevölkerungswachstum, das durch weitere Wohnbebauung in den kommenden Jahren ansteigen wird. In der Gemeinde leben derzeit rund 12.100 Menschen. Dennoch stehen die Investoren, die Wohnungen bauen, unter dem Aspekt der sozialen Infrastruktur gleichfalls in der Pflicht. Mit dem Abschluss von städtebaulichen Verträgen wird dies aber auch eingefordert. Der Bürgermeister und der Landrat meinten übereinstimmend: „Land und Bund stehen aber ebenfalls in der Pflicht, mehr als jetzt zu tun.“ Kommunen dürften nicht allein gelassen werden. Bessere Förderprogramme könnten Abhilfe schaffen.

Nach der Besichtigung der beiden in Bau befindlichen Einrichtungen suchte Landrat Lewandowski dann am Hafen das Gespräch mit Vertretern des Sportgemeinschaft Wasserfreunde Brieselang. Der Verein, der seit 1955 existiert und auch im Kreissportbund organsiert ist, hat rund 80 Mitglieder und ebenso viele Liegeplätze. Künftig soll nach Möglichkeit ein neuer Sanitärbereich auf dem Hafengelände gebaut werden. Deshalb, so die Hoffnung, wäre es neben aufzubringenden Eigenmitteln hilfreich, wenn Fördermittel fließen könnten, so Gerhard Werner, zweiter Vorsitzender der Wasserfreunde. Der kreisliche Fördertopf „Goldener Plan“, der zuletzt laut Lewandowski aufgestockt wurde, könnte nach Antrag und Prüfung greifen. Garn: „Ich denke, wir werden bei der Beantragung mithelfen können.“ Einen Tipp gab zudem der Landrat den Wasserfreunden: „Prüfen Sie mal, ob die Tourismusförderung eine Option darstellt.“ Apropos. Im Hafen ist laut Hans Sachs, Kassierer und einer der Sprecher des Vereins, tatsächlich viel mehr los als früher. Immer mehr Touristen halten mit ihren Booten an den Stegen, die ebenfalls teils ertüchtigt wurden und werden.

Die nächste Stippvisite führte den Landrat zum Campingplatz am Havelkanal in Zeestow. Die beiden neuen Eigentümer Volker und Michael Gaedicke, die seit Januar dieses Jahres positive Akzente setzen, haben viel vor. Die ersten Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen sind bereits sichtbar, etwa mit Blick auf die Gaststätte „Camping-Stübchen“. Das hat sich bereits ausgezahlt. Denn: „Es kommen wieder sehr viel mehr Touristen als fahrendes Volk. In diesem Jahr haben wir so viele Gäste begrüßen können, wie in den vergangenen fünf Jahren zusammen“, so Volker Gaedicke, der sich auf Angaben des Vorbesitzers stützt. Viele Skandinavier sind gekommen, Dänen vor allem, die auf ihrer Reise in den Süden in Zeestow stoppen und auf ihrem Rückweg Richtung Norden erneut dort rasten. 70 Prozent seien Transitgäste. Und sonst? In Planung ist etwa ein Fahrradverleih. Demnächst werden noch Mobilheime angeschafft. Die Kolosse mit 40 bis 50 Quadratmeter Wohnraum bei einer Maximallänge von bis zu zwölf Metern und einer Breite von rund vier Metern sollen an Dauercamper verkauft werden, Stichwort Glamping (Luxus-Camping). Ein Mobilheim, indem all das vorhanden ist, was das Leben angenehm erscheinen lässt, bezieht das Paar selbst. Der Campingplatz am Havelkanal hat im Moment drei Sterne inne. Die Übernachtungskosten sind im Vergleich übrigens moderat. Beispiel: Eine Übernachtung mit einem Wohnwagen, zwei Erwachsenen plus Strom kostet derzeit 21 Euro.

Weitere Stationen des Landrates und des Bürgermeisters waren noch die Gemeindebibliothek und der Feuerwehrstützpunkt. In der Bibliothek etwa informierte sich Lewandowski über die Angebote und Nutzerzahlen. Leiterin Anja Rodes gab bereitwillig Auskunft. Bis zu 700 Bibliotheksgäste sind registriert, vor allem Kinder. Die älteste Nutzerin ist übrigens über 90 Jahre alt. Die kostenpflichtige Grundgebühr liegt pro Jahr bei neun Euro. 13.000 Medien sind im Bestand der Gemeindebibliothek. 30.000 Ausleihen gibt es pro Jahr. Die Gemeinde steuert rund 100.000 jährlich an finanzielle Unterstützung bei. „Es ist schön und wichtig, Bibliotheken am Leben zu erhalten“, lobte Lewandowski, der in Otfried Preußlers Erstlingswerk „Der kleine Wassermann“ schmökerte. Und: Der Landrat ist nun Buchpate. Er hat das Buch „Wieso, weshalb warum: Deutschland“ für die Bibliothek gekauft. „Nachahmer sind immer willkommen“, meinte Rodes mit Blick auf die zahlreichen Wunschbücher, die die Bibliothek reihenweise hat.

Indes konnte Gemeindewehrführer Marco Robitzsch dem Landrat gegenüber die Ist-Situation der Freiwilligen Feuerwehren in Brieselang und Bredow detailliert darlegen. Rund 70 Kameraden seien derzeit aktiv, darunter sechs Frauen. „Die Personalstärke ist in den vergangenen fünf Jahren stark angewachsen. Doch benötigen wir weitere Kräfte.“ Deren 30 Mitglieder hat übrigens die Jugendfeuerwehr. Der Landkreis will künftig ohnehin verstärkt an die Schulen gehen und die Brandschutzerziehung thematisieren. In der Gemeinde Brieselang ist derzeit der Gefahrenabwehrbedarfsplan in Vorbereitung. Sobald die Neubewertung vorliegt, könnten die Handlungsempfehlungen deutlich abgeleitet werden, wie Robitzsch während eines Rundgangs im Feuerwehrdepot bekanntgab. Dort zeigte er unter anderem die aktuelle Fahrzeugflotte. Einen Wunsch hatte der Gemeindewehrführer direkt an den Landrat gerichtet. „Es wäre schön und notwendig, wenn der Landkreis ein Brandübungshaus mit Blick auf die weitere Ausbildung von Feuerwehrleuten entstehen lassen könnte.“ Inwieweit das Gehör finden wird, bleibt abzuwarten. (Fotos/Text: Gemeinde Brieselang/Rachner)

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information der Bürger in der Region Havelland unredigiert übernehmen.

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