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01.01.2019

23. Birnenbaum im Birnengarten Ribbeck

23. Birnenbaum im Birnengarten Ribbeck

Vom „Ribbäcker“ in Ribbeck sind es nur ein paar Schritte, die zum Birnengarten (www.birnengarten-ribbeck.de) führen. Der Garten wurde im Jahr 2006 im Rahmen der Landesgartenschau angelegt. 23 Birnenbäume in 14 verschiedenen Sorten stehen hier. Seit anderthalb Jahren kümmert sich Rafael Kugel als Pächter um das neu belebte Gelände.

Er sieht sich als Botschafter der Birne und bietet in seinem Unternehmen „Havelwasser“ (www.havelwasser.com) nicht nur einen Birnen-Kräuterlikör namens Havler, sondern auch das süffige Havelwasser („Birnensaft küsst Weißwein“) als Schorle an.

Rafael Kugel: „Für jeden Baum in unserem Birnengarten gibt es einen eigenen Paten. Etwa einen Schäfer, dessen Schafe das Gras im Garten kurz halten. Oder einen Imker, dessen Bienen die Blüten bestäuben. Nun ist es so, dass einer der 23 Birnenbäume im Garten abgestorben ist, ich vermute Wühlmäuse an den Wurzeln. Aus diesem Grund haben wir einen neuen Baum nachgepflanzt – eine Kongreßbirne. Somit ist der Birnengarten wieder vollständig. Und da dieser Baum mit der Nummer D6 noch keinen Paten hatte, haben wir das Unternehmen Tourismus-Marketing Brandenburg (TMB) gefragt, ob sie gern Pate sein möchten.“

Für die TMB war Geschäftsführer Dieter Hütte vor Ort: „Es ist sehr schön, dass wir die Lücke im Baumbestand schließen konnten. Für uns ist das eine Steilvorlage, denn es naht das Fontane-Jahr. Da wünschen wir uns natürlich viele neue Besucher vor Ort, die nicht nur Fontane, sondern auch Ribbeck neu entdecken.“

Bei der Pflanzung des Bäumchens waren neben Rafael Kugel und Dieter Hütte auch Landrat Roger Lewandowski und Matthias Kühn als Geschäftsführer des Tourismusverbandes Havelland mit zugegen. Am 13. November um 9 Uhr wurde das Bäumchen in den Boden gesetzt. Um das Wässern der Wurzeln brauchte sich niemand zu kümmern, das regelte der Regen von oben. Roger Lewandowski: „Das war schon so, als ich die Patenurkunde für mein eigenes Bäumchen überreicht bekommen habe. Da schüttete es aus Kübeln.“

Als Pate hat Dieter Hütte nun vor allem eine Aufgabe: Die Idee der Birne weiterzutragen, der Birne eine Bühne zu bieten und unbedingt auch selbst Großzügigkeit, Mitmenschlichkeit und Toleranz zu leben, wie es im berühmten Fontane-Gedicht um den Birnbaum in Ribbecks Garten bereits vorgelebt wird.

Rafael Kugel: „Unser Birnengarten in Ribbeck steht der Allgemeinheit zur Verfügung. Zwischen dem Tag der Birne immer am 4. Sonntag im April und dem Birnenfest zum Ende der Saison hin kann man sich beim „Ribbäcker“ (www.ribbaecker.de) gern fertig gepackte Picknickkörbe abholen und es sich dann unter den Bäumen gemütlich machen. Gern können die Besucher auch für den Eigengebrauch Birnen pflücken – wir geben sie für die Allgemeinheit frei. In den letzten Jahren haben wir aus den Birnen immer Kompott und einen Brotaufstrich gemacht. Das haben wir in diesem Jahr leider nicht geschafft. Da waren wir froh, dass unsere Birnen von anderen Menschen verwertet wurden.“

Die 23 Birnenbäume werden nun in der Winterzeit fachmännisch zurückgeschnitten, damit sie im kommenden Jahr wieder munter austreiben und viele Früchte entwickeln können. In der Zwischenzeit wird Rafael Kugel weiter als Birnen-Botschafter unterwegs sein: „Unser Havelwasser steht bereits in 400 Läden im Sortiment. Wir werden nun versuchen, dass unsere Erzeugnisse überall in der Gastronomie entlang der Havel auf die Karte kommen. Es gibt doch nichts Erfrischenderes, als im Sommer auf der Terrasse eines Restaurants eine Birnenschorle zu trinken. Neue Produkte haben wir auch in der Pipeline. Es wird einen Birnen-Brand geben. Und wir arbeiten an einem Birnengetränk ganz ohne Alkohol. Das passt – denn wir planen im Birnengarten Ribbeck auch Veranstaltungen für Kinder.“ Besonders freuen sich die Veranstalter auf den „Tag der Birne“ (www.tag-der-birne.de) am 28. April 2019. Dann findet vor Ort wieder ein großes Gemeinschaftspicknick statt: Jeder bringt etwas zu Essen und zu Trinken mit, was dann mit der Allgemeinheit geteilt wird. (Text/Fotos: CS)

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 153 (122018) veröffentlicht.

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