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22.11.2018

Brieselang: Füreinander da: Ehepaar Kühn feiert Platinhochzeit

Brieselang: Füreinander da: Ehepaar Kühn feiert Platinhochzeit

Ein sehr seltenes Jubiläum: Das Ehepaar Kühn aus Brieselang hat am Dienstag ihren sage und schreibe 70. Hochzeitstag gefeiert. Mit der Platin- oder Gnadenhochzeit, so wird sie landläufig auch genannt, sind viele Erinnerungen verbunden. Am 20. November 1948 haben sich Ingeborg und Wilhelm Kühn nach der standesamtlichen Trauung in der Immanuelkirche in Berlin Prenzlauer Berg das Ja-Wort gegeben.

Das ist mittlerweile stolze 70 Jahre her. Dennoch erinnern sie sich an viele Details. Beide sind 93 Jahre alt und ihre Liebe zueinander ist nach wie vor unerschütterlich und zugleich von außergewöhnlicher Zuneigung geprägt. Ein Küsschen hier, ein Küsschen dort. „Das ist richtige Liebe bei uns und das ist immer noch so“, betont Ingeborg Kühn. „Was, mein Kleener? Wir lieben uns!“ Beide sind miteinander sehr glücklich und stets füreinander da. Familie bedeutet für das erzählfreudige Jubiläumspaar alles. Sie sind sehr gerne mit ihren drei Kindern Marion, Gudrun und Olaf und den vielen weiteren Verwandten zusammen. Ein besonderes Buch, das sie vor ein paar Jahren von ihnen erhalten haben, dokumentiert die Familienchronik des Ehepaars. „Wir sind stolz auf unsere Familie. Wir halten zusammen – das ist einmalig“, sagen sie.

Kennengelernt haben sie sich 1941 im Alter von 16 Jahren in Schwedt, der Heimatstadt von Wilhelm Kühn. Eher zufällig traf die gebürtige und waschechte Charlottenburgerin, die im späteren Berufsleben als Sekretärin in einem Unternehmen gearbeitet hat, ihren Liebsten auf dem Hof eines Freundes. Wenige Augenblicke zuvor hatten sich erstmals ihre Blicke auf einer Brücke gekreuzt, ehe sie sich die Hand reichten. „Ich habe sie nie wieder losgelassen“, sagt Wilhelm Kühn. 1944 hatten sich beide schließlich während der Wirren des Zweiten Weltkrieges verlobt, in einer nicht nur von Arbeitseinsätzen geprägten Zeit.

Es war alles sehr schwierig, zumal Wilhelm Kühn nach Kampfhandlungen in Italien schließlich in Libyen und Ägypten in Kriegsgefangenschaft geriet. Erst 1948 kam der Maschinenbauingenieur frei, wenig später konnten sie endlich heiraten. Kaninchen gab es, doch nach Essen war ihnen bis auf ihre 30 Gäste nicht zumute. Warum? Es war ihr Kaninchen, das auf dem Teller landete. Ein für beide Partner besonderes Tier, das sie sehr geliebt haben. „Es kam immer auf meinen Schoß gesprungen. Es war wirklich schlimm, eine Katastrophe“, erinnert sich Wilhelm Kühn. „Wir haben davon nichts gegessen, trotz der schwierigen Versorgungslage seinerzeit“, sagt seine Frau Ingeborg. Dennoch sei es eine schöne Hochzeit gewesen.

Ingeborg und Wilhelm Kühn leben seit rund vier Jahren in Brieselang, in dem Haus einer ihrer Töchter. Zuvor haben sie jahrelang in Königs Wusterhausen das Leben und ihre Liebe zueinander genießen können. Ein Rezept für 70 Jahre Miteinander hat das Ehepaar jedenfalls. „Man muss sich stets gegenseitig unterstützen und akzeptieren. Und: ich kann mich nicht an einen ernsthaften Streit erinnern“, so Wilhelm Kühn, der sich mit seiner Frau Ingeborg überlegt hat, sich nochmals trauen zu lassen. Wahre Liebe eben. (Foto/Text: Gemeinde Brieselang/Rachner)

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information der Bürger in der Region Havelland unredigiert übernehmen.

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