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17.05.2017

Kino-Filmkritik: Alien – Covenant

Ridley Scott erzählt sein Alien-Prequel weiter. Zehn Jahre nach den Ereignissen des Films „Prometheus“ geht die Geschichte weiter – im Film „Covenant“. Das gleichnamige Raumschiff hat Kolonisten an Bord und steuert einen fernen Planeten am Rand der Galaxis an. Als es unterwegs zu einem gravierenden Unfall kommt, entschließen sich die Überlebenden, …

… statt des ursprünglichen Ziels lieber einen nahen Planeten anzusteuern. Mit verheerenden Folgen.

122 Minuten lang heißt es wieder „Im Weltall hört dich niemand schreien“. Denn die Crew trifft auf dem Planeten ausgerechnet den Androiden David (Michael Fassbender) wieder, den wir ja noch aus „Prometheus“ kennen. David hat sich in der Zwischenzeit äußerst intensiv mit den Alien-Monstern beschäftigt und nimmt die gestrandeten Menschen gern unter seine Fittiche. Doch das Paradies wandelt sich schnell in ein wahres Horror-Szenario. Und schon bald läuft wieder grüner Säuresabber von den zähnebewährten Kiefern der gefräßigen Alien-Rasse.

„Alien – Covenant“ ist kein Film für schwache Nerven. Er lässt es richtig krachen – vornehmlich Knochen, wenn sich die Alien-Larven einmal mehr einen blutigen Weg aus den Eingeweiden der infizierten Menschen bahnen. Die Aliens gibt es im Film in allen Formen und Größen.

Allerdings nimmt sich der Film sehr zur Freude der Fans auch die Zeit und die Muße, die Formenvielfalt der Aliens zu erklären, das Ende der Schöpfer-Rasse zu erleuchten und die Geschichte zu erzählen, die am Ende zu der finalen Giger-Form des Aliens führt, wie wir es aus den nachfolgenden Filmen alle kennen. Dass in diesem Film so viele Geheimnisse aus dem Alien-Kosmos gelüftet werden, dürfte die Fans begeistern.

Schade ist hingegen, dass das Alien-Franchise von der Grundidee her seit 1979 nicht von der Stelle kommt. Immer saust ein einsames Raumschiff durch das All und bekommt es mit den Aliens zu tun, die dann die Besatzung so lange dezimieren, bis die Menschen in einem heroischen Akt die Aliens vermeintlich für alle Zeiten besiegen. Auch die neue Crew um die Terraforming-Expertin Daniels (Katherine Waterston), den ersten Offizier Christopher Oram (Billy Crudup) und dessen Frau (Carmen Ejogo), den neuen Androiden Walter (Michael Fassbender), den Piloten Tennessee (Danny McBride), Sergeant Lope (Demián Bichir) und seinen Mann (Nathaniel Dean) ist letztlich nur Kanonenfutter.

In den alten Alien-Filmen war es am schlimmsten, dass man das Monster über lange Phasen nicht gesehen hat und nie so recht wusste, hinter welcher Ecke der Schrecken nun schon wieder lauert (meist hing er von der Decke herunter). In „Alien – Covenant“ kommt das Grauen immer und stets durch die Vordertür. Und kann man es nicht sehen, so kann man es zumindest genau orten. Das nimmt dem Film viel von seiner Gruselwirkung: Manchmal ist die Vorstellung im Kopf eben doch schlimmer als das klare Bild auf der Leinwand.

„Alien – Covenant“ ist unterhaltsam, gruselig und ein adrenalintreibender Weltraumspaß. Sollte Ridley Scott aber noch ein Prequel planen, so sollte er sich doch mal etwas ganz Neues einfallen lassen. (CS / Bilder: 2017 Twentieth Century Fox)

Tipp: 4 von 5 Sternen
FSK: ab 16 Jahren
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=6hclH-BQu8Q

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