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20.11.2018

Reservisten pflegen Kriegsgräber in Nauen

Reservisten pflegen Kriegsgräber in Nauen

Seit dem Jahr 2002 unterstützt die Reservistenkameradschaft 7 (RK-7) aus Bremervörde die Pflege der russischen Kriegsgräber auf dem Nauener Friedhof. Durch ihren ehrenamtlichen Arbeitseinsatz tragen sie dazu bei, der Anlage ein würdiges Äußeres zu geben. Erst im Sommer hatte Alexander Schamschurin von der Botschaft der Russischen Föderation die Kriegsgräberstätte in Nauen besucht.

Sein Fazit damals: „Es ist eine sehr schöne und sehr gepflegte Anlage. Schön wäre es, wenn man auf einigen Gräbern beizeiten die Inschriften nachzeichnen könnte“, sagte er zu Veronika Kriese von der Nauener Friedhofsverwaltung, die ihn während des Besuchs begleitete. Dem Wunsch von Alexander Schamschurin soll demnächst nachgekommen werden, wenn die RK 7 im Rahmen einer größeren Instandhaltungsmaßnahme auch diese kleinen Mängel beheben wird.

Die Reservistenkameradschaft RK-7 aus Bremervörde hat im Jahr 2002 mit dazu beigetragen, dass auf dem Friedhof in Nauen der russische Ehrenfriedhof nach der Umbettung entstanden ist. Das war der erste von inzwischen mehr als 14 Einsätzen für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., an dem sich die Reservisten beteiligten. Die Reservisten besuchen seitdem regelmäßig, einmal im Jahr, diesen russischen Ehrenfriedhof. 229 sowjetische Gefallene des Zweiten Weltkrieges – davon 121 ohne Identität – finden in der Nauener Kriegsgräberstätte ihre letzte Ruhestätte. Nicht selten werden sie von ihren Angehörigen besucht, wie Alexander Schamschurin berichtete.

Der Vorsitzenden der RK 7, Kai-Uwe Engelmann, sagte nach seinem Besuch: „Es fällt auf, dass diese Ruhestätte trotz eines großen Baumbestandes immer sehr gepflegt ist. Den Baumbestand empfindet man als eine zusätzliche Ruhequelle auf diesem Friedhof, die es auf anderen Friedhöfen so nicht gibt“, so Engelmann. Dies mache sich gerade in den Sommermonaten bemerkbar, wo es viele Schattenplätze gebe, die auch zum Verweilen einladen, so der Vorsitzende. „Die Atmosphäre und der Charakter eines Parks in Kombination mit einem Friedhof ist hier sehr schön umgesetzt.“

Bürgermeister Manuel Meger (LWN) lobte indes das Engagement der Reservistenkameradschaft. „Bei dem Einsatz geht es nicht nur um die Pflege und den Erhalt von Kriegsgräbern, sondern auch um Völkerverständigung“, betonte er. Jährlich werde anlässlich des Befreiungstages vom Hitlerfaschismus am 8. Mai 1945 der Millionen Opfer des Zweiten Weltkrieges gedacht, und eine Delegation Nauener Politiker legt Blumen am Denkmal der gefallenen Soldaten – einer Granitstele mit rotem Stern – auf dem Friedhof in Nauen nieder, erklärte der Bürgermeister.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information der Bürger in der Region Havelland unredigiert übernehmen.

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