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26.07.2008

Schönwalder Schul- und Sportlandheim: Im Abenteuerland

abenteuerWarum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah: Das Schönwalder Schul- und Sportlandheim bietet Platz für 50 Schüler oder Sportler, die sich auf 32.000 Quadratmetern so richtig austoben können. Dabei bietet das vom Schönwalder Sportverein 53 betriebene Schullandheim viele beeindruckende Attraktionen an.

Vier Jahre lang hat sich der Schönwalder Sportverein 53 um das Schönwalder Schul- und Sportlandheim bemüht, das schon aus der Zeit vor der Wende stammt und das lange Zeit nur Kosten verursacht hat. Unter der Leitung von Mario Kusay hat das Gelände in der Zeit so sehr an Kontur gewonnen, dass der Landkreis Havelland nach langer Prüfung einen Erbpachtvertrag für das Gelände ausgestellt hat. Der SSV 53 kann es nun 66 Jahre lang für seine Zwecke nutzen.

Auf 32.000 Quadratmetern bietet das Heim jede Menge Platz für Schüler und Sportler, die hier für eine Nacht oder vielleicht sogar für eine ganze Woche Unterschlupf finden können. In den beiden Gebäuden ist Platz für 50 Personen, das reicht für zwei Schulklassen oder zwei Gruppen völlig aus.

Für die Kinder, die hier zu Gast sind, ist das verwinkelte Areal ein einziges Abenteuerland. Gleich neben dem Haupthaus gibt es eine riesige Feuerstelle, an der nachts ein Lagerfeuer angefackelt werden kann, damit alle Kinder gemeinsam Stockbrot backen können.

Von hier aus geht es weiter durch ein Stück Wald direkt am Ziegenstall vorbei bis zur hinteren Wiese mit dem großen Fußballplatz. Hier können Lehrer, Erzieher, Schüler und Sportler bolzen und krakelen, bis die Sonne untergeht, ohne dass es irgend jemand stört. Drei riesige Trampoline mit Seitenschutzwand, ein Klettergerüst und ein Volleyballfeld finden sich hier ebenfalls, sodass sportive Aktivitäten in allen nur erdenklichen Variationen möglich sind.

Auf dem Rückweg zum Haupthaus stolpert der Besucher über viele miteinander verschlungene Erdwege, die sich immer wieder kreuzen. Hier hat Mario Kusay zahlreiche Verkehrsschilder an den Bäumen angebracht, die er preisgünstig vom Tiefbauamt erworben hat. Kusay: „Wir haben hier den perfekten Verkehrsgarten aufgebaut. Die Kinder können sich Fahrräder bei uns ausleihen und dann beim Fahren über die Waldwege auf die Verkehrszeichen achten. Dabei lernen sie sehr gut, auf die Regeln zu achten, die im Verkehr gelten. Die Wege mit ihren Luftwurzeln und den vielen Erdhügeln sind außerdem recht schwierig zu befahren. Kurzum: Kinder, die diesen Fahrradparcours bewältigen, sind danach schon ein ganzes Stück besser auf den richtigen Verkehrsalltag vorbereitet.“

Auf einem Rundgang durch das Gelände gibt es noch viel mehr zu entdecken. Da gibt es einen eigenen, gemauerten Swimming Pool mit Zaun, hier und dort kleine Inseln mit weiteren Spielzeugen, eine zweite Grillecke mit Strohballen zum Draufsetzen und sicherlich noch tausend Geheimecken mehr, die Schüler bestimmt liebend gern erkunden und erforschen.

Lehrer, Organisatoren und Sporttrainer denken natürlich nicht nur an den Spaß, sondern auch an die Organisation. So kümmert sich das Team gern darum, dass die Gäste auch ja ein schönes Frühstücksbüffet erhalten. Abends wird meist gegrillt. Aber man ist für alle Wünsche offen. Bezahlt wird der ganze Spaß über die Übernachtungspauschale. Fahrräder lassen sich übrigens auch gleich vor Ort ausleihen – für 1,50 Euro pro Fahrrad und Tag.

Kusay: „Schulen und Sportvereine planen gern langfristig. Nachdem nun bekannt wurde, dass wir das Gelände in Erbpacht 66 Jahre lang benutzen dürfen, werden wir immer häufiger gebucht. Schon jetzt haben wir für Juni und Juli des kommenden Jahres kaum noch Plätze frei.“

Dass das Gelände angenommen wird, merken wir auch bei unserem Besuch. Gerade sind Kinder und Jugendliche aus Tschernobyl für drei Wochen vor Ort, um sich hier zu erholen. Überall flitzen Kinder umher, hinten auf der Wiese wird Fußball gespielt. Kusay: „Und vorher war eine evangelische Kirchengemeinschaft aus Thüringen da, die sind gerade erst wieder abgereist. Bei uns ist immer etwas los.“

Die Nachbarn sehen es gern, dass das Gelände an der Brandenburgischen Straße wieder mit Leben erfüllt ist. Und so wundert es auch nicht, dass viele Sponsoren (Elektro-Gering, Sanitär Wolfgang Kraus, Teppich-Brömer und Maurermeister Lothar Lüdtke) Arbeitskraft und auch Material spendieren, um die vielen Ideen des Sportvereins in die Tat umzusetzen. Natürlich sind weitere Sponsoren sehr willkommen: Es gibt noch viel zu tun.

Kontakt: Schönwalder Schul- und Sportlandheim, Brandenburgische Straße 59-61, 14621 Schönwalde-Glien, Tel: 03322-220-40, www.schullandheim-havelland.de

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