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01.01.2017

Weihnachten im Schuhkarton 2016: Sammelstation Falkensee!

Bald ist Weihnachten – und vielen Kindern in den armen Ländern geht es schlecht. Um ihnen ein wenig Freude in einem tristen Alltag zu spenden, hat der Verein „Geschenke der Hoffnung“ die deutschlandweite Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ (www.weihnachten-im-Schuhkarton.org) ins Leben gerufen.

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in der Scharenbergstraße 1-3 in Falkensee fungiert bei der 21. Neuauflage der Charity-Aktion einmal mehr als Sammelstelle für die gespendeten Schuhkartons.

Im Grunde genommen geht es darum, einen Schuhkarton weihnachtlich einzuschlagen, um ihn dann mit kleinen Präsenten zu füllen. Ein Aufkleber gibt vor, ob das Paket später einem Jungen oder einem Mädchen überreicht werden soll. Es gibt für jedes Geschlecht drei Altersgruppen, zu denen die kleinen Präsente passen sollen. So wird sichergestellt, dass die Inhalte auch wirklich „richtig“ sind und die Freude bei den Beschenkten groß ist.

Kompliziert ist leider, dass die Bedingungen, was mit ins Päckchen darf, sehr eng gefasst sind. Schulsachen, Zahnbürsten, Haarbürsten, ein kleines Auto oder ein Schal sind erlaubt, bestimmte Nahrungsmittel, Kriegsspielzeug oder andere Dinge nicht. Das klingt streng, ist aber oft dem Zoll geschuldet, der die Transporter ansonsten nicht ins Land lässt.

Susanne Schröder (57, siehe Foto) ist im 13. Jahr dabei. Sie sagt: „Im letzten Jahr sind unsere Pakete aus Falkensee vor allem nach Polen und in die Republik Moldau gegangen. Ich bin immer wieder erschüttert, wie groß die Armut in manchen Ländern sein kann und wie früh die Mädchen dort selbst Kinder bekommen.“

In Falkensee fungiert in diesem Jahr Winfried Greif (56, Foto links) als Sammelstellenleiter. Er findet es schade, dass bis kurz vor Sammelschluss am 15. November erst 400 Pakete in der Kirche eingetroffen sind. Im vergangenen Jahr waren es fast doppelt so viel: „Das Nachlassen der Spendenbereitschaft hat sicherlich auch etwas mit der aktuellen Flüchtlingsproblematik zu tun. Dabei verdienen doch auch die Kinder ein Geschenk zu Weihnachten, die mit ihren Eltern eben nicht ihr Land verlassen haben. Aber die Pakete gehen ja nicht nur in die aktuellen Krisenregionen, sondern generell in arme Länder. Und hier hat sich die Situation vor Ort im Vergleich zum letzten Jahr sogar noch einmal deutlich verschlechtert.“

Immerhin ist Hilfsbereitschaft noch immer ein Thema im Unterricht. Greif: „In der Lessingschule wurden 20 Pakete zusammengestellt, die Erich-Kästner-Schule hat 24 Pakete beigesteuert und auch in der Außenstelle Elstal habe ich Pakete aus den Schulen und Kindergärten entgegengenommen. Sehr anrührend waren die Jungs in der 2c der Erich-Kästner-Grundschule, die Pakete für Mädchen gepackt haben – für die Jungs sicherlich nicht ganz einfach.“

Eine große Hilfe in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde ist übrigens Amir, ein Flüchtling aus dem Iran, der nun bereits im dritten Jahr bei „Weihnachten im Schuhkarton“ (Foto Mitte) mit anfasst und die kleinen Päckchen in die großen Transportpakete verpackt. (Foto/Text: CS)

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