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10.01.2017

Kino-Filmkritik: Wendy – Der Film

Kleine Mädchen mit Pferdepostern an der Kinderzimmerwand sind ein treues Kinopublikum. Sie haben die DVDs von „Hände weg von Mississippi“ und „Ostwind“ im Regal zu stehen und alle „Bibi und Tina“ Folgen im Kino gesehen. Nun wartet neuer Stoff mit wiehernden Vierbeinern auf sie. Die Bantry Bay Productions GmbH hat zusammen mit der Deutschen Columbia Pictures Filmproduktion GmbH die klassischen Wendy-Comics, Wendy-Hörspiele und Wendy-Zeichentrickfolgen auf die große Leinwand gebracht.

Wendy, die also multimedial ganze Generationen junger Möchtegern-Reiterinnen in den Schlaf begleitet hat, bekommt nun endlich laufende Echtbilder (www.wendy-film.de).

Im Film lernen wir die zwölfjährige Wendy (Jule Hermann) kennen. Sie war einmal eine ganz große Reithoffnung. Dann ist sie vom Pferd gestürzt und muss seitdem eine Beinschiene tragen. Als der Opa stirbt, kehrt Wendy mit der Familie auf den mittlerweile heruntergekommenen Reiterhof von Oma Herta (Maren Kroymann) zurück. Dieser Hof soll vom modernen Reitstall St. Georg übernommen werden. Deren Besitzerin Ulrike (Nadeshda Brennicke) hat auch ein Auge auf Wendys Papa geworfen. Und Ulrikes Tochter Vanessa (Henriette Morawe) war Wendy schon in ihrer Reiterzeit immerzu ein piesackender Dorn im Fleisch.

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Wendy geht Pferden seit ihrem Unfall aus dem Weg. Das scheint dem Pferd Dixie aber ganz egal zu sein. Es ist dem Metzger ausgebüxt und muss nun von Wendy versteckt werden, damit es nicht zu Wurst verarbeitet wird. Wendy fühlt sich zunehmend für das freche Pferd verantwortlich. Ob Dixie das Pferd ist, für das Wendy wieder in den Sattel steigt?

Regisseurin Dagmar Seume („Hanni & Nanni 3“) liefert mit ihrem 91 Minuten Film einen soliden Film ab. Es gibt eine rührende Geschichte, ein richtig cooles Pferd, eine noch coolere Oma, Eltern, die nicht immer alles verstehen, jede Menge Zickenkrieg und viele, viele Szenen mit über die Wiesen preschenden Pferden. Nur etwas mehr Herzblut hätte dem Film ganz gut getan. Nach vielen Aufregungen und 91 Minuten Gewieher wird, wie es sich für einen Film für die anvisierte Altersgruppe gehört, aber am Ende alles gut und das Gatter für Teil 2 (wenn Teil 1 denn Erfolg hat) wird weit geöffnet.

Eingefleischte Wendy-Leserinnen sind allerdings pikiert, weil die Geschichte aus den Heftchen fürs Kino doch recht freimütig zurechtgebogen wurde. So als hätte man Wendy komplett neu erfunden und dabei ohne Not für die Fans wichtige Tatsachen auf den Kopf gestellt. Das kann an der Kinokasse nach hinten losgehen. (Text: CS / Bilder: © 2016 Sony Pictures Releasing GmbH / Bantry Bay Productions GmH / Tom Trambow)

Hinweis: Der Film startet am 26. Januar 2017 im Kino.

Tipp: 3 von 5 Sternen
FSK: ab 0 Jahren
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=i3Fx0x9bMi0

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