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02.01.2019

Spandau: Die 1-Meter-Pizza bei Solo Pizza

Spandau: Die 1-Meter-Pizza bei Solo Pizza

Auch Pizza geht in edel. Ein Geheimtipp für alle Pizza-Gourmets ist das kleine Ladengeschäft „Solo Pizza“ in der Wilhelmstraße. Hier gibt es nichts anderes auf der Karte als hausgemachte Pizza, die aus dem mit Holz befeuerten Steinofen kommt. Knapp 30 Pizzen stehen auf der Karte. (ANZEIGE)

Sie lassen sich wahlweise als „piccola“ (33 cm Durchmesser), als „medium“ (41 cm) oder als „grande“ (50 cm) bestellen. Kaum eine Pizza kostet weniger als zehn Euro. Der Grund für den stolzen Preis sind besonders hochwertige Zutaten aus Italien, die eben auch im Einkauf hohe Kosten verursachen. Samir Livolsi (52): „Unser Teig darf auch ganz besonders lange ruhen. Das macht unsere Pizza nicht nur besonders lecker, sondern auch sehr bekömmlich. Die Teigruhe sorgt dafür, dass einem die Pizza nicht schwer im Magen liegen bleibt.“

Livolsi? Den Namen kennt man doch in Falkensee. Gina Livolsi (52): „Wir sind seit über 30 Jahren in der Gastronomie tätig. Mein Bruder Mario Livolsi hat lange Jahre das Restaurant am Falkenhagener See betrieben, das er nun unter dem Namen ‚Seeterrasse Falkensee‘ noch immer verpachtet. Samir war einer der ersten Pizzabäcker in der ‚Trattoria Toscana‘. Angefangen hat unsere gastronomische Karriere aber in der Stadtrandstraße in Spandau – nur einen Steinwurf von der Falkenseer Stadtgrenze entfernt. Da, wo früher unser Restaurant zu finden war, ist nun ein Bürgerbüro.“

Das „Solo Pizza“ gibt es seit Oktober 2007 in Spandau. Es ist ein sehr kleines Geschäft mit wenig Sitzplätzen. Die meisten Kunden bestellen sich ihre Pizza und holen sie vor Ort ab. Gina Livolsi: „Ich bin sehr stolz auf unseren kleinen Kiez. Seit über zehn Jahren verstehen wir uns bestens mit dem Barfly direkt nebenan und mit dem Plan B. Wir schicken unsere Kunden zum Kaffee trinken ins Barfly und das Plan B bestellt bei uns Pizzen für ihre Gäste. Im Sommer sitzen die Gäste von uns allen draußen auf der Terrasse zusammen.“

Richtig bekannt geworden ist das „Solo Pizza“, als es im Sommer 2017 den Kabel.1-TV-Wettbewerb „Mein Lokal, Dein Lokal“ gewann und auf diese Weise viele neue hungrige Gäste auf sich aufmerksam machen konnte.

Gina Livolsi: „Wir wollten erst gar keine Karte schreiben, weil die Kunden sowieso meist schon im Vorfeld wissen, was sie gern essen möchten. Oft bestellen sie, ohne auf die Karte zu schauen. Oder sie fragen, ob sie die Salami-Pizza auch mit Pilzen bekommen können. Wir haben aber einige besondere Pizzen auf der Karte – und da lohnt es sich schon, sie anzupreisen.“

Zu diesen Spezial-Pizzen gehört etwa die Cinghiale mit Wildschweinwurst und Walnüssen, die Filetto di Manzo mit Rinderfilet und grüner Paprika, die Salsiccia mit grober würziger italienischer Wurst oder die Salmone e Spinaci mit Lachs, Creme fraiche und Spinat.

Gina Livolsi: „Ein echter Geheimtipp bei uns ist die Bresaola mit luftgetrocknetem Rinderfilet, gebratenen Champignons, Rucola und Parmesansplittern. Gern bieten wir unseren Gästen auch an, ihre Pizza zu teilen, wenn sie sich nicht zwischen zwei Pizzen entscheiden können. Dann belegen wir die eine Hälfte anders als die andere – und man hat mehr Abwechslung auf dem Teller.“

Insbesondere im Sommer werden gern die Pizzen „Bianco“ bestellt. Sie tauschen die Tomatensauce auf den Pizzaböden gegen eine weiße Basis aus Mascarponecreme und Mozzarella ein. Das hört sich ungewöhnlich an, schmeckt aber sehr gut.

Ein echtes Alleinstellungsmerkmal vor Ort ist die 1-Meter-Pizza zu 98 Euro, die sich in vier Variationen belegen lässt. Das Pizza-Monster ist so groß wie der Esstisch mancher Familien. Wer reserviert hat, kann die Pizza mit Freunden gleich vor Ort verputzen. Wenn es denn gelingt, denn die Größe dieses Teigwunders sprengt die eigene Vorstellungskraft. Gina Livolsi: „Die wenigsten Gäste schaffen es, diese Pizza zu verputzen. Am besten waren einmal drei Erwachsene und ein Teenager, die haben die 1-Meter-Pizza zu viert geschafft. Die meisten lassen sich die Reste einpacken. Mein Tipp: Kalte Pizza lässt sich am besten in einer beschichteten Bratpfanne aufwärmen, im Ofen trocknet sie leicht aus.“

Make pizza great again: Wer die 1-Meter-Pizza für eine Feier mit nach Hause nehmen möchte, kann dies gern tun. In diesem Fall verborgen die Livolsis ein rundes Pizzabrett aus Holz für den Transport.

Samir Livolsi: „Wir haben schon viele verrückte Sachen ausprobiert. Aus Neapel haben wir 1982 die Pizza mit Spaghetti mitgebracht. Ebenfalls aus Italien kommt die Nutella-Pizza. Da war die Nachfrage sehr hoch. Wir haben sie trotzdem von der Karte genommen, da die Zubereitung viel zu aufwändig war. Manche Gäste kamen anschließend mit einem vollen Nutella-Glas zu uns, damit wir nicht sagen können, es liege an den fehlenden Zutaten, dass wir sie nicht mehr backen können.“

Samir Livolsi denkt darüber nach, aus dem „Solo Pizza“ ein Franchise zu machen. Den ersten Schritt ist er mit einer ausgelagerten, zentralen Küche für die Vorbereitung bereits gegangen: „Franchise-Nehmer brauchen unbedingt die Liebe zur italienischen Küche. Kochen ist die schönste Form der Kunst, Essen die schönste Form der Geselligkeit.“ (Text/Fotos: CS)

Info: Solo Pizza, Wilhelmstraße 147, 13595 Berlin, Tel.: 030-36433888, www.solopizza.berlin

Dieser Artikel wurde in „FALKENSEE.aktuell – Unser Havelland“ Ausgabe 154 (1/2019) veröffentlicht.

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