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27.12.2018

Nauen: 5. Birnenfest auf Schloss Ribbeck

Nauen: 5. Birnenfest auf Schloss Ribbeck

Ende September fand bereits zum 5. Mal das Birnenfest statt – einmal rund um das Schloss Ribbeck herum. Schlossherr Frank Wasser und Jürgen Gaschler als Ortsvorsteher und Vorsitzender des Heimatvereins hatten das Fest einmal mehr organisiert. Es gab ein buntes Bühnenprogramm u.a. mit Musik des Jugendblasorchesters der Musik- und Kunstschule Havelland und mit Tanzdarbietungen des Paretzer Liebhabertheathers in historischen Kostümen.

Die Landfrauen vom Heimatverein luden derweil zum Kuchenwettbewerb ein. Die Kinder freuten sich über eine Schminkgelegenheit und einen Streichelzoo. Und dann gab es da auch noch einen bunten Budenzauber mit Glasbläser, Holzspielzeug, Alpaka-Wollpullovern und Birnenschnaps, der zum Schlendern einlud.

Elke Nermerich, stellvertretende Landrätin des Havellands: „Der Birnbaum des Herrn von Ribbeck auf Ribbeck, von dem Theodor Fontane schrieb, fiel leider schon 1911 einem Sturm zum Opfer. Der Stumpf ist noch immer in der Ribbecker Kirche zu bewundern. Die Birne ist für uns ein Symbol für die Rückbesinnung auf alte Werte geworden. Nicht umsonst hat ja jedes der 16 Bundesländer bei uns in Ribbeck einen neuen Birnenbaum gepflanzt. Heute lädt das Dorf Ribbeck alle Besucher zu einem Spaziergang ein. Überall werden sie dabei der Birne begegnen.“

Passend zum 5. Birnenfest in Ribbeck konnte da auch der Ausblick aufs Fontane-Jahr 2019 nicht unterbleiben. Das Schloss Ribbeck wird passend zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane den gesamten Museumsbereich neu gestalten und ihn ganz der Erinnerung an den berühmten deutschen Dichter widmen. Auch die Ribbecker Schlossfestspiele werden sich dem anpassen und in der Outdoor-Saison noch einmal das Stück „Effi Briest“ aufführen.

Nicht nur die Besucher des 5. Birnenfestes freuten sich, dass Schloss Ribbeck bei prächtigem Sonnenschein eine famose Kulisse für das Fest abgab und es so allein schon durch den Ort des Geschehens aufwertete. Geschäftsführer Frank Wasser: „Tatsächlich ist Schloss Ribbeck auf dem besten Weg, sich deutschlandweit zu etablieren. Der Zuspruch aus den anderen Bundesländern ist sehr groß. Die Erwartungen an uns sind hoch – und wir werden ihnen gerecht. Wir freuen uns auch sehr darüber, dass wir aus der Bevölkerung einen so großen Zuspruch bekommen. Die Menschen aus der Nachbarschaft lieben ihr Schloss und sind stolz darauf.“

Elke Nermerich: „Schloss Ribbeck ist ein touristischer Leuchtturm im ganzen Havelland. Es ist schön, dass hier so viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden können. Das belebt die gesamte Region.“

Bei den Besuchern kam auch der traditionelle Tortenwettbewerb der Landfrauen vom Heimatverein sehr gut an. 18 Kreationen durften vor Ort probiert werden, darunter viele Backwerke mit der berühmten Birne auf der Zutatenliste (die aber kein Muss war). Neben Elke Nermerich, Frank Wasser und Jörg Schulz vom Paretzer Liebhabertheater gehörte auch die havelländische Erntekönigin Antonia Martini mit zur Jury, die die Kuchen und Torten am Ende bewerten musste. Jürgen Gaschke vom Heimatverein Ribbeck, dem zurzeit 33 Personen aus dem Havelland angehören: „Im letzten Jahr gingen 24 Torten an den Start, da musste unser Landrat Roger Lewandowski zur Probiergabel greifen. Solche Aktionen wie der Tortenwettbewerb machen viel Spaß, das stärkt das dörfliche Miteinander.“

Am Ende schaffte es die Birne-Sahnetorte von Edith Schönefeldt auf Platz 2. Inge Göllner gewann aber mit ihrer Sahne-Käse-Birne-Torte den Wettbewerb. Sie erhielt als Siegerin einen Restaurant-Gutschein für Schloss Ribbeck, den sie nun mit ihren Lieben einlösen kann.

Direkt neben dem meterlangen Kuchenstand war Rafael Kugel mit seinem „Havelwasser“-Stand (www.havelwasser.com) zu finden. Der Entrepreneur hat mit seinem erfrischenden Getränk „Havelwasser“ und dem Slogan „Birnensaft küsst Weißwein“ das zu Ribbeck passende Getränk in Flaschen gezogen: „Gleich hinter dem Ribbäcker-Café liegt ja mein Birnengarten (www.birnengarten-ribbeck.de), der 2006 im Rahmen der Landesgartenschau angelegt wurde. Hier gibt es 23 Birnbäume von 14 verschiedenen Sorten. Das Erntejahr 2018 war sehr gut. Die hier geernteten Birnen werden direkt zu Havelwasser verarbeitet.“

Die Gäste des 5. Birnenfestes konnten das spritzige Havelwasser gleich vor Ort probieren oder sich mit einem Vorrat eindecken. Auch der Birnen-Kräuterschaps „Havler“ und die Neuentwicklung „EierBirne“ wurden vorgestellt. Rafael Kugel: „‚EierBirne‘ ist ein Eierlikör, der mit Birne verfeinert wird. Die Idee dazu ist uns auf der Grünen Woche gekommen, als nebenan der Stand von ‚Scharfes Gelb‘ zu finden war. Wir haben uns gemeinsam gefragt: Was passiert wohl, wenn unsere Birne in euren Likör hineinfällt? Das haben wir dann gemeinsam umgesetzt.“

Echte Hingucker auf dem Birnenfest waren auch die Alpakas von der 1. Alpakafarm im Havelland, die in Börnicke zu finden ist. Nora Kuntzagk verkaufte vor Ort modische Pullover und Jacken aus Alpakawolle, während ihr Mann Joachim mit einem flauschigen Alpaka die Runde machte. Vor allem bei den Kindern kam das zahme Tier sehr gut an: Jeder durfte es einmal streicheln. (Text/Fotos: CS)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 152 (11/2018) veröffentlicht.

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