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15.09.2016

Kino-Filmkritik: Burg Schreckenstein

BS_HAUPTPLAKAT_A4_A4Seit vielen Jahrzehnten begeistert Oliver Hassencamp heranwachsende Jungs mit seiner Kinderbuchreihe „Burg Schreckenstein“. Die Bücher haben alles, was sich die Zielgruppe wünscht – eine geheimnisvolle Raubritterburg als Sitz eines reinen Jungeninternats, Abenteuer, Freundschaft, Geheimnisse und den Schwur, immer zusammenzuhalten. Und auf der anderen Seite des Sees ein Elite-Internat namens Rosenfels, aber nur für strebsame Mädchen, denen die „Schreckies“ wilde Streiche spielen können!

Nun kommt der Film ins Kino (Start: 20. Oktober) – und macht fast alles richtig. Stephan (Maurizio Magno) hat Probleme mit der Schule, seine Eltern haben auch nicht wirklich die Zeit, sich um ihn zu kümmern. Also soll er aufs Internat. Auf Burg Schreckenstein. Hier lernt er die Schreckensteiner Jungs kennen: Ottokar (Benedict Glöckle), Mücke (Caspar Krzysch), Strehlau (Eloi Christ) und Dampfwalze (Chieloka Nwokolo). Sie nehmen Stephan in ihren Rittergeheimbund auf – und schon werden erste Streiche ausgeheckt, die vor allem die Internatsleiterin von Rosenfels – die strenge Frau Dr. Horn (Sophie Rois) – auf die Palme bringen. Wie gut, dass der Schulleiter von Burg Schreckenstein – Direktor Rex (Henning Baum) – auf alle Probleme mit hühnenhafter Gelassenheit reagiert.

Als die Streiche aber eskalieren, müssen die Mädchen – mit Bea (Nina Goceva), Inga (Mina Rueffer) und Alina (Paula Donath) – passend zum geplanten Burgfest mit zu den Schreckies in die Burg ziehen. Ob das wohl gutgehen kann?

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„Burg Schreckenstein“ setzt das Feeling der Bücher sehr gut um und liefert den minderjährigen Zuschauern Action, Streiche, dumme Sprüche, geheime Riten und Späße satt. Die Jungs dürften zufrieden sein.

Der Film versucht aber zugleich, auch den Mädchen unter den Zuschauern gerecht zu werden – und verbiegt das reine Jungens-Thema so zu einem familienkompatiblen Happening. Ob das den eingefleischten Schreckenstein-Fans und damit den Jungs gefällt? Die Mädchen bekommen jedenfalls ähnlich viel Bildschirmzeit, dürfen ebenfalls tolle Streiche aushecken und kommen sehr „cool“ rüber.

Gift für die Jungs dürfte das häufige „Gesinge“ im Film sein. Peter Plate und Ulf Leo Sommer, die schon die Songs zu den Bibi & Tina-Verfilmungen beigesteuert haben, sind auch bei „Burg Schreckenstein“ aktiv – mit weiteren Musikern. Die Songs erinnern sehr an „Bibi & Tina“ und verhindern so, dass „Burg Schreckenstein“ seine eigene Identität findet. Der erste Film ist aber dennoch so gut gelungen, dass eine Fortsetzung als Serie wünschenswert wäre. (Text: CS / Bild: Concorde Filmverleih GmbH – Christian Hartmann und Oliver Oppitz)

Tipp: 4 von 5 Sternen
FSK: ab 0 Jahren
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=JS3U8Y-2qMY

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