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15.10.2018

Nauener Laternenumzug – Kalte Cola statt Glühwein

Nauener Laternenumzug – Kalte Cola statt Glühwein

Mit T-Shirt, kurzer Hose und Kaltgetränk sah man viele große und kleine Teilnehmer beim 18. Laternenfest durch die Nauener Altstadt ziehen. Es wird wohl als wärmster Umzug seit Bestehen in die Nauener Geschichtschronik eingehen. Am Nachmittag trafen sich traditionell bereits hunderte Besucher auf dem Sägewerkplatz am Zentralparkplatz, um sich für das Fest zu stärken.

Nach Einbruch der Dunkelheit setzte sich Strausberger Fanfarenzug in Bewegung, der ja neben den Laternenträgern die wichtigste Rolle spielt und den bunten Tross vorne wie hinten zusammenhält. Stars unter den Kinderlaternen war in diesem Jahr wohl die melonengroße, transparente und trotzdem federleichte Kugel mit bunten LED-Leuchtdingern ringsum, die vom fliegenden Händler Paule Zoll unter die Leute gebracht wurde. „Ich komme seit vielen Jahren sehr gerne nach Nauen“, sagte er.

Mittags riefen noch zwei Interessenten aus Falkensee in der Nauener Stadtverwaltung an, um sich nach Parkmöglichkeiten in der City zu erkundigen. Auch die vielen ortsfremden Kennzeichen auf dem Zentralparkplatz sind ein sicheres Zeichen dafür, dass das Laternenfest keine ausschließlich „Nauener Sache“ mehr ist, sondern – genau wie die Hofweihnacht – die Gäste aus dem gesamten Umland anzieht. Die weiteste Anreise hatte wohl eine Familie aus Göteborg mit Nauener Wurzeln. „Laternenumzüge wie dieses gibt es in Schweden höchstens in den Großstädten“, sagte die Mutter. Ihr fünfjähriger Sohn freue sich schon seit Wochen darauf, so die Exil-Nauenerin. Familie Pakulla aus Nauen hat mit ihren beiden Töchtern bislang kaum ein Laternenfest ausgelassen. „Bei diesen Temperaturen besorgt man sich wohl besser gekühlte Getränke statt den üblichen Glühwein“, ulkte Mutter Michaela, die vor Beginn des Umzugs die Laternen startklar machte.

Auch Bürgermeister Manuel Meger (LWN) trifft man mit seiner kleinen Familie in der Karawane, die sich gemeinsam mit den Bläsern und der Jugendfeuerwehr durch das Zentrum der historischen Altstadt schlängeln. „Das Laternenfest ist eine sehr schöne und wichtige Tradition für die Stadt, die wir in keinem Jahr verpassen. Für dieses Fest sage ich auch für die Zukunft meine volle Unterstützung zu“, sagte der Bürgermeister.

Max Kapitzke von der Jugendfeuerwehr Nauen war am Abend mit insgesamt 32 jungen Kameradinnen und Kameraden der Einheiten Börnicke, Bergerdamm, Markee und Nauen dabei, um den Umzug gemeinsam mit Polizei und Feuerwehr zu sichern. „Da kann schnell jemand von den Kindern in die Bläsergruppe geraten – dann kann es zu bösen Stürzen kommen“, erläutert der junge Feuerwehrmann. „Bis auf die ganz Jungen bleiben wir alle bis zum Schluss und helfen nach dem Feuerwerk noch beim Aufräumen“, versicherte er.

Nach den pausenlosen Löscheinsätzen im vergangenen Sommer, bei dem die Freiwillige Feuerwehr Nauen in der Region unterwegs war, stemmte sie schließlich auch noch das diesjährige Laternenfest, das sich bei den Nauenern größter Beliebtheit erfreut. Kenner der Szene vermuten einen Besucherrekord für dieses Laternenfest, das vom Förderverein der Feuerwehr unterstützt wird. Torsten Thewes, Vorsitzender vom Förderverein sagte: „Das erste Laternenfest im Jahr 2000 hatte vielleicht 200 Teilnehmer, heute waren es bestimmt um die 5000 Besucher. Das ist ja auch ein Kompliment an alle Kameradinnen und Kameraden für die geleisteten Arbeiten. Ebenfalls möchte der Vorsitzende sich bei allen Helfern und Sponsoren bedanken, die es mit ihrem Engagement überhaupt erst möglich machen das dieses Fest veranstaltet werden kann“, so der Feuerwehrmann.

Der zehnjährige Adrian Gericke aus Nauen schaute sich noch mit seinem kleinen Bruder Henrik und den Eltern eine Weile das extragroße Feuer an. „Das Feuerwerk schauen wir uns aber von zuhause aus an – das können wir schön von unserem Dachfenster aus sehen“, erklärte er. Die kleine Ana-Sophia Meyer-Mana indes fand die Blasmusik am großen Feuer am besten, während ihre Großcousine Josefine-Marie Selent das Feuerwerk von Pyrotechniker Steffen Rahmel bevorzugte. „Am besten finde ich die Dinger, die so schön laut quietschen“, betonte sie. (Text/Fotos: Norbert Faltin/Stadtverwaltung Nauen)

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information der Bürger in der Region Havelland unredigiert übernehmen.

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