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06.09.2008

Architektur in Falkensee: Das Pfarrhaus

pfarrhausDas finnische Holzhaus in der Falkenseer Weberallee ist ein Wohnhaus der Heilig Geist Kirchengemeinde und dient ihr als Pfarrhaus. Die Familie von Pfarrer Fromke bewohnt es mit drei Kindern seitdem Mai 2005.

„Geplant wurde es 2003 durch den Architekten im Ruhestand, Herrn Levin, und durch die Hausbaufirma Kontio aus Finnland“, teilte uns Pfarrer Fromke mit. „Im Juli 2004 haben wir mit dem Bau des Kellers begonnen“, erinnerte er sich, „und Anfang Mai 2005 konnten wir auch schon einziehen“.

Wichtig beim Bau des finnischen Holz-Hauses war der Kirchengemeinde vor allem eins: Ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Damit verbunden war der Wunsch, als Kirchengemeinde möglichst viele Eigenleistungen einbringen zu können. „Das Haus sollte im Stil eines traditionellen Pfarrhauses gebaut werden. Daher wollten wir gern nach unserem eigenen Grundriss bauen lassen. Dazu gehört es, dass das Amtszimmer des Pfarrers gleich durch den Flur erreichbar sein sollte, ohne dass die Besucher durch die privaten Räume gehen müssen“, erklärte uns der sympathische Pfarrer. „Natürlich soll es in einem Pfarrhaus auch eine große Küche geben, in der man sitzen und reden kann.“ Besonders wichtig waren ihm auch die vielen Kinderzimmer.

„Das Baumaterial besteht natürlich vorwiegend aus Holz, damit ließ es sich sehr schnell bauen und recht unkompliziert umgehen. Trotzdem kann man kein reines Holzhaus mehr bauen, da die Bauvorschriften in Deutschland mittlerweile so streng sind“, wie uns Herr Fromke sehr fachmännisch erklärte. Dem stehen auch die hohen Energiesparnormen entgegen. Deshalb wurden auch Dampfsperrfolien, Dämmstoffe aus Mineralwolle und Styrodour (ein Polystyrolschaumstoff) verwendet.

Auch zu den Kosten konnte uns Pfarrer Fromke Auskunft geben: „Mit einer Wohnfläche von 132 qm ist das Haus gesamt unterkellert. Durch die vielen ehrenamtlichen Helfer, die freiwillig über 2.000 Arbeitsstunden erbracht haben, konnten wir die Baukosten für die Kirchengemeinde unter 200.000 Euro halten.“

„Der Bau des Holzhauses hat der ganzen Familie so viel Spaß gemacht, dass er bestimmt in unsere private Zukunftsplanung mit einfließen wird“, teilt uns Herr Fromke zum Schluss noch mit einem hintersinnigen Lächeln mit. So viel sei verraten: Die Familie plant schon den Bau eines weiteren Holzhauses im Urlaub in Finnland. Das könnte ein tolles Ferienprogramm für die ganze Familie werden! (H.R.)

Foto: Heike Rattunde

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