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14.12.2018

Kino-Filmkritik: How to Party with Mom

Kino-Filmkritik: How to Party with Mom

Melissa McCarthy hat ein paar sehr gute Kinofilme gedreht („Taffe Mädels“), aber leider umso mehr richtig schlechte („Taffy“, „The Boss“). Da hat man als Zuschauer bei einem neuen Film schon richtig Bammel, ob man sich bei einem McCarthy-Film noch ein Ticket lösen soll oder besser nicht. Auch der neue Film „How to Party with Mom“ folgt einem inzwischen bekannten Muster.

Melissa McCarthy schreibt das Drehbuch zusammen mit ihrem Mann Ben Falcone. Er nimmt anschließend auf dem Regiestuhl Platz, sie mimt die Hauptrolle.

Im neuen 105-Minuten-Film bringt die plüschige Hausfrau Deanna (McCarthy) ihre Tochter Maddie (Molly Gordon) ins College. Kaum ist die Tochter ausgestiegen, offenbart Deannas Ehemann Dan (Matt Walsh), dass er eine Affäre mit der herrischen Maklerin Marcia (Julie Bowen aus „Modern Family“) hat. Deannas Welt bricht zusammen. Sie erinnert sich, dass sie damals ihr Studium für die Karriere ihres Mannes aufgegeben hat – und beschließt, wieder eine Studentin zu werden.

Der Film „How to Party with Mom“ hat seine Momente. Wie Deanna von der tuddeligen Mama langsam wieder zu einer selbstbestimmten Frau wird, die ihr Leben in die Hand nimmt und ihre lang verschütteten Träume wiederfindet, das ist der rote Faden, der durch die amüsante, aber nie wirklich komische College-Komödie führt.

Dass der Film genug Fahrt aufnimmt, um den Zuschauer anderthalb Stunden lang zu beschäftigen, liegt vor allem an einigen gelungenen Nebenfiguren. So findet sich in Deannas junger Studentenclique etwa das ziemlich schräge Koma-Girl, das sich über die Jahre schlafend eine riesige Social-Media-Gemeinschaft angelacht hat. Und dann ist da auch noch der schönste Junge des Colleges, der ab sofort nur noch Augen für die dramatisch ältere Deanna hat.

„How to Party with Mom“ ist kein großer Kracher, aber ein herzensgutes Feel-good-Movie in der Tradition der Filme, die der verstorbene John Candy („Ein total verrückter Sommer“ oder „Great Outdoors – Ferien zu dritt“) früher so gern gedreht hat. Da ging es dann auch immer um das Glück im Kleinen und darum, dass man sein Herz und seinen Mut zusammennehmen muss, um etwas für sich und für die Familie zu erreichen. Man muss aber auch ganz klar sagen: Um das zu sehen, reicht das Heimkino völlig aus.

Melissa McCarthy braucht nach vielen Geht-so-Filmen dringend eine Rolle jenseits ausgetretener Pfade, die sie wieder nach oben spült. Denn zurzeit spielt sie ohne große Anstrengung immer nur die leicht krawallige Übergewichtige. Das reicht auf Dauer nicht aus. (CS / Bild: © 2018 Warner Bros)

Tipp: 3 von 5 Sterne
FSK: ab 12 Jahre
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=2wqqVM7yDoI

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