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02.01.2009

Strukturelle und personelle Änderungen in den Havelländischen Polizeiwachen

pmsMit umfangreichen internen Veränderungen geht die Polizei des Havellandes in das Jahr 2009. Im Ergebnis von Analysen zu Einsatzbelastung, Bevölkerungsstruktur und territorialer Entwicklung war es unausweichlich, die Wache in Falkensee noch vor dem für das Jahr 2012 anvisierten Bezug eines Neubaus und der damit verbundenen Schließung der Wache Nauen personell deutlich zu verstärken. Mit Wirkung vom 1. Januar 2009 wurden daher zehn Beamte der Wache Nauen zur Wache Falkensee umgesetzt.

Damit wird der Wach- und Wechseldienst in der Gartenstadt und ihrer Umgebung spürbar gestärkt. Durch die Aufstellung von Bürocontainern als Umkleidemöglichkeit wurden gleichzeitig akzeptable Unterbringungsmöglichkeiten für den verstärkten Personalbestand geschaffen. Die Nutzfläche des Wachengebäudes erhöht sich durch diese zeitweilige Lösung um etwa die Hälfte.

Im Ausgleich für das abgegebene Personal wird auch der Bereich der örtlichen Zuständigkeit der Wache Nauen angepasst. So ist für das Amt Friesack mit allen seinen Gemeinden ab sofort die Polizeiwache in der Kreisstadt Rathenow zuständig. Die bisher als Revierpolizisten in Friesack tätigen Beamten PHM Tschritter und PHM Knorr bleiben auch weiter im Amtsbereich, das Dienstzimmer in Marktnähe mit Sprechstunden und telefonischer Erreichbarkeit bleibt unverändert. Für den Einsatz der Beamten zeichnet jedoch ab sofort die Wache Rathenow verantwortlich. Diese ist auch neuer Ansprechpartner für die Angelegenheiten der Bürger des Amtsbereiches, sofern die Revierbeamten nicht unmittelbar zur Stelle sein können. Der Polizeinotruf 110 für dringende Meldungen bleibt davon unberührt und jederzeit erreichbar.

In allen drei Wachen gleichermaßen zog mit dem neuen Jahr auch ein neues System der Dienstplanung für den Wachdienst ein. An die Stelle des starren Fünf-Schicht-Modells mit festen Dienstgruppen traten Poolmodelle mit stärker bedarfsbezogener Vorausplanung der Streifen- und sonstigen Dienste. Damit soll gesichert werden, dass sich die Wachen stärker als bisher bereits im Voraus auf Ereignisse einstellen können, die einen erhöhten Kräfteeinsatz erfordern. Im Gegenzug besteht die Möglichkeit, in erfahrungsgemäß einsatzschwachen Zeiten die Zahl der für den Dienst zu planenden Beamten zu reduzieren, ohne die Einsatzbereitschaft der Dienststelle insgesamt zu gefährden.

„Mit den jetzt wirksam gewordenen Veränderungen stellt sich der Schutzbereich den absehbaren Anforderungen der kommenden Jahre. Das Verhältnis von Einsatzbelastung und personeller Ausstattung der drei Wachen wird wieder ausgeglichen, Präsenz und Einsatzbereitschaft im immer stärker besiedelten Speckgürtel werden ausgebaut ohne die entfernteren Regionen zu vernachlässigen.“ Das betonte Schutzbereichsleiter Jörg Barthel am Beginn des neuen Jahres. So verbleibt am Standort Nauen neben der Führung des Schutzbereiches und den Bereichen Verkehrsdienst und Prävention auch weiter eine einsatzbereite und rund um die Uhr besetzte Wache. Deren Dienstgruppenleiter hat neben der Verantwortung für das Einsatzgeschehen im eigenen Wachenbereich auch die Aufgabe, den Einsatz aller im gesamten Landkreis im Dienst befindlichen Kräfte wachenübergreifend zu koordinieren. Die Wache Rathenow nimmt damit bereits jetzt die Struktur ein, die für die Zeit nach der Schließung der Wache in Nauen vorgesehen war. „Gleichzeitig setzen wir unsere Beamten zeitlich flexibler und zielgerichteter ein. Wir wollen unsere Kräfte immer dann im Dienst haben, wenn sie auch gebraucht werden“, so der Polizeichef. „Insgesamt versprechen wir uns von diesem Maßnahmenpaket ein Mehr an Sicherheit im Landkreis.“

Einen neuen Leiter bekam mit dem Jahreswechsel auch die Polizeiwache in der Kreisstadt. Kriminalhauptkommissar Swen Schäfer, bisher Leiter des Staatsschutz- und Jugendkommissariats der Havelländischen Kripo, wurde mit der Führung der Dienstgeschäfte des Wachenleiters beauftragt. PHK Jean Wiersch wechselt auf eigenen Wunsch ins Innenministerium des Landes. Die offizielle Amtsübergabe wird Mitte Januar erfolgen.

Schutzbereich Havelland

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