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25.02.2017

Kino-Filmkritik: A Cure For Welness

Gore Verbinski („The Ring“) hat sich mit „A Cure for Wellness“ einen Mystery-Thriller ausgedacht, der den Zuschauer 146 Minuten lang auf eine Reise entführt, die dem Zuschauer vorkommt wie eine gruselige Mischung aus „Shutter Island“ und Thomas Manns „Zauberberg“. Der amerikanische Jung-Broker Mr. Lockhart (Dane deHaan, demnächst auch in „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“ zu sehen) reist hektisch in die Schweizer Alpen, um hier nach einem verschollenen Führungsmitglied aus dem Vorstand zu suchen.

Er soll zu Hause die Verantwortung für die aktuelle Krise übernehmen – die Börsenaufsicht ermittelt bereits. Angekommen im luxuriösen Wellness-Resort hat der hektische Mr. Lockhart Probleme damit, seinen Boss im völlig zeitentschleunigten Ressort aufzuspüren. Stattdessen stösst er auf ein unheimliches Geheimnis nach dem anderen. Alle Kurgäste scheinen das gleiche Leiden zu haben, das mit Heilwasser und merkwürdigen Prozeduren behandelt wird. Nach einem spektakulären Autounfall wird Mr. Lockhart selbst als Patient aufgenommen. Zusammen mit der jungen Langzeitpatientin Hannah (Mia Goth) macht sich der misstrauische Gast wider Willen auf, die Geheimnisse des Spa-Leiters Volmer (Jason Isaacs) zu ergründen.

Gore Verbinski bedient sich gerade in der ersten Hälfte seines Films einer unheimlich beeindruckenden Bildsprache. Jede Szene stirbt in Schönheit und trägt das Versprechen zukünftiger Eskalationen in sich. Zum Ende hin verlieren sich die extrem gut choreografierten Bilder etwas, weil die Story nun schnell vorangetrieben werden muss. Trotzdem: Das ist großes Kino und ein Meisterwerk des Kamerateams. Wobei die sensationellen Kulissen (alle in Deutschland gefilmt oder am Rechner entstanden) dazu natürlich beitragen.

Die Geschichte selbst bleibt erst mystisch im Nebel kleben. Aber schon bald ahnt der Zuschauer, wohin die Reise geht – und lehnt sich auf angenehme Weise gegruselt im Kinositz zurück, um den Höhepunkt der Eskalationen zu genießen. Das hat Gore Verbinski sehr gut gemacht. Die Freigabe ab 16 Jahren ist übrigens nicht so sehr der visuellen Gewalt geschuldet, sondern eher dem Umstand, was die Geschichte in der Fantasie der Zuschauer anrichtet. Denn etwas verstörend, psychedelisch und abnorm ist der mit deutschen Filmfördergeldern mitfinanzierte Film durchaus.

„A Cure for Wellness“ ist ein Film mit einer unfassbaren visuellen Kraft, der eine sehr ungewöhnliche Geschichte erzählt. Einen Stern Abzug in der Bewertung gibt es nur aufgrund der Tatsache, dass der Zuschauer das Ende zu früh erahnt. (CS / Bild: © 2017 Twentieth Century Fox)

Tipp: 4 von 5 Sterne
FSK: ab 16 Jahre
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Lz0pKj7IXSI

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