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13.01.2017

Kino-Filmkritik: Split

„Die fünfte Sally“ oder „Die Leben des Billy Milligan“: Daniel Keyes hat sich bereits in den Achtzigern sehr intensiv mit dem Phänomen der zersplitterten Persönlichkeiten beschäftigt. Seine Bücher über multiple Shizophrenie sind unfassbar spannend, aber leider etwas in Vergessenheit geraten. Jetzt wird das Thema wieder akut. M. Night Shyamalan („The Sixth Sense“, „Unbreakable“, „Signs“) hat das Drehbuch zu „Split“ geschrieben und auch wieder im Regiestuhl Platz genommen.

Shyamalan, der gern phantastische Elemente in seinen Filmen platziert, hat in der Vergangenheit einige sehr gelungene Schocker produziert – und ist ebenso oft mächtig auf die Nase gefallen. „Split“ hat das Zeug dafür, wieder einen absoluten Höhepunkt in der Filmkarriere des einfallsreichen Autors zu setzen.

Drei junge Mädchen werden vor einem Shopping-Center betäubt und entführt. Sie wachen in einem Kellerverschlag wieder auf. Der unheimliche Psychotiker Barry (James McAvoy aus „Victor Frankenstein“ und „X-Men“) hat sie gefangengenommen. Der Grund ist den Mädchen zunächst nicht ersichtlich. Aber sie haben Angst. Und das aus gutem Grund. Ein frühkindliches Trauma hat dafür gesorgt, dass Barry 23 verschiedene Persönlichkeiten entwickelt hat, die urplötzlich die Kontrolle über den Körper übernehmen können. Einige dieser Persönlichkeiten sind ganz harmlos, andere – nicht so sehr. Sie alle unterwerfen sich aber einem gemeinsamen Ziel: Sie bereiten die Ankunft der „Bestie“ vor. Das wird die 24. Persönlichkeit sein, die gerade neu im Entstehen ist. Die Mädchen müssen fliehen, bevor die „Bestie“ vollendet ist.

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M. Night Shyamalan entwirft ein grandioses und tief unter die Haut gehendes Psychodrama, das es nur zum Ende hin etwas übertreibt. Bis dahin sorgt ganz allein das grandiose und Oscar-reife Spiel von James McAvoy für einen grenzenlosen Horror beim Zuschauer. Wie der Schauspieler anhand feinster Nuancen in Mimik und Körperhaltung zwischen den zu spielenden Persönlichkeiten wechselt, das ist unfassbar gut gemacht. Und es wird den Zuschauer noch lange in seinen Träumen verfolgen.

Sehr gut ist auch, dass M. Night Shyamalan sich nicht dem typischen Hollywood-Dogma verpflichtet: Die Geschichte muss nicht zwangsläufig im Happyend enden. Es muss nicht jede offene Frage geklärt werden. So taumelt man nach 118 Minuten mental etwas angeschlagen aus dem Kino – und muss zugeben, dass man schon lange nicht mehr mit so wenig Blut und so wenig plötzlichen Schockeffekten so gut und nachhaltig gegruselt wurde. (CS / Bilder: Universal Pictures International Germany)

Der Film startet am 26. Januar 2017 im Kino.

Tipp: 5 von 5 Sternen
FSK: ab 16 Jahren
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=1VqWDr2ldPI

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