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27.12.2007

Wilde Ferkel

wildZurzeit ist in Falkensee echt die Sau los! Immer häufiger wird das Schwarz­wild mitten in unserer Stadt gesichtet. Da­bei sind die grunzenden Allesfres­ser keinesfalls nur in der Dämmerung unterwegs, sondern lassen sich auch tags­über auf Wiesen und in dichten Ge­büschen aufspüren.

Kinder brauchen beim Spielen aber keine Angst haben, weiß Harry Heinecke, der bei der Stadt zuständig ist für die Tierrettung, den Tierfang und die Tierbetreuung. Die Wild­schweine haben ein gutes Gehör und fliehen rechtzeitig vor dem Men­schen. Streit suchen sie nicht, sie möch­ten nur ihre Ruhe haben. Anders sieht es allerdings aus, wenn die Bachen (Weibchen) gerade ganz frisch Junge bekommen haben und diese den Kessel (das Nest) noch nicht ver­lassen können. Dann werden die Ba­chen schon einmal wild und vertei­di­gen den Nachwuchs.

Problematisch wird der Kontakt zum Schwarzwild leider für Hunde, die nicht an der Leine geführt werden – was eigentlich Pflicht im Ort ist. Harry Hei­necke: „Hier hatten wir schon einige Hun­de mit zum Teil erheblichen Ver­letzungen, die ein Wildschwein ihrem Jagdinstinkt folgend gejagt und dann auch gestellt haben. Dann wehren sich die Tiere eben.“

Dass es zurzeit so viele Wild­schweine gerade im Bereich Falken­see gibt, hat mehrere Gründe. Mehrere milde Winter haben zum einen mehr Tie­re überwintern lassen. Harry Hei­necke führt aber auch die gute Futter­lage im Ort an: Die Schweine finden überall etwas zu fressen, auch Garten­abfälle und anderer Unrat, der oft au­ßerhalb der Grundstücke ins Umland gekippt wird. Finden die Wildschweine viel Futter, wachsen sie schneller und wer­den – ab 30 Kilo – auch schneller ge­schlechtsreif. So kommt es, dass viele Wildschweine schon jetzt Frischlinge haben – und nicht die Hauptrausch im November und Dezember abwarten.

Werden Wildschweine in der Stadt gesichtet, kann das der Polizei oder dem Ordnungsamt gemeldet wer­den. In diesem Fall wird Harry Hei­necke losgeschickt, um bei einer Sich­tung die Schwarzkittel durchaus auch zu schießen. Die Wildschweine selbst werden das ganze Jahr über bejagt, um ihren Bestand zu dezimieren. Nur Bachen mit Jungen genießen einen „Mutterschutz“.

Wichtig: Schweine dürfen nicht gefüttert werden, da sie sich das gut merken und dann immer wiederkommen.

Foto © 110stefan / PIXELIO.de

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